FORWARD

FORWARD - Deutsche Bank ohne Kredit - 1/4 statt 6/6

Lomax am 18.03.2009 um 20:41

Regelmäßig vor der Abstimmung des ALLSTAR-Games kommt es zu einem seltsamen Verhalten unter den Fans der BBL. Wie aus dem Nichts tauchten in den Startformationen der beiden letzten Jahre Jan Rohdewald und Tim Ohlbrecht auf, keiner wusste warum Statistisch gesehen, gab es sowohl bei „Rohdi“ als auch „Timmy“ gewiss etliche Amis, Balten oder Balkanesen mit stärkeren Quoten und besseren Werten. Die Austragungsorte der BBL liegen allerdings immer noch in Deutschland und zumindest ein Bruchteil der Fans nutzt jährlich die letzte Möglichkeit ihre Liga daran zu erinnern.

Unabhängig von BBL-erprobten Identifikations-Legionären wie Aleks Nadjfeji, Darius Hall oder Jeff Gibbs sind die Deutschen noch immer das Salz in der Suppe. Einheimische Jungs, die ein siebenjähriger Knirps oder der 68 Jahre alte Opa auch mal nach dem Spiel oder in der Stadt anquatschen kann, ohne vorher einen Fremdsprachenkurs absolviert zu haben.

Es war erschreckend mit anzusehen, wie nach der letzten Saison bei den New Yorker Phantoms die Youngsters mit dem dicksten Sitzfleisch die Flucht ergriffen, wie sich talentierte Jungs auch bei anderen Vereinen der Elite-Liga auf der Bank hässlich große Hämorriden holten oder wie schnell die deutschen „Lückenbüßer“ (Zwiener für Thompson, Schwethelm für Bailey) trotz nachgewiesener Tauglichkeit nach dem großen Auslands-Shopping schnell zurück ins dritte Glied rutschten. Ein flüchtiger Blick an die Spree, ein kurzes Panorama der Bank. Hier sitzen sich prominente Auswahlspieler ihre Backen fett, feiert die Halle bereits Kurzeinsätze von Zwiener und Co. oder Faßler und Jo. Bei aller Vorliebe und Zweckmäßigkeit der Heere an international überlebenswichtigen Legionären aus dem Baltikum oder Obama-Land, es ist an der Zeit die Notbremse zu ziehen. Die BBL ist unter Zugzwang und sollte sich Gedanken machen, ob man ein eigenes greifbares Profil in Angriff nimmt, oder zur D-League II verkümmern möchte.

Das gern zitierte Allheilmittel scheint hier die 6er-Quote zu sein. Sechs Ausländer, sechs Deutsche, klingt nach einem Mix der den Jungs Mut machen und Perspektive vermitteln soll. Was aber passiert, wenn ein Coach mit zwei Bosniern, einem Letten und drei US-Amerikanern rotiert. Wie viele Minuten spielt der Erste der glorreichen Sechs tatsächlich?

Im Grunde genommen ist es ganz einfach: Orientiert Euch an den stärksten Ligen Europas, in denen sich weder Katalanen, noch Moskowiter, Mailänder oder Athener über Pflichten und Quoten beklagen. Zeigt Flagge wie die 2. Liga, die aufgrund der „Zwangs-Deutschen“ enorm an Profil, Substanz und Gesicht gewonnen hat und gebt den Talenten eine Chance. „Du kannst nur besser werden, wenn du auch spielst“, betonte Detlef Schrempf beim TOP4 in Hamburg. Mike Koch sprach sich bereits in der letzten FORWARD-Ausgabe für die Pflicht-Quote aus und selbst ALBA-Trainer Luka Pavicevic hat erkannt, dass „es für den gesamten deutschen Basketball nicht gut läuft, weil es in der BBL zu viele Ausländer gibt. Das verhindert die Entwicklung von neuen Spielern.“ Nun, er selbst wird es ja am besten wissen ...

Ein Kommentar der FORWARD-März-Ausgabe (TOM PRAGER)

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