Giants Nördlingen
Erste Sahne im Ries
Lomax am 24.09.2008 um 21:42
Als Familie Waltraut und Klaus Güntert ihren Urlaub wegen dem Erstligaauftakt „ihrer“ Nördlinger Basketballer verschoben war ihnen noch nicht klar, was an diesem vergangenen Samstagabend auf sie zukam. Auch als Hans-Jörg Lange seinen Geburtstag dem Match der Giants gegen die EnBw Ludwigsburg unterordnete, konnte man dies lediglich der ungeheuren Euphorie im Ries zuschreiben. Nach dem überraschend klaren und hoch verdienten 75:56-Sieg der Giants gegen den Favoriten aus Württemberg wird manch Wochenendplanung nun neu gemacht werden und Günterts und Langes wussten warum man die Prioritäten auf Basketball setzte.Spätestens als um 19.30Uhr zum Sprungball angetreten wurde wussten Helfer und Verantwortliche, wofür man sich abgemüht hatte. Zwar war die Halle nicht ganz ausverkauft, dennoch herrschte eine gigantische Stimmung. Herr der Ränge waren aber die Aufsteiger von UN’96, dem Nördlinger Fanclub mit einer einmaligen Choreographie.
Abgesehen von dem späteren förmlichen „Blow-Out“ der Giants war der Start für die Rieser ideal. Omari Westley spielte auf wie in alten PRO-A Zeiten, Danny Gibson und der Topscorer des Abendes, Osvaldo Jeanty (23 Pkt.), reihten sich in den Sturmlauf ein. Die Gäste konnten den wie vom Flitzebogen losgelassenen Kraterbasketballern nichts entegegensetzen (9:2, 5. Min.). Als dann auch noch der sehr gut aufgelegte Nördlinger Center Varnie Dennis von jenseits der Dreipunktlinie einen lockeren Wurf durch die Reuse schickte, brachen bereits in der siebten Minute alle Dämme. 16:6 und nach einem folgenden Dreier von Osvaldo Jeanty gar 19:6 nennt man wohl einen guten Start-aus Nördlinger Sicht. Nach dem ersten Viertel (25:13) zogen die Gäste dann erwartungsgemäß an. Wesentlich aggresiver in der Verteidigung kamen die Giants erst in der 14. Minute zu ihren ersten Punkten durch einen Dreier von Jeanty. Doch aus dieser einzigen Nördlinger Schwächephase konnten die EnBw’ler kein Kapital schlagen. Im Gegenteil: ein spektakuläres Anspiel von Nördlingens Joe Tesfaldet auf Sprungwunder Omari Westley knapp unter Hallendeckennieveau und es schepperte nicht nur im Netz der Ludwigsburger (15.Min., 35:19). Die Rieser spielten sich nun in einen Rausch und alle Wechselbemühungen seitens Ludwigsburgs Coach Rick Stafford waren umsonst. Am Ende einer sehenswerten ersten Halbzeit stand es 45:30, überraschenderweise für den Aufsteiger.
Vor den Augen eines Großteils der von Familie Moll eingeladenen 72’er- Bundesligamannschaft hörten die Rieser nicht auf, den Favoriten zu ärgern. Aufopferungsvoll wurde verteidigt und die Ludwigsburger Ansätze wieder in Schlagdistanz der Rieser zu kommen endeten beinahe in einer Demontage der Gäste. Die letzten Punkte im dritten Viertel für die Württemberger erzielte Woudstra durch Freiwürfe in der 26. Minute zum 51:39. Die Gastgeber punkteten bis zum 57:39 weiter. Die Verteidigungssysteme wechselten auf Nördlinger Seite wie bei anderen die Wäsche. Mit höchstmöglichem Erfolg. Der hochgehandelte Ludwigsburger Brian Jones allein fabrizierte fünf Ballverluste. Zudem war er bei Jeanty in optimaler Behandlung, wie sich auch die restlichen Ludwigsburger gut aufgehoben fühlen durften bei den Nördlinger Gegenspielern.
Dennoch war man immer noch skeptisch auf Nördlinger Seite. Immerhin waren die Ludwigsburger in der vorletzten Saison noch Halbfinalist in den Play Offs, war Ludwigsburg doch mit Großsponsor, Hallenbau und sonstiger Bundesligaroutine der Favorit. Die Frage war also: wann kam Ludwigsburg und wann kam der Einbruch der Nördlinger? Es ging erstmal so weiter. Die Nördlinger kämpften, rackerten, feuerten sich an und punkteten nach tollen Gemeinschaftsaktionen, egal wer gerade auf dem Feld stand. Man führte deutlich und hörte nicht auf, den Gästen zuzusetzen (35.Min., 65:46, 38.Min.: 69:50) und dann war es soweit. Gut zwei Minuten vor Ende gaben die Ludwigsburger auf, Trainer Stafford machte für seine zweite Garnitur Platz, holte, sichtlich enttäuscht, seine Hoffnungsträger vom Feld. Für Nördlingen hatte bis dahin das Schaulaufen vor feiernden Fans schon längst begonnen. Frecher und krönender Abschluss zugleich der Dreier von Nördlingens Nachwuchsspieler Josef Eichler zum 75:56 Endstand.
