Giants Nördlingen
Nördlingen feiert inoffizielle bayerische Meisterschaft
Lomax am 22.02.2009 um 13:18
Die Begegnung mit einem bayerischen Wolpertinger schien so wahrscheinlich wie ein Sieg des Nördlinger Aufsteigers gegen Bamberg. Den Vergnügungsexperten der Giants Nördlingen ist der Wolpertinger unbekannt. Besser kennen sie den ehemaligen Pokalsieger und zweifachen Deutscher Meister, die BROSE Baskets Bamberg. Der Favorit zog in einem hochklassigen, dramatischen und teilweise spektakulären bayerischen Derby ein zweites Mal den Kürzeren gegen den Aufsteiger. 2402 begeisterte Zuschauer sahen einen hochverdienten 85:80-Erfolg der Nördlinger.
Bestens vorbereitet zeigte sich vor den Kameras des Bayerischen Fernsehens der Aufsteiger aus dem Ries. Schon die ersten beiden Punkte waren „sauguad“ und mustergültig herausgespielt: Monta McGhee mit herrlichem Zuspiel auf seinen Kollegen Osvaldo Jeanty in den Rücken der Bamberger Verteidigung nach einem blitzsauber gelaufenen Spielsystem. 7:0 nach 82 Nördlinger Zaubersekunden! Aber auch die Gäste blieben nichts schuldig. Wunderschöne No-Look-Pässe, Zuspiele, bei denen der Passgeber den Passempfänger nicht anschaut, demonstrierte der ehemalige NBA-Profi David Daniel Dickau. Zudem zeigte der Bamberger Spielmacher seine Klasse von weit jenseits der Dreipunktlinie. In der achten Minute war es dann soweit. Die Bamberger holten sich erstmals an diesem Abend die Führung (16:14), die sie dann bis Viertelende nicht mehr abgaben (23:19). Schon da zeigte sich, wo der Schlüssel zum Erfolg in der Offensive für die Gastgeber lag. 10:2 Punkte für die Nördlinger innerhalb der Zone deckten eine schwache Bamberger Innenverteidigung auf..
Das zweite Viertel begann Gästecoach Chris Fleming mit Filiberto Rivera als Lenker und ließ Dickau auf der Bank. Bis zur 13. Minute (27:21) konnten die Baskets ihre Führung behaupten, doch ein 6:0-Zwischenspurt der Rieser bedeutete den Ausgleich (15.Min). Mittlerweile versuchten die es mit einer Zone, um der hohen Trefferquote der Bamberger aus dem ersten Viertel (5/7) Herr zu werden. Mit Erfolg: aus neun Versuchen rauschte die Kugel nur bei Predrag Suput durch die Reuse. Mit einem weiteren 6:0-Run des Aufsteigers holte sich der Nördlinger Gaudiwurm samt Anhang die Halbzeit (34:33). Während Westley, McGhee und Jeanty von den Bambergern gut verteidigt wurden schienen sie Nördlingens Center Brian Butch nicht auf dem Plan haben: seine 14 Punkte und sechs Rebounds hielten, zusammen mit einem wirklich guten Mannschaftsspiel der Kraterboys, die Hoffnung auf die „bayerische Meisterschaft“ aufrecht.
Die Mannschaften, die schon auf Hochtouren liefen, legten nun in Halbzeit zwei unisono einen Gang zu. Es entwickelte sich ein Schlagabtausch, wie man ihn selten im Rieser Hexenkessel gesehen hatte. Die Bamberger suchten mit gnadenloser Konsequenz ihr Heil im Dreipunkt-Shoot Out. Fünf aus sechs in zehn Minuten sollten unter normalen Umständen einem Gegner den Rest geben. Heute nicht. Die Rieser schlugen eiskalt im Insidespiel, also unter dem Korb, zurück. Nach Ende des dritten Viertels hatte man mit insgesamt 36 Punkten innerhalb der Zone die Dreierdominanz der Bamberger (11/22) ausgleichen können. Das Nördlinger 59:60 vor Beginn des letzten Durchgangs war dem spannenden Spiel mehr als würdig.
Im letzten Viertel packten die Rieser, die ihre Chance rochen, tatsächlich noch ein Pfund drauf. Was bisher kaum klappte, schien nun eine Selbstverständlichkeit zu werden: die Dreier saßen plötzlich. Fünf aus neun sagte die Statistik – und sprach für die Moral des Aufsteigers. Da die Bamberger aus den gleichen Versuchen lediglich drei Erfolge verbuchen konnten, in den Freiwürfen (5/6) und aus der Nahdistanz (3/7) exakt die gleichen Viertelwerte aufwiesen wie ihre Gastgeber und weil die Nördlinger nun keinen Zentimeter schwäbischen Bodens mehr freiwillig hergaben hieß der Sieger des zweiten bayerischen Derbys erneut hochverdient Giants Nördlingen.
Der 85:80-Sieg sah Nördlinger Protagonisten, die gegenüber den Auswärtsspielen in Ludwigsburg oder Tübingen eine deutliche Leistungssteigerung brachten. Danny Gibson spielte stark und verteilte die Bälle sicher, Monta McGhee legte die Kugel teilweise zauberhaft ins gegnerische Netz um sie auf der anderen Seite unter dem eigenen Korb wieder in die Finger zu bekommen. Ty Shaw pushte sein Team und die Zuschauer mit Topleistungen.
