Giants Nördlingen
Mit einem Neuzugang nach Bonn
Lomax am 05.12.2008 um 14:33
Deutliche sechs Punkte trennen den Deutschen Vizemeister Telekom Baskets Bonn von den Giants Nördlingen. Den Versuch der Nördlinger, am Sonntag den Abstand zum Tabellendritten zu verkürzen, werden die Bonner hoffentlich mit einem müden Lächeln quittieren.
Müde hoffentlich deshalb, weil dem Gastgeber möglicherweise noch die 8000km-Reise und das Eurochallengespiel in der Ukraine in den Knochen steckt. Die 84:54-Abfuhr bei Europas östlichster Millionenstadt Perm sollte ebenfalls eher demotivierend wirken. Das wäre dann eine Chance für die Kraterboys, die nach ihrem Sieg vergangenen Samstag gegen Giessen ihre Talfahrt stoppen und wichtige Punkte einfahren konnten. Ansonsten sind die Nordrhein-Westfalen haushoher Favorit der Partie gegen den Tabellendreizehnten aus dem Ries. Den bayerischen Schwaben wird auf jeden Fall noch Center Avi Kazarnovski fehlen.
Zwei Bonner stehen unter den besten 15 Schützen der Liga: der athletische Flügelspieler Brandon Kyle Bowmann mit 16,2 Punkten kam diese Saison an den Rhein. Sein US-Landsmann Winsome Frazier mit 14,8 Punkten hat schon eine Saison in Bonn hinter sich. Aber auch die Giants brauchen sich hier nicht zu verstecken. Omari Westley steht gar auf zweiter Position mit 18,1 Zählern und Osvaldo Jeanty, der sich mit seinen Dreierqualitäten am Sonntag sicherlich einer Sonderbewachung erfreuen darf. Ein Kandidat dafür wäre der Ex-Ludwigsburger Vincent Yarbrough. Der Bonner Neuzugang ist einer der defensivstärksten Spieler der Liga und findet auch noch Zeit, vorne zu punkten. Aber auch an Frazier, letzte Saison fünfbester „Stealer“, muss man erst vorbeikommen.
Überraschend aus Nördlinger Sicht, dass man trotz einer vakanten Centerstelle immer noch eines der besten Reboundteams ist. Mit Monta McGhee und Omari Westley hat man hier geradezu zwei Spezialisten im Kader. Eine Lieblingsdisziplin der Bonner ist das Rebounden nicht. Weniger erfreuliches gibt die Statistik über die Offensive her. Über sieben Punkte mehr erzielen die morgigen Gastgeber, was zur gewagt prophetischen Aussage verleiten kann, dass die Bonner gewinnen. Auch die zweifelhafte Ehre, bei den Turnovers Ligaprimus zu sein veranlasst keinen Rieser zu überschwenglichen Optimismus. Doch Coach Andy Wagner hat schon nach dem Giessenspiel gesagt, er will in Bonn gewinnen. Die gemachten big points und die Rolle des Underdogs lassen den Nördlinger Trainer diese Möglichkeit in Betracht ziehen. Dabei weiss er auch ein kampfstarkes Team hinter sich, dass durchaus als Siegfried an den Rhein fahren kann ohne Angst haben zu müssen als Sissi wieder nach Hause geschickt zu werden.
