Giants Nördlingen
Es war einmal ...
Lomax am 10.10.2008 um 11:52
Laut Wikipedia handelt es sich bei einem Märchen um frei erfundene Begebenheiten die keinerlei reelle Grundlagen haben. Die Nördlinger Grundlagen sehen aber so aus: heute das Spitzenspiel des ungeschlagenen BBL- Zweiten gegen den Siebten und eine zusätzliche Liveübertragung am 01.11. im Heimspiel gegen die Frankfurter Skyliners, die dritte mit Nördlinger Beteiligung. Nördlingen boomt deutschlandweit und das soll sich nach den Wünschen der Verantwortlichen auch im Rieser-Hexenkessel fortsetzen.
So kann auch die TBB Trier heute nicht als der böse Wolf auftreten und das Nördlinger Märchen beenden, auch wenn sie gewinnen. Denn die Rieser haben mit 6:0 – Punkten märchenhafte Bedingungen geschaffen. Die Trierer allerdings wollen die Serie der Rieser mit 20 Siegen in Folge beenden. Die gegenüber letzter Saison stark umformierte Gästemannschaft starteten mit einem Sieg in Göttingen gut in die BBL-Saison, der sie als Absteiger der letzten Spielzeit nur durch eine Wildcard beiwohnen dürfen. Der Niederlage in Ludwigsburg, Nördlingens Auftaktgegner, folgte ein beachtlicher Sieg zu Hause gegen Paderborn. Mit 85:67 wurden die Baskets nach Hause geschickt - dahin, wo die Rieser sich den Sieg erst in Verlängerung erkämpfen konnten.
Eine Topmarke setzte in diesem Spiel Triers Powerforward Christopher Copeland mit 31 Punkten. Die katapuliteren ihn auch an die Spitze der besten Korbschützen. 25,3 Punkte bringt der US-Amerikaner im Schnitt beim Gegner unter, wobei er momentan mit einer über 54%igen Dreierqoute glänzt. Doch auch seine Werte unter den Körben sind mehr als beachtlich. Ebenfalls immer dabei wenn es ans Punkten geht ist Norman Richardson als Small Forward. Sein Mittel von 14 Zählern ist aus Nördlinger Sicht kein guter Stoff für das Fortführen irgendwelcher Märchen – oder das Schaffen von Nördlinger Fakten. Sonst auch immer dabei ist Guard Jamar Shuler. In den ersten beiden Spielen konnte er zweistellig punkten, gegen Paderborn blieb er allerdings ohne Korb. Mit Maxim Shtein, von den Skyliners Frankfurt an die Mosel gestoßen, bieten die Gäste zudem einen aus Ulmer Zeiten alten Bekannten auf der Centerposition auf.
Lenker des Spiels ist der amerikanische Spielmacher Derek Raivio. 13,7 Punkte und knapp vier Zuspiele pro Spiel sind tolle Werte des letztjährigen Kölners, die die Nördlinger nach unten korrigieren sollten. Auch Tyrone Riley und Kapitän James Gillingham gilt es Beachtung zu schenken. X-Faktor bei den Gästen kann Center Georg Evans werden, wenn er denn spielen sollte. Möglicherweise muss er aber noch verletzungsbedingt weiter pausieren.
Der zweifache Pokalsieger aus Trier hat eine sehr variable Mannschaft. Ziel des belgischen Trainers Yves Defraigne und seiner Trierer ist es, möglichst frühzeitig nichts mit dem Abstieg tun zu haben. Dazu sollte man einen Auftsteiger schon schlagen. Die TBB’ler sind seit 18 Jahren im BBL-Geschäft und haben sicherlich aus der letzten Saison ihre Lehren gezogen. Für die Nördlinger Spaßmacher dürfte diese Herausforderung die bisher größte in der so jungen BBL-Geschichte sein.
Geht man allerdings von der Tabellenkonstellation aus kann es sehr leicht zu Fehleinschätzungen kommen. Nicht die ungeschlagenen Nördlinger, Trier muss als der Favorit angesehen werden, der den Kraterbasketballern sicherlich noch mehr einheitzen wird als man dies bisher kannte.
In fast allen Einzelwerten liegen die Trierer vor den Nördlingern, lediglich in den Punkten aus der Mitteldistanz und den Rebounds schlägt das Pendel in Richtung Ries aus. Wichtig wird sein, wie gut man Copeland in den Griff bekommt. Er alleine kann es für Trier nicht richten, also gilt auch für die gesamte Nördlinger Abwehr Alarmstufe signalrot, denn Copelands Teamkameraden warten nur auf eine Gelegenheit in die Bresche zu springen.
