Giants Nördlingen

Eine Niederlage auf dem Weg zum Klassenerhalt

Lomax am 15.03.2009 um 22:28

Zumindest in dieser Saison sind die Deutsche Bank Skyliners Frankfurt eine Nummer zu groß für die Nördlinger Giants. Nach zwei spannenden Pflichtspielen geriet das dritte Aufeinandertreffen der beiden Teams zu einer recht einseitigen Angelegenheit für die Gastgeber aus Hessen. Mit einer 55:79-Niederlage im Gepäck mussten die Rieser unverrichteter Dinge wieder den Weg nach Hause antreten. Sicherlich nicht das, was man sich vor dem Spiel erwartet hatte.

Zu Beginn sah es ganz anders aus. Es waren die Minuten des Monta McGhee. Innerhalb von neun Minuten markierte er 13 von insgesamt 19 Punkten, davon drei von drei Dreipunktwürfen. Aber auch seine Teamkollegen zauberten ein zufriedenes Lächeln auf die Gesichter der Trainer und Fans in Frankfurt. Ein tolles erstes Viertel beider Teams, die schnell ihren Rhythmus fanden endete 19:15 für die Kraterboys und machte Lust auf mehr.

Doch darauf mussten zumindest die Rieser vergeblich warten. Im zweiten Viertel verloren sie komplett die Linie, während die Gastgeber lediglich auf die vielen Fehler der Nördlinger warten mussten. Nach 14. Minuten schlossen die Skyliners einen 9:0-Lauf ab, ehe Danny Gibson seine ersten beiden Punkte zum 23:24 aus Nördlinger Sicht erzielte. McGhee wurde teilweise gar nicht mehr in das Spiel des Aufsteigers einbezogen. Unter dem Nördlinger Korb schalteten die Hessen wie sie wollten. Frankfurts Coach Murat Didin erkannte diese Schwäche seiner Gäste und ließ die Intensität des Frankfurter Spiels in die Nördlinger Zone verlegen. Mit Erfolg für seine Mannschaft: 37:28 hieß es nach 20 Minuten und ließ doch etwas Ratlosigkeit auf den Gesichtern der vorher noch hoffnungsvollen Nördlinger zurück.

Die wurde noch größer, als die Frankfurter die zweite Halbzeit mit drei Dreiern eröffneten und auf 46:29 davonfuhren. Erschreckend schwach zeigte man sich dabei in der Verteidigungs- und Reboundarbeit. Die Auszeit von Coach Andy Wagner war dann auch dementsprechend lautstark. Doch es wurde nicht wirklich besser. 52:31 hieß es in der 26. Minute. Nördlingen wachte aus seiner Lethargie einfach nicht auf. Mit 13 Ballverlusten bis zu diesem Zeitpunkt strebte man einen neuen traurigen Rekord an. Für Frankfurt war es ein mittlerweile ein besseres Trainingsspiel. Dabei darf man allerdings auch nicht vergessen, dass die Skyliners aufgrund ihrer tiefen Bank ohne Bruch durchwechseln konnten. Der Kräfteverschleiß des Aufsteigers ist dagegen, zumindest diese Saison, nicht kompensierbar. 61:38 endete das Spiel nach drei Vierteln für den Gastgeber.

Als McGhee in der 31. Minute seinen 20. und letzten Punkt machte (39:61) waren das mehr als die Hälfte der Nördlinger Treffer. Doch war dies lediglich kosmetischer Natur. Nördlingen kam nicht einmal mehr in Schlagdistanz, zu unkonzentriert die eigenen Aktionen, zu wach die Frankfurter. Die Rieser waren in allen Belangen chancenlos. Es fehlte an Präsenz unter dem Korb, es fehlte an Selbstvertrauen. So ist die 79:55-Niederlage zwar deutlich, aber lediglich nur eine Niederlage auf dem weiteren Weg zum Klassenerhalt.

Die nächste Aufgabe am kommenden Samstag im Nördlinger Hexenkessel wird sicherlich nicht einfacher. Da gibt der Tabellenführer der BBL, die EWE Baskets Oldenburf, seine Visitenkarte im Ries ab. Will man der deutlichen Niederlage am gestrigen Sonntag etwas Positives abgewinnen muss man lange suchen. Mit zehn Siegen darf man zum jetzigen Zeitpunkt mehr als zufrieden sein, was auch Coach Andreas Wagner anmerkte. Aber das herbeigesehnte elfte Erfolgserlebnis lässt auf sich warten. Ob es gegen den Tabellenführer kommt? Das wenig berauschende Spiel in Frankfurt und der samstägliche BBL-Spitzenreiter dürften Motivation genug für die Giants sein.

Pressemitteilung: Giants Nördlingen

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