Giants Nördlingen
Nördlingen empfängt die New Yorker Phantoms
Lomax am 24.10.2008 um 09:29
Nach der gut verdaulichen fränkischen Schlachtplatte vergangenen Sonntag in Bamberg können die Giants Nördlingen nun mit der Braunschweiger Mumme, einem trinkbaren Braunschweiger Exportschlager aus dem Mittelalter, nachspülen Denn heute Abend schon steht das wahrscheinlich schwierigste Heimspiel der bisherigen Saison ab 19.30Uhr ins Haus. Als Gast verweilen da die New York Phantoms Braunschweig im Ries.
Schwierig deshalb, weil durch den famosen Nördlinger Sieg in Bamberg der Aufsteiger nun mit einer kaum mehr zu steuernden Erwartungshaltung seitens der Fans und Zuschauer konfrontiert wird. Schwierig auch, weil mit den Braunschweigern als letztjähriger Tabellenachter ein Team mit möglichem Play Off-Potential seine Visitenkarte in der Hermann-Keßler-Halle abgibt. Nördlinger Zeitzeugen des „Bamberger Ärcherns“ vergangenen Sonntag dürften sich noch nicht beruhigt haben, das steht der nächste Angriff auf die Herzmuskulatur an. Zwar gelten die Niedersachsen aktuell als das offensiv schwächste Team, doch mit durchschnittlich nur 70 kassierten Punkten steht man in Sachen Verteidigung in einer Linie mit dem deutschen Meister und aktuellen Tabellenführer Alba Berlin. Zudem weiß man seit dem letzten Spieltag an der Oker, dass man Spiele auch in der Verlängerung gewinnen kann. Die Gäste aus Paderborn mussten dies einsehen und zogen mit einer 77:78-Niederlage geschlagen ab.
Um die Nerven der Nördlinger Zuschauer zu schonen – Trainer und Team scheinen ja keine zu haben - sollte man es gar nicht bis zur Verlängerung kommen lassen. Dazu bedarf es aber einer ähnlich guten Verteidigungsleistung wie gegen die Franken letzten Sonntag. Hauptpunktelieferant der ehemaligen Hansestädter ist Dustin Salisbery. Mit 12,4 Punkten liegt der Guard an 31. Stelle der Korbschützenliste. Knapp hinter seiner Wurfleistung liegt mit 11,4 Punkten Center Andrew Drevo. Auf das Duell gegen Nördlingens Varnie Dennis und Avi Karzanovski darf man sich freuen, zumal in der Startaufstellung von Trainerlegende Emir Mutapcic auch der zweite Center, Kyle Visser, auftaucht. Er erzielte im letzten Spiel 16 Punkte und holte sich sechs Abpraller. Bei soviel Größe und Masse wird es dunkel unter den Körben, was den Schützen von aussen entgegenkommen könnte. Spielmacher William Franklin zum Beispiel nützt diesen Umstand mit 10,4 Zählern. Jonathan Levy, aus Ulmer Zeiten noch bekannt im Ries, steuert 8,8 Zähler hinzu. Neuzugang Michael Flowers sollte ebenfalls noch hinzustoßen, ist allerdings erst seit zwei Spielen mit von der Partie. Bis dato musste er aufgrund einer Daumenverletzung pausieren. Zudem darf man Jason Cain, den wuseligen Power Forward der Braunschweiger, nicht unbeobachtet lassen. Mit 8,2 Punkten und vor allem knapp sechs Rebounds pro Spiel kann er die Taktik der Nördlinger Coaches um Andy Wagner gehörig durcheinander wirbeln.
Wie kommt man nun einem Gegner bei, der nicht wie die Bamberger groß und übermächtig erscheint aber mit 4:6 Punkten Rang 12 der Tabelle ziert und besser als die Baskets dasteht? Wie justieren „Mister Overtime“ Andy Wagner und seine Assistenten Phipp Moll und Georg Eichler ihre Helden?
Das scheint bei der Professionalität der Trainer und Mannschaft eher das kleinere Problem zu sein. Spieler wie Osvaldo Jeanty, Carl Mbassa oder Ty Shaw sind erfahren genug, den Sieg in Bamberg zu genießen und sich gleichzeitig konsequent auf das nächste Spiel vorzubereiten. Aber wie geht nun das Publikum damit um? Wird die Leistung der Giants Nördlingen, die in den Medien immer mehr Anklang findet, auch vom Rieser Publikum und Fans honoriert? Kann ein Freitagspiel einen neuen Zuschauerrekord in der Hermann-Keßler-Halle hervorbringen? Und bleiben die Nördlinger weiterhin bescheiden und bodenständig und freuen sich, dass die Saison bisher so gut an Ergebnissen und ohne größere Blessuren verlaufen ist? Das Glück des Tüchtigen war den Giants Nördlingen bisher zweifelsohne hold. Ein Sieg gegen die Braunschweiger ist mindestens genauso wahrscheinlich wie eine Niederlage, zumal mit Andauern der Saison immer weniger Gegner den Fehler machen, die Rieser zu unterschätzen.
Die „Mumme“ heute ist ein Braunschweiger Souvenir und Mitbringsel . Zwei Punkte für die Giants sind in Nördlingen aber lieber gesehen. Bleibt dann aus Nördlinger Sicht zu hoffen, dass man sich nicht verschluckt und dass Schlachtplatte und Mumme genügend Gewicht entwickeln, um manchen zu euphorischen Fan auf dem Boden der Tatsachen zu halten. Zumal es schon am Sonntag zum Gigantentreffen zu den Giants Düsseldorf geht.
