Giants Nördlingen
Nördlinger Riesen wollen sich in Göttingen selbst bescheren
Lomax am 19.12.2008 um 10:16
Vor der Weihnachtsgans bekommen die „Giants“-Basketballer heute Abend noch einen schwerer zu verdauenden Happen serviert: Die BG 74 Göttingen, ein weiterer Traditionsverein des deutschen Basketballs lädt zum Auswärtsspiel in deren Lokhalle ein. Der deutsche Serienmeister der 70-er Jahre verbrachte zwischenzeitlich mehrere Jahre zweitklassig, nach dem BBL-Aufstieg 2007 zeigt jedoch die Tendenz ebenso kontinuierlich wie steil nach oben und so steht die Mannschaft derzeit sogar nach Punkten gleichauf mit Meister Alba Berlin auf dem dritten Tabellenplatz. Von den letzten 11 Spielen wurden 9 gewonnen und am Mittwoch die Bremerhavener Eisbären mit einer Packung verabschiedet - selbst die kühnsten Rieser Optimisten siedeln vermutlich die Favoritenrolle für dieses Spiel im Niedersächsischen an.
Das Herz der Göttinger Mannschaft schlägt im Rückfeld, denn die Aufbauspieler Kyle Bailey, Charles Lee und Roderick Trice bestimmen nicht nur das Geschehen auf dem Spielfeld sondern sammeln auch noch fleißigst Punkte. Kyle Bailey schlug im Anschluss an seinem letztjährigen Ulmer Abstecher prächtig ein, mit 15,3 Punkte im Durchschnitt ist er momentan an vierter Stelle der Korbjägerliste zu finden, dazu stellen knapp 5 Rebounds und 3,3 Assists eine mehr als eindrucksvolle Bilanz dar. Wenig nach stehen ihm in sämtlichen Statistiken der athletische Charles Lee und der sprunggewaltige Roderick Trice, welcher gegen seine Kumpels aus Cuxhavener Tagen Danny Gibson und Monta McGhee natürlich besonders motiviert auftreten dürfte. Schwer zu verteidigen ist mit Sicherheit der nach seiner Verletzungspause so langsam wieder in Fahrt kommende 2,01m große und 110 kg schwere Powerforward Clif Brown, der in den ersten fünf Ligaspielen durchschnittlich knapp 19 Punkte erzielte und damit derzeit Ligatopscorer wäre. Der fünfte im Bunde der Göttinger Scorer ist Chris Oliver, letztjähriger Topwerfer der ProA, welcher mit den Riesern vermutlich noch ein eigenes Hühnchen zu rupfen hat, nachdem sie ihm den Aufstieg mit Kaiserslautern vermasselt hatten. Doch nicht nur außerhalb der Zone, auch unter dem Korb sind die Niedersachsen mit Jason Boone und Jason Miller vorzüglich besetzt und auf der Bank finden sich mit dem Ex-Ehinger Ben Jacobsen, dem Ex-Weidener Marco Grimaldi und dem Ex-Heidelberger Peer Wente bekannte Gesichter, die den Giants zu Zweitligazeiten einige Kopfschmerzen bereiteten. Ein Wiedersehen wird es voraussichtlich auch mit dem sympathischen Center Robert Dill geben, der vor zwei Jahren ein kurzes Gastspiel im Ries gab.
Bei den Nördlingern übt Avi Kazarnovski derzeit noch mit Krücken, die restlichen Kraterboys dürften sich trotz kleinerer Blessuren arbeitsfähig melden. Der Arbeitssieg am letzten Wochenende gegen Köln hob die Stimmung im Team und Umfeld auf weihnachtliches Niveau, zeigte aber wiederum deutlich, dass die Qualität der Mannschaft weniger im spielerischen Vermögen als vielmehr im kämpferischen Bereich liegt. Hier liefert die Statistik weitere Belege, wobei die Kraterboys in zwei Kategorien liga-führend sind: Bei den Ballverlusten, hier zum Leidwesen von Trainer Andy Wagner sogar relativ unangefochten, und bei den eingesammelten Rebounds, was für die kleinste Mannschaft der Liga aller Ehren Wert ist und die enorme Einsatzbereitschaft auf dem Parkett widerspiegelt. Hier scheinen mit Derrick Lang und insbesondere dem neuen Center Brian Butch Ergänzungen geglückt zu sein, die gut ins Team passen.
