Giants Nördlingen
Partystimmung beim Sieg gegen Köln
Lomax am 14.12.2008 um 12:34
Blickt man in ein paar Wochen auf das Spiel der Nördlinger Giants gegen die Kölner 99ers zurück, werden, wie im wirklichen Leben, nur noch die angenehmen Erinnerungen an den vierten Heimspielsieg der Rieser vorhanden sein Da wäre zum einen der etwas zu hoch ausgefallene 73:61-Sieg. Der ist sicherlich Gold wert für den Aufsteiger bei einem möglichen direkten Vergleich. Zum Anderen wäre die angenehme Kölner Fangemeinde zu nennen, die in keiner Phase des Spiels die Unterstützung für ihr Team vermissen lies. Auch das Heimspieldebüt der beiden Nördlinger Neuzugänge Derrek Lang und Brian Butch kann als gelungen angesehen werden. Last but not least war es wieder das Nördlinger Publikum, allen voran der Fanclub UN’96, der das Heimspieljahr 2008 mit vorweihnacht-licher Partystimmung ausklingen lies.
Zu Beginn des für beide Mannschaften so wichtigen Spiels sah es alles andere als gut aus für die Gastgeber. Die Kölner waren es, die Ball und Gegner laufen liessen. Wobei der Gegner, die Rieser, es mit dem Laufen anfangs nicht so hatten. Ziemlich pomadig wirkten die Aktionen des Gastgebers, sodass nach fünf Minuten der Gast mit 14:6 vorne lag. Insbesondere Centerspieler Björn Schoo hatte mit sechs Punkten seine Finger im Kölner Spiel. Da hatte Ty Shaw schon zwei Fouls
Auf Nördlinger Seite fiel einmal mehr Monta McGhee auf.
Mehr als unglücklichen Aktionen im Angriff folgten seine spektakulären Einsätze in Verteidigung und Rebound. Die waren so sehr von Erfolg gekrönt, dass man seinen Eigensinn und die daraus resultierenden Ballverluste in der Offensive beinahe schon wieder vergass. Es bleiben eben nur die schönen Erinnerungen, zu denen auch die für Nördlingen positiven unterdurchschnittlichen 14 Ballverluste im gesamten Spiel gehören. Zum Vergleich: in Bonn waren es deren 24. Insgesamt wirkte die Nördlinger Mannschaft gehemmt. In der Offensive war kaum zusammenhängendes Spiel zu erkennen und die Verteidigungsintensität der Rieser glich eher dem Balzverhalten von Zierschildkröten: Krallenzittern, sonst relativ unerotisch. Entsprechend auch die Werte nach dem ersten Viertel: 12:19 und trotz des guten Einstandes von Brian Butch mit vier Rebounds in dieser Statistik mit 9:10 unterlegen.
Irgendwie unspektakulär waren auch große Teile der zweiten zehn Minuten. Die Kölner spielten ihr Spiel und die Nördlinger schafften es nicht den Hebel umzulegen. Als es nach 16. Minuten 16:25 stand und die Gastgber nur durch vier Freiwurfpunkte zählbares erreichten durften sich schon mal Sorgenfalten in der Hermann-Keßler-Halle verbreiten.
Interessant wurde es endlich in der 17. Minute. Fünf Punkte von Danny Gibson schlossen zum 21:25 auf. Kölns Jamon Gordon und Nördlingens Omari Westley wurden sich dann nicht einig über diverse Verhaltensweisen auf dem Feld und wurden beide mit einem technischen Foul bestraft. Westley, bis dato nur mit vier Pünktchen am Nördlinger Spiel beteiligt, antwortete auf seine Weise. Im nächsten Angriff donnerte der Topscorer der Liga aus dem Stand den Ball in bester Slam-Dunk – Manier durch die Kölner Reuse, dass es den Anschein hatte den Kölnern sei die Spielhose ob der erruptionsartigen Westleyenergie in die Kniekehlen gerutscht. Zwar konnte Zaryon Fereti durch zwei schöne Aktionen noch vier Punkte buchen (18. Min., 23:31), aber die Schockwelle der Westleyaktion war nachhaltig. Innerhalb einer Minute brannten die Kraterboys ein 11:0-Feuerwerk ab und holten sich mit 34:33 im Hurrastil unerwartet den Halbzeitgewinn.
