Giants Nördlingen
Ludwigsburg? Da war doch was?
Lomax am 23.01.2009 um 10:39
Die Onlineausgabe der Sport BILD vom 20.09.2008 zeigte ein Foto von Nördlingens Osvaldo Jeanty und schrieb von „der größten Überraschung des Saisonauftaktes“. Grund war der deutliche 75:56-Sieg des Aufsteigers zum Bundesligastart gegen den favoritisierten Playoffkandidaten aus Ludwigsburg. Das sorgte in der anschliessenden Pressekonferenz für schlechte Laune bei Gästetrainer Rick Stafford, der die Verantwortung für die misslungene Premierenvorstellung seines Personals auf sich nahm.
In den folgenden Spielen dürfte sich die Miene des Rick Stafford wieder aufgehellt haben. Als man sogar am vorgezogenen achten Spieltag den bis dahin als unantastbar gehaltenen Titelverteidiger und erneuten Favoriten ALBA Berlin mit 65:58 die Butter vom Brot nahm und den vierten BBL-Sieg in Folge feierte dachte kaum einer an die Auftaktniederlage im Ries. Doch nun bringen die Rieser sich zum Rückrundenstart am Samstag in Erinnerung. Vier Spiele in Folge verloren die Württemberger zuletzt. Den achten Platz, der noch zu den Playoffs berechtigt, haben die punktgleichen Düsseldorfer inne. Allerdings stehen noch weitere drei Mannschaften mit ebenfalls 16:18 Punkten in Lauerstellung, was die Ludwigsburger letztendlich auf einen elften Rang bringt.
Wie schon im Hinspiel sind die Rollen klar verteilt: hier der playoffwillige Gastgeber, der ab nächster Saison die eigens für den Ludwigburger Basketball errichtete Arena füllen muss und seine Fans mit einem Sieg besänftigen will. Diese haben in einem offenen Brief an Verein, Trainer und Spieler auf das Ende ihrer Geduld hingewiesen. Auf der anderen Seite der Nördlinger Aufsteiger, der zwar vom anfänglichen Höhenflug auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde, dort aber mit seinen sieben Hinrundensiegen weich gelandet ist. Dessen Ziel ist der Klassenerhalt. Wie sich der Druck aus dem Umfeld auf Trainer Rick Stafford und Manager Mario Probst auswirkt, wird sich zeigen. Eine erneute Niederlage gegen den Tabellenvierzehnten aus Nördlingen brächte die Verantwortlichen in Erklärungsnöte, wurde der Vertrag mit Stafford doch erst verlängert. Auch die Playoff-Plätze würden etwas in die Ferne rücken.
Die Nördlinger braucht das nicht zu beschäftigen. Sie sind auf Zielkurs. Das sie die Hinrunde trotz dem phasenweise verletzungsbedingten Totalausfall ihrer Centergarde ordentlich über die Bühne brachten, stimmt für dieses Spiel zuversichtlich. Denn auch ohne ihre Langen wollen die Rieser in Ludwigsburg gewinnen. Ihre Stärken im Rebound werden sie trotz Fehlens ihrer langen Kerle ausspielen wollen. Mit Ty Shaw und Monta McGhee haben sie dazu entprechendes Know-How. Und mit jenem Monta McGhee zudem eine Wundertüte, die rechtzeitig zum Rückrundenstart ihre Geheimnisse preiszugeben scheint. Sein Auftritt gegen die Ulmer Spatzen hat nicht nur Außenstehende fasziniert.
Mit dem Deutschen Meister im Dreipunktwurf, Osvaldo Jeanty und Allstar Omari Westley stehen weitere Nördlinger Angestellte auf dem Parkett, die allzugerne die verpassten zwei Punkte vom letzten Hindrundenspiel gegen Ulm einfahren wollen. Für den jungen Josef Eichler ist Ludwigsburg erneut eine gute Gelegenheit, sein Können auf der Centerposition zu zeigen. Gelänge ein Nördlinger Coup, hätte man mit den Ludwigsburgern punktemässig gleichgezogen.
