Köln 99ers

99ers und Danilo Smigic einigen sich auf Vertragsauflösung

Pucki am 23.10.2008 um 15:44

Die Köln 99ers und Danilo Smigic haben sich auf die Auflösung des bis zum Ende der Saison laufenden Vertrages geeinigt. Der Slowene wird damit bereits am Freitag nicht mehr zum Aufgebot von Drasko Prodanovic gehören. Im Juni verpflichtet, konnte der 23-jährige sein Potential aufgrund von Verletzungsproblemen in der Vorbereitung nie wirklich abrufen und kam damit nur zu sporadischen Einsätzen für den Deutschen Meister von 2006. Jetzt einigte man sich auf die vorzeitige Vertragsauflösung.

„Wir haben Danilo im Sommer verpflichtet, weil wir von seinem Potential überzeugt waren und ihm mit unserem Programm helfen wollten, gemeinsam mit uns eine positive Entwicklung zu nehmen. Verletzungsprobleme in der Vorbereitung verhinderten dies allerdings und so konnte Danilo nie die Rolle spielen, die wir uns von ihm erhofft haben. Mit diesem gemeinsam Schritt haben wir für beide Partieen die fairste Lösung gefunden“, so Geschäftsführer Stephan Baeck.

Eine weitere Verpflichtung eines Guards halten sich die Köln 99ers offen und werden in den nächsten Tagen den Markt nach Spielern auf dieser Position sichten. „Wir wollen auf der Position noch einmal aktiv werden und den Markt dafür gründlich sondieren“, so Baeck zur weiteren Vorgehensweise.

99ers mit Doppelspieltag – erst Gießen, dann zum Derby

Das kommende Wochenende hat es in sich für die 99ers – zunächst geht es am morgigen Freitagabend gegen die LTi Gießen 46ers (TipOff: 20.15 Uhr) und gleich am Sonntag steht das rheinische Derby gegen die Telekom Baskets Bonn vor der Tür. Eine körperliche wie mentale Herausforderung für das Team von Headcoach Drasko Prodanovic. „Gießen ist ein sehr unangenehm zu spielender Gegner, dass mussten die Bonner am vergangenen Wochenende erfahren. Vor eigenem Publikum müssen wir von der ersten bis zur letzten Minute um jeden Ball kämpfen, denn nur so haben wir eine Chance zu gewinnen“, so Headcoach Drasko Prodanovic vor der Partie. „Mit der gleichen Einstellung müssen wir dann auch am Sonntag nach Bonn fahren. Das Derby hat für alle Beteiligten immer eine ganz besondere Bedeutung und setzt Kräfte frei. Wer diese am Sonntag am besten kanalisiert, hat einen vielleicht spielentscheidenden Vorteil“, so der Trainer weiter.

Am vergangenen Sonntag mussten sich die 99ers den Artland Dragons geschlagen geben. Eine Niederlage, die nicht hätte sein müssen, glaubt man dem Geschäftsführer. „Wir waren einfach zu nachlässig mit der Verwertung unserer Chancen in den Schlussminuten und Quakenbrück hat das eiskalt ausgenutzt. Das hat uns am Ende den Sieg gekostet, den wir durchaus hätten verbuchen können. Wir haben das in dieser Woche aufgearbeitet und gehen hoffentlich gestärkt aus dieser Situation hervor“, so Baeck. In der Tat hatten die 99ers alle Chancen auf einen Auswärtserfolg. Nach holpriger erster Halbzeit, kamen die 99ers mit fortlaufender Spielzeit immer besser in die Partie und kämpften sich nach 14-Punkte-Rückstand wieder zurück. Drei Minuten vor Ende gingen die Kölner durch Yassin Idbihi sogar in Führung, verloren am Ende dennoch mit 71:80.

„Wir waren einfach nicht clever genug und die Dragons haben das einfach ausgenutzt. Verärgert waren wir nach dem Spiel und so haben wir dann auch trainiert. Alle brennen auf die beiden Spiele“, so der Nationalspieler. Idbihi war mit 23 Punkten der herausragende Spieler, zeigte in der zweiten Partie nach seiner Rückkehr eine starke Leistung offensiv wie defensiv. Am Wochenende braucht es aber wieder das Kollektiv, um erfolgreich zu sein.

Die Gießen 46ers kommen nach dem ersten Saisonsieg mit breiter Brust nach Köln. Wirtschaftlich scheinen die Probleme überwunden und sportlich konnten die Hessen nach schwierigem Start mit dem 70:67-Erfolg gegen die Telekom Baskets Bonn das erste Erfolgserlebnis feiern. Zu verdanken hatten es die 46ers vor allem ihrem Neuzugang auf der Point Guard-Position Heiko Schaffartzik. Mit einem Rückstand ins 4. Viertel gehend, erzielte er acht der letzten zehn Gießener Punkte in den letzten zwei Spielminuten, inklusive des alles entscheidenden Drei-Punkte-Wurfs mit der Schlusssirene. Neben Schaffartzik war es Michael Umeh mit 16 Punkten und acht Rebounds, der Garant für den Sieg war.

Für die Bonner bedeutete diese Niederlage bereits die Fünfte in Folge (inkl. Eurocup). Nach Siegen gegen Frankfurt und Oldenburg mussten die Telekom Baskets gegen ALBA Berlin, die Artland Dragons und jetzt gegen Gießen geschlagen geben. Auch am Freitag wartet auf die Mannschaft von Michael Koch mit der Auswärtspartie in Tübingen keine leichte Aufgabe. Umso interessanter wird es dann am Sonntag sein, wie sich dieses Zwischentief auf das rheinische Derby auswirkt. Bereits in der Saisonvorbereitung musste man sich den 99ers einmal im Telekom-Dome geschlagen geben, damals bei der offiziellen Saisoneröffnung der Bonner.

Auf Bonner Seite zeigten neben dem Winsome Frazier (14,4 Punkte pro Spiel) vor allem die beiden neuen US-Amerikaner Brandon Kyle Bowman und Earl Jerrod Rowland in den ersten Wochen der Saison die konstantesten Leistungen. Mit 14,4 Punkten bzw. 14,2 Punkten sind beide wichtige Faktoren im Angriffsspiel von Trainer Michael Koch. Das es noch nicht so rund läuft, wie zum Ende der letzten Saison, liegt sicherlich auch an der noch abzuschließenden Integration der Neuzugänge, das Potential der Bonner ist unbestritten. „Bonn hat eine sehr tief besetzte Mannschaft, die ein sicherer Playoff-Kandidat ist. Wie Drasko Prodanovic auf unserer Seite hat auch Michael Koch bereits mehrfach bewiesen, dass er aus Individualspielern ein Team formen kann und das wird ihm auch in diesem Jahr gelingen“, so Stephan Baeck. Auf das Derby freut sich der gebürtige Kölner sehr. „Diese Spiele strahlen immer etwas Besonderes aus. Man merkt diese Energie bei den Fans und den Spielern. In der Vergangenheit haben sich diese beiden Teams schon oft hochklassige Duelle geliefert. Unsere Konzentration gilt zunächst uneingeschränkt dem Gießener Spiel, danach allerdings kann das Derby gerne kommen“, so Baeck.

Der Doppelspieltag steht also an und gegen die LTi Gießen 46ers soll für die 99ers der erste Heimsieg her, bevor es am Sonntag zum ersten offiziellen Derby in der neuen Arena kommt. Jetzt Tickets sichern.

Pressemitteilung: Köln 99ers

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