Regionalliga

Oliver Narr vom Spieler zum neuen Head-Coach

Pucki am 11.11.2008 um 08:41

Der überraschende Abgang von Trainer Georgi Bujukliev vor zwei Wochen, ließ nichts Gutes ahnen für die sportliche Entwicklung bei den Schwenninger Panthers. Doch die Basketballer, die derzeit unter Interims-Coach Oliver Narr und Uli Mönch trainieren, setzten allen Unkenrufen zum Trotz mit gleich drei Siegen in den vergangenen zwei Wochen auf sportlicher Seite erstmal ein deutliches Ausrufe- und Lebenszeichen. Da sich Oliver Narr bereits nach dem ersten Saisonspiel eine langwierige Knieverletzung zuzog und derzeit immer noch an seinem Knie laboriert, schlug Team-Manager Goran Ilic zum damaligen Zeitpunkt als Bujukliev das Team verlies vor, Oliver Narr als Interimscoach abzubestellen. Im Nachhinein sollte sich dies vorerst mal als Geniestreich herauskristallisieren, denn Oliver Narr ist ein Naturtalent und wurde mit seinem neuen Posten als Coach ins kalte Wasser geworfen worden und hat diese Taufe aber sehr schnell bestanden und die Verantwortlichen mit seiner akribischen und fachlich kompetenten Arbeit voll und ganz überzeugt. Nach Gesprächen mit einigen erfahrenen und namhaften Trainern in der vergangenen Woche, entschieden sich die Verantwortlichen letztlich Oliver Narr als Coach für diese Saison zu engagieren. Für viele sogenannte Experten war der in aller Munde so groß propagierte Topfavorit aus Schwenningen nach den beiden frühen Niederlagen bereits abgeschrieben. Abgeschrieben deshalb, weil die zwei Niederlagen ganz sicher vermeidbar waren, aber auch abgeschrieben, weil die Chemie im Team etwas kränkelte. Nun haben die Verantwortlichen aus der Not eine Tugend gemacht und mit Oliver Narr, den Interimscoach, der drei wichtige Spiele gewonnen hat, zum Chefcoach befördert. Warum so weit schwenken, wenn das Gute so nah ist, dachte man sich unter dem Strich. Die work.id Panthers sind absolut im Rennen um die ersten 4 Plätze und auch der Titel ist überhaupt nicht abgeschrieben. Im Gegenteil, jetzt erst recht heißt die Devise der hungrigen Korbjäger vom Neckarursprung. Und wie ernst sie das meinen zeigten sie in den letzten beiden Spielen als zwei wirklich starke Mannschaften aus der Liga in die Knie gezwungen wurden. Das Team ist angekommen und hat dies eindrucksvoll unterstrichen.

Da Oliver nun als Spieler wahrscheinlich nicht mehr zur Verfügung stehen wird und den Panthers auch weiterhin auf der Flügelposition ein großer Mann fehlt, besteht durchaus die Möglichkeit, dass der Regionalligist noch einmal auf dem Transfermarkt tätig wird, um die gewollte Acht-Mann Rotation zu vervollständigen.

Oliver Narr, zuletzt als Spieler und Center der work.id PANTHERS Schwenningen aktiv, kam im Alter von 18 Jahren sehr spät zum Basketball.

Oliver spielte zuerst in der Kreisliga in Singen und wechselte ein halbes Jahr später nach Tuttlingen zum damaligen Oberligisten. Von da aus verschlug es ihn auf Anhieb ein halbes Jahr später nach Freiburg zum USC, wo er 1997 schon im Bundesligakader der Breisgauer stand.

1998 ging Olli für zwei Jahre nach Italien und dort prägte einer der weltbesten Coaches Zeljko Obradovic den gebürtigen Engener. Narr schnürte für Benetton Treviso, eines der besten Teams Europas damals seine Basketballstiefel. Dort war allerdings der Leistungsdruck für den damals noch ziemlich unerfahrenen und ins kalte Wasser geworfenen Narr zu groß und konnte sich nicht durchsetzen, wechselte nach einem Jahr nach Siena. Ein weiteres Jahr später ging es nach Bamberg in die 1. Deutsche Basketball Bundesliga (BBL), wo Narr nach einem halben Jahr das Team wieder verlies und bei Rattelsdorf, damals 2.Liga, anheuerte. Dann ging es ein Jahr nach Freiburg, bevor er 2002 für zwei Jahre in Trier beim Bundesligisten unterschrieb und letztendlich 2004 zur KGJ Schwenningen kam.

Er trainierte nicht zuletzt unter den bekannten Bundesliga Trainer wie Armin Andres, Joe Whelton und Bernard Thompson (einem ehemaligen NBA Profi). Am meisten prägte ihn aber der Serbe Zeljko Obradovic, der langjährige Chef-Coach der jugoslawischen Nationalmannschaft.

Nun haben sich die Panthers mit ihren beeindruckenden Siegen wieder erfolgreich in der Liga zurückgemeldet. Totgesagte leben länger, vielleicht war das nun ein Schlachtruf, die Panthers sind bereit die Liga zu stürmen.

Pressemitteilung: work.id PANTHERS Schwenningen

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