Mit Spannung wird erwartet, ob der von Stafford zuletzt auf die Bank verbannte Topscorer der Barockstädter, Brandon Woudstra (14,1 Punkte) in die Startformation zurückkehren darf. Spielraum für Experimente bleibt kaum. Zuviel hängt für die Gastgeber vom Ausgang des Spiels mit Blick auf die kommende Saison ab. Die Rieser müssen sich daher auf einiges gefasst machen. Doch wer die Nördlinger kennt, weiß, dass gerade solche Spiele den Riesern liegen. Und ein Nördlinger Erfolgserlebnis käme zum Rückrundenstart gerade recht. Laut Manager Jürgen Kohl benötigen die Rieser mindestens 22 Punkte zum Klassenerhalt. 14 davon haben sie. Bis jetzt …
Kurz notiert:
Einige helfende Basketballeltern taten es, der Fanclub der Giants Nördlingen UN’96 tut es, die Basketballer der Giants Nördlingen tun es auch. Man erklärt sich mit dem angeschlagenen Stammverein TSV 1861 Nördlingen e.V. solidarisch. UN’96 stiftete Teile seines Fanartikelverkaufs und stellte eine Spendenschwein für den TSV beim letzten Heimspiel gegen die Ulmer auf. Das veranlasste den 1.TSV-Vorsitzenden Helmut Beyschlag, sonst kein Fan von Internetforen, zu einem Dankeswort via Interneteintrag auf der Fanclubseite. Er war von der Aktion „absolut begeistert und emotional berührt“. Nach der Basketball-Elternaktion mit ihrer Thekenspende war dies erneut eine Aktion aus dem unmittelbaren Umfeld der Basketballer.
Die Giants Nördlingen Basketball AG, selbst aus dem TSV 1861 Nördlingen hervorgegangen, stellt nun drei Stehplatz-Dauerkarten für die kommende Saison zu Verfügung.
Diese werden an die jeweils drei größten TSV-Spender ausgegeben. Gegen Spendenbescheinigung kann für den in finanzielle Not geratenen Stammverein TSV 1861 Nördlingen e.V. auf folgende Konten eingezahlt werden:
Raiffeisenbank Nördlingen, Kto.Nr. 67776 BZL 72069329 oder
Sparkasse Nördlingen, Kto.Nr.: 115 188 BLZ 72250000
***
Kleider machen Leute – und richten die Aufmerksamkeit auf große soziale Projekte. Erstmals werden die Giants Nördlingen am heutigen Samstag beim Auswärtsspiel in Ludwigsburg mit neuen Hosenoutfit auflaufen. Die „Kartei der Not“, das soziale Hilfswerk von Giants-Medienpartner RIESER NACHRICHTEN für unverschuldet in Not geratene Menschen, wird die Beinkleider der Rieser Riesen unentgeltlich zieren. Auch mit dieser Aktion wollen die Basketballer ihrer sozialen Verantwortung Tribut zollen. Zudem wird nicht nur die Partnerschaft zwischen der Heimatzeitung und den Nördlinger Basketballern vertieft, man möchte das Augenmerk auch auf das seit 40 Jahren tätige Hilfswerk richten. Der Spenden-TÜV (Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen) empfiehlt dieses Sozialwerk ausdrücklich.
Pressemitteilung: Giants Nördlingen
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In den folgenden Spielen dürfte sich die Miene des Rick Stafford wieder aufgehellt haben. Als man sogar am vorgezogenen achten Spieltag den bis dahin als unantastbar gehaltenen Titelverteidiger und erneuten Favoriten ALBA Berlin mit 65:58 die Butter vom Brot nahm und den vierten BBL-Sieg in Folge feierte dachte kaum einer an die Auftaktniederlage im Ries. Doch nun bringen die Rieser sich zum Rückrundenstart am Samstag in Erinnerung. Vier Spiele in Folge verloren die Württemberger zuletzt. Den achten Platz, der noch zu den Playoffs berechtigt, haben die punktgleichen Düsseldorfer inne. Allerdings stehen noch weitere drei Mannschaften mit ebenfalls 16:18 Punkten in Lauerstellung, was die Ludwigsburger letztendlich auf einen elften Rang bringt.
Wie schon im Hinspiel sind die Rollen klar verteilt: hier der playoffwillige Gastgeber, der ab nächster Saison die eigens für den Ludwigburger Basketball errichtete Arena füllen muss und seine Fans mit einem Sieg besänftigen will. Diese haben in einem offenen Brief an Verein, Trainer und Spieler auf das Ende ihrer Geduld hingewiesen. Auf der anderen Seite der Nördlinger Aufsteiger, der zwar vom anfänglichen Höhenflug auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde, dort aber mit seinen sieben Hinrundensiegen weich gelandet ist. Dessen Ziel ist der Klassenerhalt. Wie sich der Druck aus dem Umfeld auf Trainer Rick Stafford und Manager Mario Probst auswirkt, wird sich zeigen. Eine erneute Niederlage gegen den Tabellenvierzehnten aus Nördlingen brächte die Verantwortlichen in Erklärungsnöte, wurde der Vertrag mit Stafford doch erst verlängert. Auch die Playoff-Plätze würden etwas in die Ferne rücken.