Und Brian Butch? 21 Punkte mit der Zuverlässigkeit eines königlich bayerischen „Bosbodns’s“ in den entscheidenden Momenten eingestreut waren natürlich spielentscheidend. Saisonbestleistung darf man auch Derrick Deshawn Lang attestieren, der in der Verteidigung eine starke Vorstellung ablieferte. Und Omari Westley und Osvaldo Jeanty? Sie sind als Teil einer kompakten und homogenen Nördlinger Mannschaftsleistung nun inoffizieller bayerischer Meister. Vor der Saison war dies so wahrscheinlich wie die Begegnung mit einem bayerischen Wolpertinger.
Pressemitteilung: Giants Nördlingen
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Bestens vorbereitet zeigte sich vor den Kameras des Bayerischen Fernsehens der Aufsteiger aus dem Ries. Schon die ersten beiden Punkte waren „sauguad“ und mustergültig herausgespielt: Monta McGhee mit herrlichem Zuspiel auf seinen Kollegen Osvaldo Jeanty in den Rücken der Bamberger Verteidigung nach einem blitzsauber gelaufenen Spielsystem. 7:0 nach 82 Nördlinger Zaubersekunden! Aber auch die Gäste blieben nichts schuldig. Wunderschöne No-Look-Pässe, Zuspiele, bei denen der Passgeber den Passempfänger nicht anschaut, demonstrierte der ehemalige NBA-Profi David Daniel Dickau. Zudem zeigte der Bamberger Spielmacher seine Klasse von weit jenseits der Dreipunktlinie. In der achten Minute war es dann soweit. Die Bamberger holten sich erstmals an diesem Abend die Führung (16:14), die sie dann bis Viertelende nicht mehr abgaben (23:19). Schon da zeigte sich, wo der Schlüssel zum Erfolg in der Offensive für die Gastgeber lag. 10:2 Punkte für die Nördlinger innerhalb der Zone deckten eine schwache Bamberger Innenverteidigung auf..
Das zweite Viertel begann Gästecoach Chris Fleming mit Filiberto Rivera als Lenker und ließ Dickau auf der Bank. Bis zur 13. Minute (27:21) konnten die Baskets ihre Führung behaupten, doch ein 6:0-Zwischenspurt der Rieser bedeutete den Ausgleich (15.Min). Mittlerweile versuchten die es mit einer Zone, um der hohen Trefferquote der Bamberger aus dem ersten Viertel (5/7) Herr zu werden. Mit Erfolg: aus neun Versuchen rauschte die Kugel nur bei Predrag Suput durch die Reuse. Mit einem weiteren 6:0-Run des Aufsteigers holte sich der Nördlinger Gaudiwurm samt Anhang die Halbzeit (34:33). Während Westley, McGhee und Jeanty von den Bambergern gut verteidigt wurden schienen sie Nördlingens Center Brian Butch nicht auf dem Plan haben: seine 14 Punkte und sechs Rebounds hielten, zusammen mit einem wirklich guten Mannschaftsspiel der Kraterboys, die Hoffnung auf die „bayerische Meisterschaft“ aufrecht.
Die Mannschaften, die schon auf Hochtouren liefen, legten nun in Halbzeit zwei unisono einen Gang zu. Es entwickelte sich ein Schlagabtausch, wie man ihn selten im Rieser Hexenkessel gesehen hatte. Die Bamberger suchten mit gnadenloser Konsequenz ihr Heil im Dreipunkt-Shoot Out. Fünf aus sechs in zehn Minuten sollten unter normalen Umständen einem Gegner den Rest geben. Heute nicht. Die Rieser schlugen eiskalt im Insidespiel, also unter dem Korb, zurück. Nach Ende des dritten Viertels hatte man mit insgesamt 36 Punkten innerhalb der Zone die Dreierdominanz der Bamberger (11/22) ausgleichen können. Das Nördlinger 59:60 vor Beginn des letzten Durchgangs war dem spannenden Spiel mehr als würdig.
Im letzten Viertel packten die Rieser, die ihre Chance rochen, tatsächlich noch ein Pfund drauf. Was bisher kaum klappte, schien nun eine Selbstverständlichkeit zu werden: die Dreier saßen plötzlich. Fünf aus neun sagte die Statistik – und sprach für die Moral des Aufsteigers. Da die Bamberger aus den gleichen Versuchen lediglich drei Erfolge verbuchen konnten, in den Freiwürfen (5/6) und aus der Nahdistanz (3/7) exakt die gleichen Viertelwerte aufwiesen wie ihre Gastgeber und weil die Nördlinger nun keinen Zentimeter schwäbischen Bodens mehr freiwillig hergaben hieß der Sieger des zweiten bayerischen Derbys erneut hochverdient Giants Nördlingen.
Der 85:80-Sieg sah Nördlinger Protagonisten, die gegenüber den Auswärtsspielen in Ludwigsburg oder Tübingen eine deutliche Leistungssteigerung brachten. Danny Gibson spielte stark und verteilte die Bälle sicher, Monta McGhee legte die Kugel teilweise zauberhaft ins gegnerische Netz um sie auf der anderen Seite unter dem eigenen Korb wieder in die Finger zu bekommen. Ty Shaw pushte sein Team und die Zuschauer mit Topleistungen.
Und Brian Butch? 21 Punkte mit der Zuverlässigkeit eines königlich bayerischen „Bosbodns’s“ in den entscheidenden Momenten eingestreut waren natürlich spielentscheidend. Saisonbestleistung darf man auch Derrick Deshawn Lang attestieren, der in der Verteidigung eine starke Vorstellung ablieferte. Und Omari Westley und Osvaldo Jeanty? Sie sind als Teil einer kompakten und homogenen Nördlinger Mannschaftsleistung nun inoffizieller bayerischer Meister. Vor der Saison war dies so wahrscheinlich wie die Begegnung mit einem bayerischen Wolpertinger.
Pressemitteilung: Giants Nördlingen
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