Ganz klar besitzt der Bonner Trainer Micheal Koch die besseren Einzelspieler und die wesentlich tiefere Bank. Ausser Spielmacher Earl Rowland muss kein Spieler der Telekoms länger als 30 Minuten auf’s Parkett. Diese Zeit nutzt der ehemalige Drache aus Quakenbrück auch mit knapp fünf verwertbaren Zuspielen und 13,4 Punkten. Unangenehme 2,10m stellen sich in Form von Ken Johnson noch dem Vorhaben der Giants in den Weg, einen Überraschungscoup zu landen. Der Bonner Center ist immerhin für 8,5 Punkte gut. Dabei ist sein Spezialgebiet das Blocken seiner Gegenspieler. Hier führt er klar die BBL-interne Tabelle an. Wenn den Giants am Rhein das Wasser nicht bis an den Hals gehen sollte, wäre das schon ein Erfolg. Nasse Füße kann sich der Aufsteiger als Tabellendreizenter schon erlauben. Sollten sie es aber schaffen im Telekom Dome mit seinen durchschnittlich 5000 Zuschauer bei den Baskets für Kommunikationsstörungen zu sorgen und die Bonner in ein Funkloch zu stürzen, wäre das nach den vielen Nördlinger Überraschungen eine neue tolle Geschichte, die man im Schwabenland erzählen kann. Und sie würde sich auch positiv auf den Absatz der neuen Giants-Kalender, erhältlich in der Geschäftststelle der Nördlinger auswirken. Dort können übrigens auch weitere Fanartikel erworben werden.
Krater-Splitter
Eine Neuverpflichtung kann Giants Nördlingen Manager Jürgen Kohl auf der Guardposition vermelden. Derrick DeShawn Lang ist der neue Backup, der Osvaldo Jeanty entlasten soll. Der 1,94 US-Amerikaner ist ein alter Bekannter von Coach Andy Wagner, der mit ihm schon angenehme Zeiten beim FC Bayern verbrachte. Dort erzielte Lang in 20 Spielen der Spielzeit 2005/06 insgesamt 378 Punkte. Nach seinem Abschied aus München verschlug es ihn nach Südamerika. Der 28-jährige Neuzugang gilt als verteidigungsstark und wird bereits am Sonntag im Spiel gegen Bonn zum Einsatz kommen.
Der Fanshop auf der Homepage der Giants Nördlingen www.noerdlinger-basketball.de ist für das Weihnachtsgeschäft gerüstet. Aber auch in der Geschäftsstelle der Giants können Shirts, Kalender und sonstige fanlebensnotwendigen Dinge angeboten. Auch unter Telefon 09081/2505650 werden Aufträge für das Christkind gerne entgegengenommen.
Pressemitteilung: Giants Nördlingen
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Müde hoffentlich deshalb, weil dem Gastgeber möglicherweise noch die 8000km-Reise und das Eurochallengespiel in der Ukraine in den Knochen steckt. Die 84:54-Abfuhr bei Europas östlichster Millionenstadt Perm sollte ebenfalls eher demotivierend wirken. Das wäre dann eine Chance für die Kraterboys, die nach ihrem Sieg vergangenen Samstag gegen Giessen ihre Talfahrt stoppen und wichtige Punkte einfahren konnten. Ansonsten sind die Nordrhein-Westfalen haushoher Favorit der Partie gegen den Tabellendreizehnten aus dem Ries. Den bayerischen Schwaben wird auf jeden Fall noch Center Avi Kazarnovski fehlen.
Zwei Bonner stehen unter den besten 15 Schützen der Liga: der athletische Flügelspieler Brandon Kyle Bowmann mit 16,2 Punkten kam diese Saison an den Rhein. Sein US-Landsmann Winsome Frazier mit 14,8 Punkten hat schon eine Saison in Bonn hinter sich. Aber auch die Giants brauchen sich hier nicht zu verstecken. Omari Westley steht gar auf zweiter Position mit 18,1 Zählern und Osvaldo Jeanty, der sich mit seinen Dreierqualitäten am Sonntag sicherlich einer Sonderbewachung erfreuen darf. Ein Kandidat dafür wäre der Ex-Ludwigsburger Vincent Yarbrough. Der Bonner Neuzugang ist einer der defensivstärksten Spieler der Liga und findet auch noch Zeit, vorne zu punkten. Aber auch an Frazier, letzte Saison fünfbester „Stealer“, muss man erst vorbeikommen.