Die Nördlinger braucht das nicht zu beschäftigen. Sie sind auf Zielkurs. Das sie die Hinrunde trotz dem phasenweise verletzungsbedingten Totalausfall ihrer Centergarde ordentlich über die Bühne brachten, stimmt für dieses Spiel zuversichtlich. Denn auch ohne ihre Langen wollen die Rieser in Ludwigsburg gewinnen. Ihre Stärken im Rebound werden sie trotz Fehlens ihrer langen Kerle ausspielen wollen. Mit Ty Shaw und Monta McGhee haben sie dazu entprechendes Know-How. Und mit jenem Monta McGhee zudem eine Wundertüte, die rechtzeitig zum Rückrundenstart ihre Geheimnisse preiszugeben scheint. Sein Auftritt gegen die Ulmer Spatzen hat nicht nur Außenstehende fasziniert.
Mit dem Deutschen Meister im Dreipunktwurf, Osvaldo Jeanty und Allstar Omari Westley stehen weitere Nördlinger Angestellte auf dem Parkett, die allzugerne die verpassten zwei Punkte vom letzten Hindrundenspiel gegen Ulm einfahren wollen. Für den jungen Josef Eichler ist Ludwigsburg erneut eine gute Gelegenheit, sein Können auf der Centerposition zu zeigen. Gelänge ein Nördlinger Coup, hätte man mit den Ludwigsburgern punktemässig gleichgezogen.
Mit Spannung wird erwartet, ob der von Stafford zuletzt auf die Bank verbannte Topscorer der Barockstädter, Brandon Woudstra (14,1 Punkte) in die Startformation zurückkehren darf. Spielraum für Experimente bleibt kaum. Zuviel hängt für die Gastgeber vom Ausgang des Spiels mit Blick auf die kommende Saison ab. Die Rieser müssen sich daher auf einiges gefasst machen. Doch wer die Nördlinger kennt, weiß, dass gerade solche Spiele den Riesern liegen. Und ein Nördlinger Erfolgserlebnis käme zum Rückrundenstart gerade recht. Laut Manager Jürgen Kohl benötigen die Rieser mindestens 22 Punkte zum Klassenerhalt. 14 davon haben sie. Bis jetzt …
Kurz notiert:
Einige helfende Basketballeltern taten es, der Fanclub der Giants Nördlingen UN’96 tut es, die Basketballer der Giants Nördlingen tun es auch. Man erklärt sich mit dem angeschlagenen Stammverein TSV 1861 Nördlingen e.V. solidarisch. UN’96 stiftete Teile seines Fanartikelverkaufs und stellte eine Spendenschwein für den TSV beim letzten Heimspiel gegen die Ulmer auf. Das veranlasste den 1.TSV-Vorsitzenden Helmut Beyschlag, sonst kein Fan von Internetforen, zu einem Dankeswort via Interneteintrag auf der Fanclubseite. Er war von der Aktion „absolut begeistert und emotional berührt“. Nach der Basketball-Elternaktion mit ihrer Thekenspende war dies erneut eine Aktion aus dem unmittelbaren Umfeld der Basketballer.
Die Giants Nördlingen Basketball AG, selbst aus dem TSV 1861 Nördlingen hervorgegangen, stellt nun drei Stehplatz-Dauerkarten für die kommende Saison zu Verfügung.
Diese werden an die jeweils drei größten TSV-Spender ausgegeben. Gegen Spendenbescheinigung kann für den in finanzielle Not geratenen Stammverein TSV 1861 Nördlingen e.V. auf folgende Konten eingezahlt werden:
Raiffeisenbank Nördlingen, Kto.Nr. 67776 BZL 72069329 oder
Sparkasse Nördlingen, Kto.Nr.: 115 188 BLZ 72250000
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Kleider machen Leute – und richten die Aufmerksamkeit auf große soziale Projekte. Erstmals werden die Giants Nördlingen am heutigen Samstag beim Auswärtsspiel in Ludwigsburg mit neuen Hosenoutfit auflaufen. Die „Kartei der Not“, das soziale Hilfswerk von Giants-Medienpartner RIESER NACHRICHTEN für unverschuldet in Not geratene Menschen, wird die Beinkleider der Rieser Riesen unentgeltlich zieren. Auch mit dieser Aktion wollen die Basketballer ihrer sozialen Verantwortung Tribut zollen. Zudem wird nicht nur die Partnerschaft zwischen der Heimatzeitung und den Nördlinger Basketballern vertieft, man möchte das Augenmerk auch auf das seit 40 Jahren tätige Hilfswerk richten. Der Spenden-TÜV (Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen) empfiehlt dieses Sozialwerk ausdrücklich.
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