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FORWARD
FORWARD - „Feuervögel“ brauchen neues Nest
Lomax am 10.12.2008 um 11:34
Sollte Phoenix Hagen der Aufstieg in die BBL gelingen, ist der Club auf eine neue Halle angewiesen. Geschäftsführer Oliver Herkelmann prüft derzeit alle Möglichkeiten.Ein Drittel der Saison ist absolviert, und langsam kristallisiert sich an der Spitze der ProA ein Trio heraus, das ohnehin ganz vorne erwartet worden war. Mehr oder weniger offen haben der BBC Bayreuth und der Mitteldeutsche BC ihre Ansprüche auf die Aufstiegsplätze formuliert. Mit Phoenix Hagen gibt es jedoch einen weiteren ehemaligen Erstligisten, der das Potenzial hat, am Ende einer kräftezehrenden Saison ganz oben zu stehen. Coach Ingo Freyer jedenfalls ist optimistisch: „Wir sind tiefer und ausgeglichener besetzt als vergangene Saison, die Spieler nehmen ihre Rollen viel besser an. Dazu haben wir mit Ex-Nationalcenter Bernd Kruel jemanden, der uns speziell in der Defensive die nötige Stabilität gibt.“
Ein Jammer, das Hagen seit Jahren nur im Unterhaus vor sich her dümpelt, denn alles rund um die altehrwürdige Ischelandhalle atmet Basketballgeschichte. 1966 eröffnet, hat seitdem überwiegend das orange Leder das Geschehen in dieser Sporthalle bestimmt. Doch wie das so ist mit Tradition: irgendwann riecht sie muffig. Während Bayreuth und Weißenfels – bis auf den Etat - schon jetzt BBL-Standards bieten, nagt an den stolzen „Feuervögeln“, respektive an der „Ische“, der Zahn der Zeit. Mit einer Kapazität von offiziell 1.650 Plätzen ist sie für Erstliga-Verhältnisse hoffnungslos zu klein. So ist für Geschäftsführer Oliver Herkelmann neben der Zusammenstellung eines konkurrenzfähigen Kaders die Suche nach einer geeigneten Spielstätte jedes Jahr oberste Prämisse. „Wir prüfen in alle Richtungen“, bestätigt Herkelmann. Ins Detail gehen will der ehemalige Profi nicht: „Man muss vorsichtig sein mit dem, was man sagt.“
Herkelmann ist bemüht, keine schlafenden Hunde zu wecken, denn die Hallenproblematik ist in Hagen ein hochsensibles Thema. Noch im Oktober 2007 stand der Neubau einer Halle mit 3.100 Plätzen im Raum. Realisiert werden sollte sie durch Projektentwickler MDC, der in Hagen bereits für das Einkaufszentrum Volme-Galerie verantwortlich zeichnete. Die Kommune sollte sich mit fünf Millionen Euro beteiligen, wurde aber im Sommer diesen Jahres endgültig von der Finanzaufsicht des Regierungsbezirks Arnsberg ausgebremst. „Die Rahmenbedingungen haben sich in der Zwischenzeit komplett geändert – nicht für uns, aber für die Stadt Hagen“, zeigt Phoenix-Aufsichtsrats-Chef Thomas Haensel Verständnis für das Rückrudern der Stadt.
Für den Verein bedeutet das, andere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, sollte am Ende der Saison tatsächlich die sportliche Qualifikation für die BBL herausspringen. „Wenn wir die Chance bekommen, in die 1. Liga aufzusteigen, wollen wir auch alles dafür tun, sie wahrzunehmen“, bekräftigt Herkelmann. Ein Hallenneubau kommt so kurzfristig wohl nicht in Betracht, wohl aber der Ausbau der Ischelandhalle. Dafür benötigt Herkelmann Investoren, denn von der Stadt Hagen ist keine Finanzspritze zu erwarten. „Abwarten. Anfang nächsten Jahres wissen wir mehr“, gibt sich Herkelmann geheimnisvoll. Selbst eine Zeltlösung a la Jena oder einen vorübergehenden Umzug in eine andere Stadt zieht er „für einen überschaubaren Zeitraum“ in Betracht, „vorausgesetzt, die BBL gäbe ihren Segen.“ Offensichtlich hat der Geschäftsführer noch einen Pfeil im Köcher…
JAN FINKEN
Artikel der Dezember-Ausgabe FORWARD
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Ein Jammer, das Hagen seit Jahren nur im Unterhaus vor sich her dümpelt, denn alles rund um die altehrwürdige Ischelandhalle atmet Basketballgeschichte. 1966 eröffnet, hat seitdem überwiegend das orange Leder das Geschehen in dieser Sporthalle bestimmt. Doch wie das so ist mit Tradition: irgendwann riecht sie muffig. Während Bayreuth und Weißenfels – bis auf den Etat - schon jetzt BBL-Standards bieten, nagt an den stolzen „Feuervögeln“, respektive an der „Ische“, der Zahn der Zeit. Mit einer Kapazität von offiziell 1.650 Plätzen ist sie für Erstliga-Verhältnisse hoffnungslos zu klein. So ist für Geschäftsführer Oliver Herkelmann neben der Zusammenstellung eines konkurrenzfähigen Kaders die Suche nach einer geeigneten Spielstätte jedes Jahr oberste Prämisse. „Wir prüfen in alle Richtungen“, bestätigt Herkelmann. Ins Detail gehen will der ehemalige Profi nicht: „Man muss vorsichtig sein mit dem, was man sagt.“
Herkelmann ist bemüht, keine schlafenden Hunde zu wecken, denn die Hallenproblematik ist in Hagen ein hochsensibles Thema. Noch im Oktober 2007 stand der Neubau einer Halle mit 3.100 Plätzen im Raum. Realisiert werden sollte sie durch Projektentwickler MDC, der in Hagen bereits für das Einkaufszentrum Volme-Galerie verantwortlich zeichnete. Die Kommune sollte sich mit fünf Millionen Euro beteiligen, wurde aber im Sommer diesen Jahres endgültig von der Finanzaufsicht des Regierungsbezirks Arnsberg ausgebremst. „Die Rahmenbedingungen haben sich in der Zwischenzeit komplett geändert – nicht für uns, aber für die Stadt Hagen“, zeigt Phoenix-Aufsichtsrats-Chef Thomas Haensel Verständnis für das Rückrudern der Stadt.
Für den Verein bedeutet das, andere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, sollte am Ende der Saison tatsächlich die sportliche Qualifikation für die BBL herausspringen. „Wenn wir die Chance bekommen, in die 1. Liga aufzusteigen, wollen wir auch alles dafür tun, sie wahrzunehmen“, bekräftigt Herkelmann. Ein Hallenneubau kommt so kurzfristig wohl nicht in Betracht, wohl aber der Ausbau der Ischelandhalle. Dafür benötigt Herkelmann Investoren, denn von der Stadt Hagen ist keine Finanzspritze zu erwarten. „Abwarten. Anfang nächsten Jahres wissen wir mehr“, gibt sich Herkelmann geheimnisvoll. Selbst eine Zeltlösung a la Jena oder einen vorübergehenden Umzug in eine andere Stadt zieht er „für einen überschaubaren Zeitraum“ in Betracht, „vorausgesetzt, die BBL gäbe ihren Segen.“ Offensichtlich hat der Geschäftsführer noch einen Pfeil im Köcher…
JAN FINKEN
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