Giants Nördlingen
Freiwurfquote verbaut vierten Auswärtssieg
Lomax am 15.02.2009 um 19:17
Mit einer 82:84 Niederlage nach Verlängerung im Gepäck mussten sich die Nördlinger Giants auf die lange Heimreise von Trier ins Ries machen. Einer Niederlage, die einerseits auf Grund der gezeigten kämpferischen Leistungen sowie des wiederaufgelebten Mannschaftsspiels allen Anlass zur Hoffnung für das kommende bayerische Derby gegen Bamberg gibt. Andererseits schmerzt sie aber auch, da das Spiel bereits zum Ende der regulären Spielzeit in trockenen Tüchern hätte sein müssen. Ausgerechnet in einer ihrer Paradedisziplinen, den Freiwürfen, versagten die Rieser an diesem Abend. Lediglich 18 von 31 zugesprochene Würfe (58%) konnten verwandelt werden. Da halfen auch 22 Punkte des Ligatopscorers Omari Westley, sowie das sogenannte Double-Double (14 Punkte und 15 erkämpfte Abpraller) von Monta McGhee und 17 Punkte von Osvaldo Jeanty zum Ende der regulären Spielzeit nichts.
Dass es kein leichtes Spiel werden würde, war bereits im Vorfeld klar, da die Trierer in der Vorwoche mit einer 33-Punkteklatsche aus Paderborn nach Hause geschickt wurden und somit vor 3156 Zuschauern in der heimischen Trier-Arena Wiedergutmachung angesagt war. Dementsprechend motiviert begannen die Moselstädter, legten innerhalb von zwei Minuten 8:0 vor und zwangen Trainer Andreas Wagner zu einer frühen Auszeit. Westley setzte anschließend seinen ersten 2-Punktwurf, welcher jedoch potwendend von einem Dreier zum 11:2 beantwortet wurde. In der Folge zeigte sich, dass sich die Trierer an diesem Abend die Butter nicht vom Brot nehmen lassen wollten. Es gab keine einfachen Punkte für die Rieser. Einer geschlossenen Teamleistung war es zu verdanken, dass das Ergebnis zum Ende des ersten Viertels mit 24:19 einigermaßen erträglich gestaltet werden konnte.
Im zweiten Viertel wurde auf Rieser Seite konzentriert gearbeitet und es wurde stiller im Rund der Halle. Lediglich der Nördlinger Anhang war lautstark zu hören, als Joe Tesfaldet in der dritten Minute die erste Führung für die „Blauen“ zum 27:28 markierte. Ty Shaw und Derrick Lang konnten auf 28:32 erhöhen, Trier konterte auf 37:35, welches wiederum von Westley und Jeanty auf den Halbzeitstand von 37:39 gedreht werden konnte. Mit Gibson, Jeanty, Butch, McGhee und Westley ging es ins dritte Viertel. Westley erhöhte sofort auf 37:41, während Jeanty, der zwar nur einen Freiwurf aus einem technischen Foul gegen Raivio verwandeln konnte, aus dem folgenden Einwurf allerdings einen Dreier zum 39:45 nachlegte. Trier holte zum 47:48 auf, ehe Evans Jeanty nur auf Kosten seines vierten Fouls stoppen konnte. Leider vergab Jeanty dieses mal beide Freiwürfe. Erfolgreicher war in der Folge Monta McGhee, der, nach dem zwischenzeitlichen Trierer Ausgleich, bei einer Korbaktion gefoult wurde. Der Foulpfiff führte zu Unmutsäußerungen auf der Bank der Moselstädter, welche ein technisches Foul gegen jene nach sich zog. McGhee verwandelte daraufhin kaltschnäuzig vier Freiwürfe in Folge und die Rieser führten wieder mit 48:52. An der Nördlinger Führung änderte sich vorerst nichts mehr. Leider mussten sowohl Shaw als auch Butch ihrem beherzten Einsatz nun Tribut zollen: beide fingen sich in diesem Spielabschnitt ihr jeweils viertes Foul ein, sodass Josef Eichler sich wieder einmal beweisen musste. Dieser setzte sich auch postwendend erfolgreich gegen den erfahrenen Shtein in Szene, eroberte den folgenden Rebound und konnte beim Gegenangriff nur noch per Foul gestoppt werden.
