ProA

Ulm vor Topspiel in Tübingen

PatrickBateman am 02.01.2003 um 09:16

Diese Schlagzeile wünscht sich ganz Ulm nach dem Spiel am 04.01. von ratiopharm Ulm beim SV03 Tübingen. Und das obwohl der Tübinger Trainer jahrelang das Trikot für Ulm überzog und auch noch immer dort wohnt. Die Ulmer Fans sind seit Wochen heiß auf dieses Spiel. Über 150 Fans haben sich für die Auswärtsfahrt nach Tübingen Tickets besorgt. Dabei wird in dem Spiel sicher keine Vorentscheidung um den Aufstieg fallen. Die Absteiger aus Tübingen war als Topfavorit in die Saison gegangen, aber sehr schnell wurde klar, dass die neu eingekaufte Startruppe die Liga nicht dominieren kann. Empfindliche Niederlagen in Karlsruhe (76:103), Bayreuth (77:90) und Jena (70:67) haben die Tübinger schnell auf den Boden der Tatsachen zurückkommen lassen. Plötzlich waren Karlsruhe und Jena die Favoriten und Tübingen muss versuchen, die Spitze nicht zu weit davoneilen zu lassen.

In Ulm hatte man vor der Saison dagegen Platz 3 als Saisonziel ausgegeben und dies bislang auch bestätigt. In Karlsruhe gab es ohne den Amerikaner BB Waldon eine Niederlage (73:85), dafür war ratiopharm Ulm bislang das einzige Team, das Jena überhaupt und dazu in deren eigener Halle schlagen konnte (80:71). Seit der Verpflichtung des Amerikaners BB Waldon sind die Schwaben nun auch schon seit 6 Spielen ungeschlagen. Dabei hatte es der Spielplan nicht gut mit dem Team von Trainer Rainer Bauer gemeint. In den bisherigen 12 Spielen hatte ratiopharm Ulm lediglich 5 Heimspiele.

Am 04.01. geht es dann im Spiel des Tabellenfünften Tübingen gegen den Tabellendritten Ulm um den Anschluss an die beiden Führenden aus Karlsruhe und Jena. Bislang hat Tübingen 2 Punkte weniger auf der Habenseite, Ulm ist nur eine Niederlage hinter Karlsruhe. In dem Spiel steht sich dann die vielleicht talentierteste erste Fünf der Liga (Durchschnittsalter 22 Jahre) mit der wahrscheinlich erfahrensten und ältesten Starting Line Up der Liga (Durchschnittsalter 30 Jahre) gegenüber. Auf Tübinger Seite erstligaerfahrene Spieler wie Tomasevic, Wintermantel, Callender, auf Ulmer Seite Spieler wie Maksym Shtein, Logi Gunnarsson und BB Waldon, die erst noch auf dem Weg in die 1. Liga sind. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Etats der beiden Mannschaften. Dabei wird sich auch zeigen, ob es erfolgreicher ist, ältere Spieler mit dem Ziel Aufstieg zusammenzukaufen oder junge Spieler zusammenzusuchen, die dann später vielleicht zusammen in der 1. Liga spielen können. In dem Spiel wird es auch ein Aufeinandertreffen der besten Defense der Liga (Ulm 74,8 Punkte) mit der besten Offense (Tübingen 90,5 Punkte) kommen. Und viel wird davon abhängen, ob es Ulms Aufbau Alon Stein gelingt, die Kreise von Radi Tomasevic (20,5 Punkte im Schnitt) nachhaltig einzuengen. Sollte es den Ulmern dann gelingen, sich von der ruppigen Spielweise der Gastgeber nicht einschüchtern und provozieren zu lassen, dann könnte ein Ulmer Sieg durchaus möglich sein. Auch wenn der Favorit jetzt noch Tübingen heisst, die Zukunft gehört den jungen Ulmer Wilden.

Quelle: http://www.zweitebasketballbundesliga.de

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