Überraschend aus Nördlinger Sicht, dass man trotz einer vakanten Centerstelle immer noch eines der besten Reboundteams ist. Mit Monta McGhee und Omari Westley hat man hier geradezu zwei Spezialisten im Kader. Eine Lieblingsdisziplin der Bonner ist das Rebounden nicht. Weniger erfreuliches gibt die Statistik über die Offensive her. Über sieben Punkte mehr erzielen die morgigen Gastgeber, was zur gewagt prophetischen Aussage verleiten kann, dass die Bonner gewinnen. Auch die zweifelhafte Ehre, bei den Turnovers Ligaprimus zu sein veranlasst keinen Rieser zu überschwenglichen Optimismus. Doch Coach Andy Wagner hat schon nach dem Giessenspiel gesagt, er will in Bonn gewinnen. Die gemachten big points und die Rolle des Underdogs lassen den Nördlinger Trainer diese Möglichkeit in Betracht ziehen. Dabei weiss er auch ein kampfstarkes Team hinter sich, dass durchaus als Siegfried an den Rhein fahren kann ohne Angst haben zu müssen als Sissi wieder nach Hause geschickt zu werden.
Ganz klar besitzt der Bonner Trainer Micheal Koch die besseren Einzelspieler und die wesentlich tiefere Bank. Ausser Spielmacher Earl Rowland muss kein Spieler der Telekoms länger als 30 Minuten auf’s Parkett. Diese Zeit nutzt der ehemalige Drache aus Quakenbrück auch mit knapp fünf verwertbaren Zuspielen und 13,4 Punkten. Unangenehme 2,10m stellen sich in Form von Ken Johnson noch dem Vorhaben der Giants in den Weg, einen Überraschungscoup zu landen. Der Bonner Center ist immerhin für 8,5 Punkte gut. Dabei ist sein Spezialgebiet das Blocken seiner Gegenspieler. Hier führt er klar die BBL-interne Tabelle an. Wenn den Giants am Rhein das Wasser nicht bis an den Hals gehen sollte, wäre das schon ein Erfolg. Nasse Füße kann sich der Aufsteiger als Tabellendreizenter schon erlauben. Sollten sie es aber schaffen im Telekom Dome mit seinen durchschnittlich 5000 Zuschauer bei den Baskets für Kommunikationsstörungen zu sorgen und die Bonner in ein Funkloch zu stürzen, wäre das nach den vielen Nördlinger Überraschungen eine neue tolle Geschichte, die man im Schwabenland erzählen kann. Und sie würde sich auch positiv auf den Absatz der neuen Giants-Kalender, erhältlich in der Geschäftststelle der Nördlinger auswirken. Dort können übrigens auch weitere Fanartikel erworben werden.
Krater-Splitter
Eine Neuverpflichtung kann Giants Nördlingen Manager Jürgen Kohl auf der Guardposition vermelden. Derrick DeShawn Lang ist der neue Backup, der Osvaldo Jeanty entlasten soll. Der 1,94 US-Amerikaner ist ein alter Bekannter von Coach Andy Wagner, der mit ihm schon angenehme Zeiten beim FC Bayern verbrachte. Dort erzielte Lang in 20 Spielen der Spielzeit 2005/06 insgesamt 378 Punkte. Nach seinem Abschied aus München verschlug es ihn nach Südamerika. Der 28-jährige Neuzugang gilt als verteidigungsstark und wird bereits am Sonntag im Spiel gegen Bonn zum Einsatz kommen.
Der Fanshop auf der Homepage der Giants Nördlingen www.noerdlinger-basketball.de ist für das Weihnachtsgeschäft gerüstet. Aber auch in der Geschäftsstelle der Giants können Shirts, Kalender und sonstige fanlebensnotwendigen Dinge angeboten. Auch unter Telefon 09081/2505650 werden Aufträge für das Christkind gerne entgegengenommen.
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