Giants Nördlingen
Die Giants Nördlingen treffen auf Centermacht Oldenburg
Lomax am 07.11.2008 um 12:06
Zehn Prozent ihrer Gesamtfahrstrecke von 13440km der Saison 2008/2009 investieren die Giants Nördlingen am kommenden Spieltag zum Auswärtsspiel bei den EWE Baskets in Oldenburg. Dabei trifft wahrlich ein Riese auf ein Häuflein Zwerge. Nicht nur, dass die Oldenburger zu den echten big men der Liga gehören, auch die Basketballvita des aktuellen Tabellenzweiten ist riesig.
Der ehmalige Oldenburger Turnerbund ist sozusagen ein Gründungsmitglied der Basketballbundesliga. Nach mehreren Berg- und Talfahrten schafft man nach dem dritten Abstieg aus der BBL 1988 den neuerlichen Aufstieg im Jahr 2000 und konnte sich dort bis jetzt etablieren. Seit 2001 heißt man EWE Baskets Oldenburg und die Niedersachsen schreiben mit diesem Sponsor weiter an ihrer Erfolgsstory, die 2008 mit dem Entthronen des damaligen Deutschen Meisters aus Bamberg in den Play Offs und dem folgenden Halbfinalaus gegen den späteren Titelträger aus Berlin seinen Höhepunkt findet.
Während bei den Aufsteigern aus dem Ries vier Spieler im zweistelligen Durchschnitt punkten, sind es in Oldenburg mit dem starken Guardtrio Foster, Paulding und Gardner deren drei. Doch die vier Nördlinger Leistungsträger Westley, Jeanty, Gibson und McGhee stehen auch länger auf dem Feld, was in Spielen mit hoher Intensität ein Nachteil sein kann. Die Gastgeber, die gerade eben erst den Vertrag mit Flügelspieler Jasmin Perkovic (9,7Pkt) verlängert haben, dürften daneben auch einen psychologischen Vorteil haben: in der EuroChallenge haben sie in der zweiten Qualifikationsrunde einen überzeugenden Hinspielsieg gegen Banja Luka gelandet, sind in drei internationalen Spielen ungeschlagen und in der BBL gilt es eine Serie mit vier gewonnen Spielen zu verlängern. Den Nördlingern muss nach drei Niederlagen wieder etwas einfallen, denn nach einem furiosen Auftakt nimmt das Wort „Abstiegskampf“, zwar später als gedacht, aber trotzdem die erwarteten Formen an, auch wenn man noch ein Polster von vier Punkten auf einen solchen Platz hat. Dass nach der Kündigung von Center Dennis und dem freiwilligen Ausscheiden von Lodrick Stewart die Ausgangslage nicht unbedingt besser geworden leuchtet ein.
Trainer Andy Wagner spricht von der „Centermacht Oldenburg“. Herausragender Grund: der Kameruner Ruben Bourntje Bourntje, der mit 2,12mtr den Gesamtschnitt der Baskets auf stattliche 1,99mtr Körpergröße hochschnellen lässt und mit zu den Größten der Liga gehört. Knapp sieben Zähler und Rebounds nennt er sein eigen. Immerhin mit noch 2,07mtr überblickt der Power Forward Milan Majstorovic das Spielfeld.
Allein Avi Kazarnovski könnte ihm mit seinen 2,09mtr in die Augen schauen, so er denn auflaufen kann. Aber mit dem Israeli und Ty Shaw gibt es neuerdings zwei Patienten, deren Genesung länger dauern könnte. Der Preis für ein 90:89-Pokalsieg in Freiburg. Wagner sollte aber auch positive Momente aus dem verlorenen Spiel gegen die Skyliners Frankfurt für seine Mannen gefunden haben, denn die Nördlinger haben da ein tolles Spiel abgeliefert. An diese gezeigte Leistung gilt es möglichst lange anzuknüpfen.
Topscorer beim Tabellenzweiten ist JeKel Foster, einem 1,91mtr großen Spielmacher. 14,9 Punkte schafft er pro Partie. Seine rechte Hand, Rickey Paulding ist mit 1,96mtr als Shooting Guard schon ein Riese auf dieser Position. Er trifft 13,4 Punkte. Zum Vergleich: Nördlingens Danny Gibson ist 1,80mtr., Osvaldo Jeanty 1,83mtr und Joe Tesfaldet 1,88mtr. Knapp 13 Punkte mit knapp 1,80mtr erzielt der dritte Guard der Gastgeber, Jason Gardner.
Wer soll also diese Oldenburger Riesen aufhalten auf Nördlinger Seite? Das anfängliche Glück scheint den Aufsteiger verlassen zu haben. Unnötige und unglückliche Niederlagen, nun zwei Verletzte – wie soll das weitergehen? In Nördlingen ist man allerdings positiv gestimmt. Die Werbung in eigener Sache ist nicht schlecht angelaufen und die Saison bringt noch genügend Gelegenheiten die nötigen Punkte einzufahren. Zudem hat sich das Fernsehen nach dem verlorenen Frankfurtspiel und dem nächsten Heimspiel gegen Berlin auch noch zum Heimspiel gegen Gießen angemeldet. Der Pokalauftritt der Rieser bei den Skyliners in Frankfurt ist in der Fernsehplanung. Der Unterhaltungswert mit den Nördlingern ist also weiterhin vorhanden. Mit beständigem Fleiß und mit dem irgendwann wiederkehrenden nötigen Glück klappt es auch wieder mit den Nördlinger Punkten. Und die kommen, denn eins haben die Nördlinger nie gekonnt: den Kopf in den Sand stecken!