Mit 56:59 ging es ins Schlussviertel. Den Trierern gelang es, auf Grund der Foulbelastung der Nördlinger langen Garde, nach drei Minuten mit vier Punkten in Folge wieder in Führung zu gehen (60:59). Jeanty wiederum brachte die Giants in Front. So ging es spannend und nervenaufreibend weiter. Nun jedoch kam das unvermeidliche: Shaw holte sich sein fünftes Foul. Trier erhöhte auf 65:61. Westley konterte, nach McGhees 15. Rebound, mit einem Steilangriff zum 65:64. Die Rieser kämpften! Nach einem erfolgreichen Dreipunktwurf McGhees zum 67:67 konnte zunächst ein weiterer Trierer Korbversuch abgefangen werden. Die Giants leisteten sich jedoch, anstatt einen ruhigen Angriff zu spielen, einen Ballverlust und konnten nicht verhindern, dass die Moselstädter sich die Führung mit 69:67 zurückholten. Westley streute 30 Sekunden vor Spielende seinen einzigen Dreier ein und es stand wieder 69:70 für die Rieser. Mit einem taktischen Foul wurde nun Brown an die Linie geschickt. Der Trierer schaffte allerdings nur einen der beiden Freiwürfe zum 70:70 zu verwandeln und Nördlingen hatte den letzten Angriff. Aber das Glück war den „Blauen“ an diesem Abend nicht hold: der sauber herausgespielte Wurf von Westley sprang vom Ring zurück. Nun musste die Verlängerung die Entscheidung bringen.
Trier legte los wie im ersten Viertel und ging in der zweiten Minute der Verlängerung bereits mit fünf Punkten in Front. Wieder war Coach Wagner gezwungen, eine schnelle Auszeit zu nehmen um seine Spieler neu einzustellen. Mit Erfolg: Zunächst konnte der Augleich zum 75:75 hergestellt werden und anschließend brachten sich die Nördlinger mit 77:79 wieder in Führung. Trier schlug zurück und glich zum zwischenzeitlichen 82:82 aus. 11 Sekunden vor Schluss gelang es Raivio, der nach dem ersten Viertel abgetaucht war, mit einer glücklichen Aktion seine Farben zum 84:82 nach vorn zu bringen.
Der letzte Angriff gehörte wieder den Riesern. Diesmal jedoch wurden die Vorgaben von Wagner im Eifer des Gefechts nicht umgesetzt und die Trierer standen als glückliche Sieger da.
Mit der gezeigten Mannschaftsleistung, einer besseren Freiwurfquote und dem heimischen Publikum im Rücken sollte es den Nördlinger Giants am kommenden Samstag gelingen, im bayerischen Derby gegen die Franken aus Bamberg das Parkett als Sieger zu verlassen.
Pressemitteilung: Giants Nördlingen
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Dass es kein leichtes Spiel werden würde, war bereits im Vorfeld klar, da die Trierer in der Vorwoche mit einer 33-Punkteklatsche aus Paderborn nach Hause geschickt wurden und somit vor 3156 Zuschauern in der heimischen Trier-Arena Wiedergutmachung angesagt war. Dementsprechend motiviert begannen die Moselstädter, legten innerhalb von zwei Minuten 8:0 vor und zwangen Trainer Andreas Wagner zu einer frühen Auszeit. Westley setzte anschließend seinen ersten 2-Punktwurf, welcher jedoch potwendend von einem Dreier zum 11:2 beantwortet wurde. In der Folge zeigte sich, dass sich die Trierer an diesem Abend die Butter nicht vom Brot nehmen lassen wollten. Es gab keine einfachen Punkte für die Rieser. Einer geschlossenen Teamleistung war es zu verdanken, dass das Ergebnis zum Ende des ersten Viertels mit 24:19 einigermaßen erträglich gestaltet werden konnte.