Wer nun glaubte, die Nördlinger legten nach dem Halbzeittglühwein nach, sah sich getäuscht. Zwei Minuten benötigten die Gäste, die, sichtlich erholt, mit ihrem 11:0-Lauf konterten (22.Min. 34:42) ehe erneut Westley punktete. Jetzt allerdings bekamen die Rieser das Geschehen schneller in den Griff. Dabei wurden sie auch durch die ein oder andere Undiszipliniertheit der Kölner unterstützt. Neun Kölner Fouls und lediglich acht Punkte in den restlichen acht Minuten brachten die Gäste um einen möglichen Sieg. Die Nördlinger nutzten dies gnadenlos aus. Westley drehte auf und markierte in diesem Viertel insgesamt neun Punkte. Die Intensität der Rieser wurde vervielfacht und das Publikum tat sein übriges. 56:50 stand es nach drei Vierteln und die Bescherung konnte beginnen. Im letzten Viertel hatten die Gäste aus Köln nicht wirklich eine Chance, taten aber das Ihrige für ein unterhaltsames Schlussviertel. Schöne Punkte auf beiden Seiten aber kaum noch Gefahr für den insgesamt sechsten Nördlinger Sieg im 14. Spiel. Ein unglaubliches Nördlinger Basketballjahr 2008, indem man viele Tiefen aber noch mehr Höhen mit dem Aufstieg, den tollen BBL-Start gegen Ludwigsburg oder den Sieg in Bamberg erleben durfte, geht zu Ende. Es wird in bester Erinnerung bleiben, trotz oder wegen dem letzten Spiel des Jahres nächste Woche in Göttingen…
Pressemitteilung: Giants Nördlingen
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Zu Beginn des für beide Mannschaften so wichtigen Spiels sah es alles andere als gut aus für die Gastgeber. Die Kölner waren es, die Ball und Gegner laufen liessen. Wobei der Gegner, die Rieser, es mit dem Laufen anfangs nicht so hatten. Ziemlich pomadig wirkten die Aktionen des Gastgebers, sodass nach fünf Minuten der Gast mit 14:6 vorne lag. Insbesondere Centerspieler Björn Schoo hatte mit sechs Punkten seine Finger im Kölner Spiel. Da hatte Ty Shaw schon zwei Fouls
Auf Nördlinger Seite fiel einmal mehr Monta McGhee auf.
Mehr als unglücklichen Aktionen im Angriff folgten seine spektakulären Einsätze in Verteidigung und Rebound. Die waren so sehr von Erfolg gekrönt, dass man seinen Eigensinn und die daraus resultierenden Ballverluste in der Offensive beinahe schon wieder vergass. Es bleiben eben nur die schönen Erinnerungen, zu denen auch die für Nördlingen positiven unterdurchschnittlichen 14 Ballverluste im gesamten Spiel gehören. Zum Vergleich: in Bonn waren es deren 24. Insgesamt wirkte die Nördlinger Mannschaft gehemmt. In der Offensive war kaum zusammenhängendes Spiel zu erkennen und die Verteidigungsintensität der Rieser glich eher dem Balzverhalten von Zierschildkröten: Krallenzittern, sonst relativ unerotisch. Entsprechend auch die Werte nach dem ersten Viertel: 12:19 und trotz des guten Einstandes von Brian Butch mit vier Rebounds in dieser Statistik mit 9:10 unterlegen.
Irgendwie unspektakulär waren auch große Teile der zweiten zehn Minuten. Die Kölner spielten ihr Spiel und die Nördlinger schafften es nicht den Hebel umzulegen. Als es nach 16. Minuten 16:25 stand und die Gastgber nur durch vier Freiwurfpunkte zählbares erreichten durften sich schon mal Sorgenfalten in der Hermann-Keßler-Halle verbreiten.
Interessant wurde es endlich in der 17. Minute. Fünf Punkte von Danny Gibson schlossen zum 21:25 auf. Kölns Jamon Gordon und Nördlingens Omari Westley wurden sich dann nicht einig über diverse Verhaltensweisen auf dem Feld und wurden beide mit einem technischen Foul bestraft. Westley, bis dato nur mit vier Pünktchen am Nördlinger Spiel beteiligt, antwortete auf seine Weise. Im nächsten Angriff donnerte der Topscorer der Liga aus dem Stand den Ball in bester Slam-Dunk – Manier durch die Kölner Reuse, dass es den Anschein hatte den Kölnern sei die Spielhose ob der erruptionsartigen Westleyenergie in die Kniekehlen gerutscht. Zwar konnte Zaryon Fereti durch zwei schöne Aktionen noch vier Punkte buchen (18. Min., 23:31), aber die Schockwelle der Westleyaktion war nachhaltig. Innerhalb einer Minute brannten die Kraterboys ein 11:0-Feuerwerk ab und holten sich mit 34:33 im Hurrastil unerwartet den Halbzeitgewinn.
Wer nun glaubte, die Nördlinger legten nach dem Halbzeittglühwein nach, sah sich getäuscht. Zwei Minuten benötigten die Gäste, die, sichtlich erholt, mit ihrem 11:0-Lauf konterten (22.Min. 34:42) ehe erneut Westley punktete. Jetzt allerdings bekamen die Rieser das Geschehen schneller in den Griff. Dabei wurden sie auch durch die ein oder andere Undiszipliniertheit der Kölner unterstützt. Neun Kölner Fouls und lediglich acht Punkte in den restlichen acht Minuten brachten die Gäste um einen möglichen Sieg. Die Nördlinger nutzten dies gnadenlos aus. Westley drehte auf und markierte in diesem Viertel insgesamt neun Punkte. Die Intensität der Rieser wurde vervielfacht und das Publikum tat sein übriges. 56:50 stand es nach drei Vierteln und die Bescherung konnte beginnen. Im letzten Viertel hatten die Gäste aus Köln nicht wirklich eine Chance, taten aber das Ihrige für ein unterhaltsames Schlussviertel. Schöne Punkte auf beiden Seiten aber kaum noch Gefahr für den insgesamt sechsten Nördlinger Sieg im 14. Spiel. Ein unglaubliches Nördlinger Basketballjahr 2008, indem man viele Tiefen aber noch mehr Höhen mit dem Aufstieg, den tollen BBL-Start gegen Ludwigsburg oder den Sieg in Bamberg erleben durfte, geht zu Ende. Es wird in bester Erinnerung bleiben, trotz oder wegen dem letzten Spiel des Jahres nächste Woche in Göttingen…
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