Pressemitteilung: Giants Nördlingen (Thomas Lambertz)
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Schwierig deshalb, weil durch den famosen Nördlinger Sieg in Bamberg der Aufsteiger nun mit einer kaum mehr zu steuernden Erwartungshaltung seitens der Fans und Zuschauer konfrontiert wird. Schwierig auch, weil mit den Braunschweigern als letztjähriger Tabellenachter ein Team mit möglichem Play Off-Potential seine Visitenkarte in der Hermann-Keßler-Halle abgibt. Nördlinger Zeitzeugen des „Bamberger Ärcherns“ vergangenen Sonntag dürften sich noch nicht beruhigt haben, das steht der nächste Angriff auf die Herzmuskulatur an. Zwar gelten die Niedersachsen aktuell als das offensiv schwächste Team, doch mit durchschnittlich nur 70 kassierten Punkten steht man in Sachen Verteidigung in einer Linie mit dem deutschen Meister und aktuellen Tabellenführer Alba Berlin. Zudem weiß man seit dem letzten Spieltag an der Oker, dass man Spiele auch in der Verlängerung gewinnen kann. Die Gäste aus Paderborn mussten dies einsehen und zogen mit einer 77:78-Niederlage geschlagen ab.
Um die Nerven der Nördlinger Zuschauer zu schonen – Trainer und Team scheinen ja keine zu haben - sollte man es gar nicht bis zur Verlängerung kommen lassen. Dazu bedarf es aber einer ähnlich guten Verteidigungsleistung wie gegen die Franken letzten Sonntag. Hauptpunktelieferant der ehemaligen Hansestädter ist Dustin Salisbery. Mit 12,4 Punkten liegt der Guard an 31. Stelle der Korbschützenliste. Knapp hinter seiner Wurfleistung liegt mit 11,4 Punkten Center Andrew Drevo. Auf das Duell gegen Nördlingens Varnie Dennis und Avi Karzanovski darf man sich freuen, zumal in der Startaufstellung von Trainerlegende Emir Mutapcic auch der zweite Center, Kyle Visser, auftaucht. Er erzielte im letzten Spiel 16 Punkte und holte sich sechs Abpraller. Bei soviel Größe und Masse wird es dunkel unter den Körben, was den Schützen von aussen entgegenkommen könnte. Spielmacher William Franklin zum Beispiel nützt diesen Umstand mit 10,4 Zählern. Jonathan Levy, aus Ulmer Zeiten noch bekannt im Ries, steuert 8,8 Zähler hinzu. Neuzugang Michael Flowers sollte ebenfalls noch hinzustoßen, ist allerdings erst seit zwei Spielen mit von der Partie. Bis dato musste er aufgrund einer Daumenverletzung pausieren. Zudem darf man Jason Cain, den wuseligen Power Forward der Braunschweiger, nicht unbeobachtet lassen. Mit 8,2 Punkten und vor allem knapp sechs Rebounds pro Spiel kann er die Taktik der Nördlinger Coaches um Andy Wagner gehörig durcheinander wirbeln.
Wie kommt man nun einem Gegner bei, der nicht wie die Bamberger groß und übermächtig erscheint aber mit 4:6 Punkten Rang 12 der Tabelle ziert und besser als die Baskets dasteht? Wie justieren „Mister Overtime“ Andy Wagner und seine Assistenten Phipp Moll und Georg Eichler ihre Helden?
Das scheint bei der Professionalität der Trainer und Mannschaft eher das kleinere Problem zu sein. Spieler wie Osvaldo Jeanty, Carl Mbassa oder Ty Shaw sind erfahren genug, den Sieg in Bamberg zu genießen und sich gleichzeitig konsequent auf das nächste Spiel vorzubereiten. Aber wie geht nun das Publikum damit um? Wird die Leistung der Giants Nördlingen, die in den Medien immer mehr Anklang findet, auch vom Rieser Publikum und Fans honoriert? Kann ein Freitagspiel einen neuen Zuschauerrekord in der Hermann-Keßler-Halle hervorbringen? Und bleiben die Nördlinger weiterhin bescheiden und bodenständig und freuen sich, dass die Saison bisher so gut an Ergebnissen und ohne größere Blessuren verlaufen ist? Das Glück des Tüchtigen war den Giants Nördlingen bisher zweifelsohne hold. Ein Sieg gegen die Braunschweiger ist mindestens genauso wahrscheinlich wie eine Niederlage, zumal mit Andauern der Saison immer weniger Gegner den Fehler machen, die Rieser zu unterschätzen.
Die „Mumme“ heute ist ein Braunschweiger Souvenir und Mitbringsel . Zwei Punkte für die Giants sind in Nördlingen aber lieber gesehen. Bleibt dann aus Nördlinger Sicht zu hoffen, dass man sich nicht verschluckt und dass Schlachtplatte und Mumme genügend Gewicht entwickeln, um manchen zu euphorischen Fan auf dem Boden der Tatsachen zu halten. Zumal es schon am Sonntag zum Gigantentreffen zu den Giants Düsseldorf geht.
Pressemitteilung: Giants Nördlingen (Thomas Lambertz)
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