Im zweiten Viertel wurde auf Rieser Seite konzentriert gearbeitet und es wurde stiller im Rund der Halle. Lediglich der Nördlinger Anhang war lautstark zu hören, als Joe Tesfaldet in der dritten Minute die erste Führung für die „Blauen“ zum 27:28 markierte. Ty Shaw und Derrick Lang konnten auf 28:32 erhöhen, Trier konterte auf 37:35, welches wiederum von Westley und Jeanty auf den Halbzeitstand von 37:39 gedreht werden konnte. Mit Gibson, Jeanty, Butch, McGhee und Westley ging es ins dritte Viertel. Westley erhöhte sofort auf 37:41, während Jeanty, der zwar nur einen Freiwurf aus einem technischen Foul gegen Raivio verwandeln konnte, aus dem folgenden Einwurf allerdings einen Dreier zum 39:45 nachlegte. Trier holte zum 47:48 auf, ehe Evans Jeanty nur auf Kosten seines vierten Fouls stoppen konnte. Leider vergab Jeanty dieses mal beide Freiwürfe. Erfolgreicher war in der Folge Monta McGhee, der, nach dem zwischenzeitlichen Trierer Ausgleich, bei einer Korbaktion gefoult wurde. Der Foulpfiff führte zu Unmutsäußerungen auf der Bank der Moselstädter, welche ein technisches Foul gegen jene nach sich zog. McGhee verwandelte daraufhin kaltschnäuzig vier Freiwürfe in Folge und die Rieser führten wieder mit 48:52. An der Nördlinger Führung änderte sich vorerst nichts mehr. Leider mussten sowohl Shaw als auch Butch ihrem beherzten Einsatz nun Tribut zollen: beide fingen sich in diesem Spielabschnitt ihr jeweils viertes Foul ein, sodass Josef Eichler sich wieder einmal beweisen musste. Dieser setzte sich auch postwendend erfolgreich gegen den erfahrenen Shtein in Szene, eroberte den folgenden Rebound und konnte beim Gegenangriff nur noch per Foul gestoppt werden.
Mit 56:59 ging es ins Schlussviertel. Den Trierern gelang es, auf Grund der Foulbelastung der Nördlinger langen Garde, nach drei Minuten mit vier Punkten in Folge wieder in Führung zu gehen (60:59). Jeanty wiederum brachte die Giants in Front. So ging es spannend und nervenaufreibend weiter. Nun jedoch kam das unvermeidliche: Shaw holte sich sein fünftes Foul. Trier erhöhte auf 65:61. Westley konterte, nach McGhees 15. Rebound, mit einem Steilangriff zum 65:64. Die Rieser kämpften! Nach einem erfolgreichen Dreipunktwurf McGhees zum 67:67 konnte zunächst ein weiterer Trierer Korbversuch abgefangen werden. Die Giants leisteten sich jedoch, anstatt einen ruhigen Angriff zu spielen, einen Ballverlust und konnten nicht verhindern, dass die Moselstädter sich die Führung mit 69:67 zurückholten. Westley streute 30 Sekunden vor Spielende seinen einzigen Dreier ein und es stand wieder 69:70 für die Rieser. Mit einem taktischen Foul wurde nun Brown an die Linie geschickt. Der Trierer schaffte allerdings nur einen der beiden Freiwürfe zum 70:70 zu verwandeln und Nördlingen hatte den letzten Angriff. Aber das Glück war den „Blauen“ an diesem Abend nicht hold: der sauber herausgespielte Wurf von Westley sprang vom Ring zurück. Nun musste die Verlängerung die Entscheidung bringen.
Trier legte los wie im ersten Viertel und ging in der zweiten Minute der Verlängerung bereits mit fünf Punkten in Front. Wieder war Coach Wagner gezwungen, eine schnelle Auszeit zu nehmen um seine Spieler neu einzustellen. Mit Erfolg: Zunächst konnte der Augleich zum 75:75 hergestellt werden und anschließend brachten sich die Nördlinger mit 77:79 wieder in Führung. Trier schlug zurück und glich zum zwischenzeitlichen 82:82 aus. 11 Sekunden vor Schluss gelang es Raivio, der nach dem ersten Viertel abgetaucht war, mit einer glücklichen Aktion seine Farben zum 84:82 nach vorn zu bringen.
Der letzte Angriff gehörte wieder den Riesern. Diesmal jedoch wurden die Vorgaben von Wagner im Eifer des Gefechts nicht umgesetzt und die Trierer standen als glückliche Sieger da.
Mit der gezeigten Mannschaftsleistung, einer besseren Freiwurfquote und dem heimischen Publikum im Rücken sollte es den Nördlinger Giants am kommenden Samstag gelingen, im bayerischen Derby gegen die Franken aus Bamberg das Parkett als Sieger zu verlassen.
Pressemitteilung: Giants Nördlingen
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