Auch in diesem Spiel ist ein Sieg der Kraterboys überhaupt keine Pflicht. Er würde das Team um das Trainertrio Andy Wagner, Georg Eichler und Philipp Moll aber einen riesengroßen Schritt Richtung Saisonziel, den Klassenerhalt, bringen. Und er würde zwei Dinge bestätigen: dass in jedem Märchen ein kleines bischen Wahrheit liegt und Nördlinger Märchen öfters gut enden. Für ein gutes Ende benötigen die Giants märchenhafte Unterstützung, auch von außerhalb. Das bedeutet, dass das Ries und die Region gebeten werden, Hilfestellung bei diesem großen Schritt zu leisten. Für diese Hilfestellung sind an der Abendkasse genügend Karten zwischen 10 Euro (Stehplatz ermässigt) und 20 Euro (A-Kategorie Normalzahler) hinterlegt. Kinder und Jugendliche von neun bis 17 Jahren zahlen 5 Euro, jeweils zzgl. der Systemgebühr. Und wenn die Giants gewonnen haben stehen sie immer noch da oben. Was für eine märchenhafte Ausgangsbasis…
Pressemitteilung: Giants Nördlingen (Thomas Lambertz)
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So kann auch die TBB Trier heute nicht als der böse Wolf auftreten und das Nördlinger Märchen beenden, auch wenn sie gewinnen. Denn die Rieser haben mit 6:0 – Punkten märchenhafte Bedingungen geschaffen. Die Trierer allerdings wollen die Serie der Rieser mit 20 Siegen in Folge beenden. Die gegenüber letzter Saison stark umformierte Gästemannschaft starteten mit einem Sieg in Göttingen gut in die BBL-Saison, der sie als Absteiger der letzten Spielzeit nur durch eine Wildcard beiwohnen dürfen. Der Niederlage in Ludwigsburg, Nördlingens Auftaktgegner, folgte ein beachtlicher Sieg zu Hause gegen Paderborn. Mit 85:67 wurden die Baskets nach Hause geschickt - dahin, wo die Rieser sich den Sieg erst in Verlängerung erkämpfen konnten.
Eine Topmarke setzte in diesem Spiel Triers Powerforward Christopher Copeland mit 31 Punkten. Die katapuliteren ihn auch an die Spitze der besten Korbschützen. 25,3 Punkte bringt der US-Amerikaner im Schnitt beim Gegner unter, wobei er momentan mit einer über 54%igen Dreierqoute glänzt. Doch auch seine Werte unter den Körben sind mehr als beachtlich. Ebenfalls immer dabei wenn es ans Punkten geht ist Norman Richardson als Small Forward. Sein Mittel von 14 Zählern ist aus Nördlinger Sicht kein guter Stoff für das Fortführen irgendwelcher Märchen – oder das Schaffen von Nördlinger Fakten. Sonst auch immer dabei ist Guard Jamar Shuler. In den ersten beiden Spielen konnte er zweistellig punkten, gegen Paderborn blieb er allerdings ohne Korb. Mit Maxim Shtein, von den Skyliners Frankfurt an die Mosel gestoßen, bieten die Gäste zudem einen aus Ulmer Zeiten alten Bekannten auf der Centerposition auf.
Lenker des Spiels ist der amerikanische Spielmacher Derek Raivio. 13,7 Punkte und knapp vier Zuspiele pro Spiel sind tolle Werte des letztjährigen Kölners, die die Nördlinger nach unten korrigieren sollten. Auch Tyrone Riley und Kapitän James Gillingham gilt es Beachtung zu schenken. X-Faktor bei den Gästen kann Center Georg Evans werden, wenn er denn spielen sollte. Möglicherweise muss er aber noch verletzungsbedingt weiter pausieren.
Der zweifache Pokalsieger aus Trier hat eine sehr variable Mannschaft. Ziel des belgischen Trainers Yves Defraigne und seiner Trierer ist es, möglichst frühzeitig nichts mit dem Abstieg tun zu haben. Dazu sollte man einen Auftsteiger schon schlagen. Die TBB’ler sind seit 18 Jahren im BBL-Geschäft und haben sicherlich aus der letzten Saison ihre Lehren gezogen. Für die Nördlinger Spaßmacher dürfte diese Herausforderung die bisher größte in der so jungen BBL-Geschichte sein.
Geht man allerdings von der Tabellenkonstellation aus kann es sehr leicht zu Fehleinschätzungen kommen. Nicht die ungeschlagenen Nördlinger, Trier muss als der Favorit angesehen werden, der den Kraterbasketballern sicherlich noch mehr einheitzen wird als man dies bisher kannte.
In fast allen Einzelwerten liegen die Trierer vor den Nördlingern, lediglich in den Punkten aus der Mitteldistanz und den Rebounds schlägt das Pendel in Richtung Ries aus. Wichtig wird sein, wie gut man Copeland in den Griff bekommt. Er alleine kann es für Trier nicht richten, also gilt auch für die gesamte Nördlinger Abwehr Alarmstufe signalrot, denn Copelands Teamkameraden warten nur auf eine Gelegenheit in die Bresche zu springen.
Auch in diesem Spiel ist ein Sieg der Kraterboys überhaupt keine Pflicht. Er würde das Team um das Trainertrio Andy Wagner, Georg Eichler und Philipp Moll aber einen riesengroßen Schritt Richtung Saisonziel, den Klassenerhalt, bringen. Und er würde zwei Dinge bestätigen: dass in jedem Märchen ein kleines bischen Wahrheit liegt und Nördlinger Märchen öfters gut enden. Für ein gutes Ende benötigen die Giants märchenhafte Unterstützung, auch von außerhalb. Das bedeutet, dass das Ries und die Region gebeten werden, Hilfestellung bei diesem großen Schritt zu leisten. Für diese Hilfestellung sind an der Abendkasse genügend Karten zwischen 10 Euro (Stehplatz ermässigt) und 20 Euro (A-Kategorie Normalzahler) hinterlegt. Kinder und Jugendliche von neun bis 17 Jahren zahlen 5 Euro, jeweils zzgl. der Systemgebühr. Und wenn die Giants gewonnen haben stehen sie immer noch da oben. Was für eine märchenhafte Ausgangsbasis…
Pressemitteilung: Giants Nördlingen (Thomas Lambertz)
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