Unabhängig vom Ausgang des heutigen Spiels können Mannschaft und Trainer eine vorweihnachtliche Bilanz ziehen, mit der vor der Saison kein Fachmann ernsthaft gerechnet hat: Sechs Siege in 14 Spielen und bei sämtlichen Niederlagen das Fell teuer verkauft. Zum Feiern wird über die Feiertage allerdings wenig Zeit bleiben, da die Giants passend zur Jahreszeit am 4. Januar bei den Eisbären in Bremerhaven gastieren und am 10. Januar zum Heimspiel des Jahres bestens gerüstet sein wollen, dem Lokalderby gegen Ulm!
Pressemitteilung: Giants Nördlingen
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Das Herz der Göttinger Mannschaft schlägt im Rückfeld, denn die Aufbauspieler Kyle Bailey, Charles Lee und Roderick Trice bestimmen nicht nur das Geschehen auf dem Spielfeld sondern sammeln auch noch fleißigst Punkte. Kyle Bailey schlug im Anschluss an seinem letztjährigen Ulmer Abstecher prächtig ein, mit 15,3 Punkte im Durchschnitt ist er momentan an vierter Stelle der Korbjägerliste zu finden, dazu stellen knapp 5 Rebounds und 3,3 Assists eine mehr als eindrucksvolle Bilanz dar. Wenig nach stehen ihm in sämtlichen Statistiken der athletische Charles Lee und der sprunggewaltige Roderick Trice, welcher gegen seine Kumpels aus Cuxhavener Tagen Danny Gibson und Monta McGhee natürlich besonders motiviert auftreten dürfte. Schwer zu verteidigen ist mit Sicherheit der nach seiner Verletzungspause so langsam wieder in Fahrt kommende 2,01m große und 110 kg schwere Powerforward Clif Brown, der in den ersten fünf Ligaspielen durchschnittlich knapp 19 Punkte erzielte und damit derzeit Ligatopscorer wäre. Der fünfte im Bunde der Göttinger Scorer ist Chris Oliver, letztjähriger Topwerfer der ProA, welcher mit den Riesern vermutlich noch ein eigenes Hühnchen zu rupfen hat, nachdem sie ihm den Aufstieg mit Kaiserslautern vermasselt hatten. Doch nicht nur außerhalb der Zone, auch unter dem Korb sind die Niedersachsen mit Jason Boone und Jason Miller vorzüglich besetzt und auf der Bank finden sich mit dem Ex-Ehinger Ben Jacobsen, dem Ex-Weidener Marco Grimaldi und dem Ex-Heidelberger Peer Wente bekannte Gesichter, die den Giants zu Zweitligazeiten einige Kopfschmerzen bereiteten. Ein Wiedersehen wird es voraussichtlich auch mit dem sympathischen Center Robert Dill geben, der vor zwei Jahren ein kurzes Gastspiel im Ries gab.
Bei den Nördlingern übt Avi Kazarnovski derzeit noch mit Krücken, die restlichen Kraterboys dürften sich trotz kleinerer Blessuren arbeitsfähig melden. Der Arbeitssieg am letzten Wochenende gegen Köln hob die Stimmung im Team und Umfeld auf weihnachtliches Niveau, zeigte aber wiederum deutlich, dass die Qualität der Mannschaft weniger im spielerischen Vermögen als vielmehr im kämpferischen Bereich liegt. Hier liefert die Statistik weitere Belege, wobei die Kraterboys in zwei Kategorien liga-führend sind: Bei den Ballverlusten, hier zum Leidwesen von Trainer Andy Wagner sogar relativ unangefochten, und bei den eingesammelten Rebounds, was für die kleinste Mannschaft der Liga aller Ehren Wert ist und die enorme Einsatzbereitschaft auf dem Parkett widerspiegelt. Hier scheinen mit Derrick Lang und insbesondere dem neuen Center Brian Butch Ergänzungen geglückt zu sein, die gut ins Team passen.
Unabhängig vom Ausgang des heutigen Spiels können Mannschaft und Trainer eine vorweihnachtliche Bilanz ziehen, mit der vor der Saison kein Fachmann ernsthaft gerechnet hat: Sechs Siege in 14 Spielen und bei sämtlichen Niederlagen das Fell teuer verkauft. Zum Feiern wird über die Feiertage allerdings wenig Zeit bleiben, da die Giants passend zur Jahreszeit am 4. Januar bei den Eisbären in Bremerhaven gastieren und am 10. Januar zum Heimspiel des Jahres bestens gerüstet sein wollen, dem Lokalderby gegen Ulm!
Pressemitteilung: Giants Nördlingen
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