Es wird nochmals auf den Vorverkauf für das Berlinspiel am 16.11.08 hingewiesen. Karten gibt es in der Geschäftsstelle Deininger Str. 23, Tel.: 09081/25 05 65 0.
Pressemitteilung: Giants Nördlingen (Thomas Lambertz)
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Der ehmalige Oldenburger Turnerbund ist sozusagen ein Gründungsmitglied der Basketballbundesliga. Nach mehreren Berg- und Talfahrten schafft man nach dem dritten Abstieg aus der BBL 1988 den neuerlichen Aufstieg im Jahr 2000 und konnte sich dort bis jetzt etablieren. Seit 2001 heißt man EWE Baskets Oldenburg und die Niedersachsen schreiben mit diesem Sponsor weiter an ihrer Erfolgsstory, die 2008 mit dem Entthronen des damaligen Deutschen Meisters aus Bamberg in den Play Offs und dem folgenden Halbfinalaus gegen den späteren Titelträger aus Berlin seinen Höhepunkt findet.
Während bei den Aufsteigern aus dem Ries vier Spieler im zweistelligen Durchschnitt punkten, sind es in Oldenburg mit dem starken Guardtrio Foster, Paulding und Gardner deren drei. Doch die vier Nördlinger Leistungsträger Westley, Jeanty, Gibson und McGhee stehen auch länger auf dem Feld, was in Spielen mit hoher Intensität ein Nachteil sein kann. Die Gastgeber, die gerade eben erst den Vertrag mit Flügelspieler Jasmin Perkovic (9,7Pkt) verlängert haben, dürften daneben auch einen psychologischen Vorteil haben: in der EuroChallenge haben sie in der zweiten Qualifikationsrunde einen überzeugenden Hinspielsieg gegen Banja Luka gelandet, sind in drei internationalen Spielen ungeschlagen und in der BBL gilt es eine Serie mit vier gewonnen Spielen zu verlängern. Den Nördlingern muss nach drei Niederlagen wieder etwas einfallen, denn nach einem furiosen Auftakt nimmt das Wort „Abstiegskampf“, zwar später als gedacht, aber trotzdem die erwarteten Formen an, auch wenn man noch ein Polster von vier Punkten auf einen solchen Platz hat. Dass nach der Kündigung von Center Dennis und dem freiwilligen Ausscheiden von Lodrick Stewart die Ausgangslage nicht unbedingt besser geworden leuchtet ein.
Trainer Andy Wagner spricht von der „Centermacht Oldenburg“. Herausragender Grund: der Kameruner Ruben Bourntje Bourntje, der mit 2,12mtr den Gesamtschnitt der Baskets auf stattliche 1,99mtr Körpergröße hochschnellen lässt und mit zu den Größten der Liga gehört. Knapp sieben Zähler und Rebounds nennt er sein eigen. Immerhin mit noch 2,07mtr überblickt der Power Forward Milan Majstorovic das Spielfeld.
Allein Avi Kazarnovski könnte ihm mit seinen 2,09mtr in die Augen schauen, so er denn auflaufen kann. Aber mit dem Israeli und Ty Shaw gibt es neuerdings zwei Patienten, deren Genesung länger dauern könnte. Der Preis für ein 90:89-Pokalsieg in Freiburg. Wagner sollte aber auch positive Momente aus dem verlorenen Spiel gegen die Skyliners Frankfurt für seine Mannen gefunden haben, denn die Nördlinger haben da ein tolles Spiel abgeliefert. An diese gezeigte Leistung gilt es möglichst lange anzuknüpfen.
Topscorer beim Tabellenzweiten ist JeKel Foster, einem 1,91mtr großen Spielmacher. 14,9 Punkte schafft er pro Partie. Seine rechte Hand, Rickey Paulding ist mit 1,96mtr als Shooting Guard schon ein Riese auf dieser Position. Er trifft 13,4 Punkte. Zum Vergleich: Nördlingens Danny Gibson ist 1,80mtr., Osvaldo Jeanty 1,83mtr und Joe Tesfaldet 1,88mtr. Knapp 13 Punkte mit knapp 1,80mtr erzielt der dritte Guard der Gastgeber, Jason Gardner.
Wer soll also diese Oldenburger Riesen aufhalten auf Nördlinger Seite? Das anfängliche Glück scheint den Aufsteiger verlassen zu haben. Unnötige und unglückliche Niederlagen, nun zwei Verletzte – wie soll das weitergehen? In Nördlingen ist man allerdings positiv gestimmt. Die Werbung in eigener Sache ist nicht schlecht angelaufen und die Saison bringt noch genügend Gelegenheiten die nötigen Punkte einzufahren. Zudem hat sich das Fernsehen nach dem verlorenen Frankfurtspiel und dem nächsten Heimspiel gegen Berlin auch noch zum Heimspiel gegen Gießen angemeldet. Der Pokalauftritt der Rieser bei den Skyliners in Frankfurt ist in der Fernsehplanung. Der Unterhaltungswert mit den Nördlingern ist also weiterhin vorhanden. Mit beständigem Fleiß und mit dem irgendwann wiederkehrenden nötigen Glück klappt es auch wieder mit den Nördlinger Punkten. Und die kommen, denn eins haben die Nördlinger nie gekonnt: den Kopf in den Sand stecken!
Es wird nochmals auf den Vorverkauf für das Berlinspiel am 16.11.08 hingewiesen. Karten gibt es in der Geschäftsstelle Deininger Str. 23, Tel.: 09081/25 05 65 0.
Pressemitteilung: Giants Nördlingen (Thomas Lambertz)
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