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FORWARD - P4Two Ballers - Durch die Hintertür in die ProA?

Lomax am 19.03.2009 um 15:16

Aufsteiger sind gemeinhin froh, wenn sie frühzeitig die notwendigen Punkte gegen den Abstieg beisammen haben. In Osnabrück ticken die Uhren dagegen anders. Die P4Two Ballers freuen sich nicht ausgiebig über ihren Status als bester ProB-Neuling, sondern ärgern sich vielmehr über das - aus ihrer Sicht - verkorkste erste Saisondrittel. Nach zehn Spieltagen stand zwar eine ausgeglichene Bilanz von 10:10 Punkten zu Buche, darunter aber eben auch ärgerliche Niederlagen bei den Franken Hexern und in Ehingen sowie zu Hause gegen München.

„Uns hätte schon die Vorbereitung zu denken geben müssen. Tolle Leistungen wie gegen ProA-Ligist Schalke wechselten sich mit Spielen gegen Regionalligisten ab, in denen wir nie dominant waren“, erinnert sich Geschäftsführer Christian Somberg. Trainer Michael Bühren ergänzt: „Wir hatten Schlüsselpositionen mit den falschen Spielern besetzt, darauf aber zu spät reagiert.“ Für Andrew Brown, ein begnadeter Scorer, aber alles andere als ein Teamplayer, kam am neunten Spieltag Derek Coleman vom niederländischen Erstligisten Upstairs Weert nach Osnabrück. Der beste Passgeber aus Hollands höchster Liga (6,8 Assists pro Spiel) entpuppte sich als Glücksgriff. Mit den weiteren Nachverpflichtungen Michajlo Pesic (früher Ansbach und Freiburg), Daniel John Boticki (Langen) und Rückkehrer Steven Janzen wirbelten die Verantwortlichen den Kader kräftig durcheinander.

Der Erfolg gibt Somberg und Bühren Recht, Osnabrück ist der beste aller vier Neulinge. „Wären wir von Anfang an in dieser Besetzung zusammen gewesen, stünden wir noch besser da“, mutmaßt Coach Bühren. Geschäftsführer Somberg geht noch einen Schritt weiter: „Ich denke, dass wir mit dieser Mannschaft auch in der ProA konkurrenzfähig wären.“

Der Aufstieg in die ProA ist das kurzfristige Ziel der Ballers. Da dieser in der aktuellen Spielzeit sportlich nicht gelingen wird, denkt der Club auch über eine Bewerbung am „Grünen Tisch“ nach. Möglich machen diese Gedankenspiele das neu eingeführte Punkteranking der AG 2. Liga für die ProA ab der kommenden Saison. Hintergrund ist die Tatsache, dass wohl einige aktuelle ProA-Ligisten die gestiegenen Anforderungen in Sachen Hallenkapazität und Etat nicht erfüllen können oder wollen. In eine der entstehenden Lücken wollen die Ballers stoßen, die dafür einen Umzug in die 2.400 Zuschauer fassende Schlosswald-Halle planen. Auch am erforderlichen Etat von 400.000 Euro arbeitet Geschäftsführer Christian Somberg bereits. Er kann sich sogar vorstellen, mit einem neuen, finanzkräftigeren Namenssponsor ins Geschäft zu kommen. „Entsprechende Gespräche laufen“, hält sich der Geschäftsführer noch bedeckt. „Das Potenzial für die ProA ist da. Osnabrück ist eine Basketball-verrückte Stadt“, unterstreicht Somberg, der dann einen Zuschauerschnitt von 1.500 Fans für realistisch hält.

Trainer Michael Bühren ist derweil damit beauftragt, mindestens als Tabellenneunter ins Ziel einzulaufen. „In der ProB gibt es keine leichten Spiele. Wer ohne Respekt vor dem Gegner in die Partie geht, verliert meistens.“ Im Bewerbungsschreiben für die ProA würden sich zudem zu viele Minuspunkte nicht allzu gut machen…

Artikel der FORWARD-März-Ausgabe (JAN FINKEN)

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