ProB

TG Renesas Landshut weiter ohne Heimsieg

Pucki am 19.10.2008 um 10:32

Das Warten auf den ersten Heimsieg geht für die Basketballer der TG Renesas Landshut weiter. Auch gegen die proveo Merlins Crailsheim musste die Truppe das Parkett im heimischen Sportzentrum West als Verlierer verlassen – am Ende stand ein 88:96 gegen die „Zauberer“ aus Crailsheim. Ein Erfolg war für die TGler aber in jedem Fall möglich, schließlich hatte man im dritten Viertel schon eine Neun-Punkte-Führung zu verzeichnen.

Doch der Reihe nach: Die erste Hiobsbotschaft hatten die Landshuter schon vor dem Anpfiff zu verkraften. Michael Stockhammer musste die TG Renesas aus beruflichen Gründen verlassen – dabei machte der Deutsche gerade einmal drei Spiele für die Niederbayern. „Michael hatte gehofft hier eine Stelle als Lehrer zu bekommen. Die hat er jetzt aber nicht in Bayern, sondern in Hamburg erhalten, sodass er nicht mehr für uns auflaufen kann“, erklärte Coach Scheinberg. Erneut sorgten also äußere Einflüsse, ähnlich wie bei Niels Matter, dafür, dass ein hoffnungsvoller Spieler die TG schnell wieder verlassen muss. „Wir werden aber in jedem Fall noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden“, kündigt Scheinberg noch eine Verstärkung an und ergänzt: „Wir sind bereits in Gesprächen.“

Im Laufe der Partie wurde eben jene fehlende Tiefe im Kader auch zu einem der zentralen Probleme der Landshuter. Rund 25 Minuten lang lief dabei aus Sicht der Gastgeber noch alles nach Wunsch. Die Scheinberg-Mannschaft zeigte vor rund 500 Zuschauern viel Biss, holte zwischenzeitlich einen Sieben-Punkte-Rückstand auf (20:27) und überzeugte in einer gutklassigen und intensiven Partie sowohl in Sachen offensiver Treffsicherheit, als auch bei der Aggressivität in der Rückwärtsbewegung. So führte man zur Pause auch gar nicht einmal unverdient mit 51:49 – Michael Hoffmann hatte quasi mit der Pausensirene einen Dreier versenkt.

Auch der Beginn des zweiten Abschnitts war durchaus vielversprechend. Fabian Kirchhoff läutete mit einem weiteren Drei-Punkte-Wurf die stärkste Phase der TG ein. Besonders dank eines starken Horace Wormely – der Amerikaner wusste bei seinem Debüt vor allem dank seiner Schnelligkeit und seines ideenreichen Angriffsspiels zu überzeugen – setzte man sich bis auf 68:59 ab. Doch dann funktionierte bei den Hausherren fast gar nichts mehr. Man biss sich an der Zonenverteidigung der Merlins die Zähne aus, traf die wichtigen Würfe nicht und hatte dann auch noch Pech mit den Schiedsrichtern. Nach dem 4.Foul von Jochen Losch soll sich der Landshuter nach seiner Auswechslung unflätig geäußert haben und kassierte obendrauf noch ein technisches Foul. „Das war ein absoluter Witz. Jochen hat etwas zur Bank gesagt und die Schiedsrichterin hat das anders aufgefasst“, erklärte Scheinberg, der nach langen Diskussionen zumindest vermeiden konnte, das Losch mit dem fünften Foul belastet wird. Schließlich trug sich das technische Foul nach seiner Auswechslung zu und musste somit als Bankfoul gewertet werden. Durch die fälligen Freiwürfe gerieten die Dreihelmenstädter mit fünf Punkten in Rückstand und erholten sich davon nicht mehr. „Diese Situation hat uns das Genick gebrochen“, erkannte auch Trainer Scheinberg. Spätestens beim 79:71 nach dem dritten Viertel, Crailsheim hatte diesen Abschnitt mit zehn Punkten Differenz gewonnen, waren die Gäste auf der Siegerstraße und spielten nun auch ihre große mannschaftliche Breite aus. Während Crailsheim wechselte und verschiedene Optionen zog, hatte Landshut kräftemäßig nichts mehr hinzuzusetzen und musste mit ansehen, wie ein überragender John Griffin einen Wurf nach dem anderen versenkte – er kam insgesamt auf 36 Punkte.

„Griffin war der überragende Mann. Zudem hat uns Karim Aw mit seiner Erfahrung in der Abwehr vor große Probleme gestellt“, so Scheinberg, der erkennen musste, dass sein Team in der zweiten Hälfte kein Mittel gegen die agile Zonenverteidigung der Merlins fand.

Auch wenn die TG weiter auf die ersten Heimpunkte in der Pro B warten muss, bleibt die Erkenntnis, dass die Mannschaft definitiv mit allen Teams der Liga mithalten kann. Was fehlt, ist die Konstanz in Offensive und Defensive über die kompletten 40 Minuten sowie eine weitere Personaloption im Kader. Die soll aber nach dem Abgang von Michael Stockhammer auf jeden Fall demnächst gefunden werden.

TG Renesas Landshut: Wormely (12 Korbpunkte/Dreier), Iyanoye, Bondar (12/4) , Kriegereit (4), Kirchhoff (9/1), Virijevic (18), Goderbauer, Forchion (16), Hoffmann (6/2), Losch (11/3).

Pressemitteilung: TG Renesas Landshut

0 Kommentare

 

9 Mitglieder
304 Gäste online

Anmeldung

Benutzeranmeldung

Registrieren

Passwort vergessen?

Schönen-Dunk bei FacebookSchönen-Dunk bei TwitterSchönen-Dunk-Newsfeed BIG - Basketball in Germany

Offiziell

BBL

# T P Diff

ProA

# T P W/L

ProB

Nord

# T P W/L

Süd

# T P W/L

Alternativ

BBL

# T P W/L

ProA

# T P Diff

ProB

Nord

# T P Diff

Süd

# T P Diff
 

Werbung

Werbung