Sicherlich war es für die Ludwigsburger eine undankbare Aufgabe als erstes gegen den Aufsteiger ran zu müssen. Sicherlich war es auch die Halle und das Drumherum, was für einen Erstligisten gewöhnungsbedürftig ist. Trotzdem: was die Giants Nördlingen am Samstag ihren Helfern und Zuschauern zeigten, war allererste Sahne und ließ die Mühen im Vorfeld dieser Saison bei allen vergessen. Und bereitete den Günterts einen schönen Urlaubsstart…
Pressemitteilung: Giants Noerdlingen (Thomas Lambertz)
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Abgesehen von dem späteren förmlichen „Blow-Out“ der Giants war der Start für die Rieser ideal. Omari Westley spielte auf wie in alten PRO-A Zeiten, Danny Gibson und der Topscorer des Abendes, Osvaldo Jeanty (23 Pkt.), reihten sich in den Sturmlauf ein. Die Gäste konnten den wie vom Flitzebogen losgelassenen Kraterbasketballern nichts entegegensetzen (9:2, 5. Min.). Als dann auch noch der sehr gut aufgelegte Nördlinger Center Varnie Dennis von jenseits der Dreipunktlinie einen lockeren Wurf durch die Reuse schickte, brachen bereits in der siebten Minute alle Dämme. 16:6 und nach einem folgenden Dreier von Osvaldo Jeanty gar 19:6 nennt man wohl einen guten Start-aus Nördlinger Sicht. Nach dem ersten Viertel (25:13) zogen die Gäste dann erwartungsgemäß an. Wesentlich aggresiver in der Verteidigung kamen die Giants erst in der 14. Minute zu ihren ersten Punkten durch einen Dreier von Jeanty. Doch aus dieser einzigen Nördlinger Schwächephase konnten die EnBw’ler kein Kapital schlagen. Im Gegenteil: ein spektakuläres Anspiel von Nördlingens Joe Tesfaldet auf Sprungwunder Omari Westley knapp unter Hallendeckennieveau und es schepperte nicht nur im Netz der Ludwigsburger (15.Min., 35:19). Die Rieser spielten sich nun in einen Rausch und alle Wechselbemühungen seitens Ludwigsburgs Coach Rick Stafford waren umsonst. Am Ende einer sehenswerten ersten Halbzeit stand es 45:30, überraschenderweise für den Aufsteiger.
Vor den Augen eines Großteils der von Familie Moll eingeladenen 72’er- Bundesligamannschaft hörten die Rieser nicht auf, den Favoriten zu ärgern. Aufopferungsvoll wurde verteidigt und die Ludwigsburger Ansätze wieder in Schlagdistanz der Rieser zu kommen endeten beinahe in einer Demontage der Gäste. Die letzten Punkte im dritten Viertel für die Württemberger erzielte Woudstra durch Freiwürfe in der 26. Minute zum 51:39. Die Gastgeber punkteten bis zum 57:39 weiter. Die Verteidigungssysteme wechselten auf Nördlinger Seite wie bei anderen die Wäsche. Mit höchstmöglichem Erfolg. Der hochgehandelte Ludwigsburger Brian Jones allein fabrizierte fünf Ballverluste. Zudem war er bei Jeanty in optimaler Behandlung, wie sich auch die restlichen Ludwigsburger gut aufgehoben fühlen durften bei den Nördlinger Gegenspielern.
Dennoch war man immer noch skeptisch auf Nördlinger Seite. Immerhin waren die Ludwigsburger in der vorletzten Saison noch Halbfinalist in den Play Offs, war Ludwigsburg doch mit Großsponsor, Hallenbau und sonstiger Bundesligaroutine der Favorit. Die Frage war also: wann kam Ludwigsburg und wann kam der Einbruch der Nördlinger? Es ging erstmal so weiter. Die Nördlinger kämpften, rackerten, feuerten sich an und punkteten nach tollen Gemeinschaftsaktionen, egal wer gerade auf dem Feld stand. Man führte deutlich und hörte nicht auf, den Gästen zuzusetzen (35.Min., 65:46, 38.Min.: 69:50) und dann war es soweit. Gut zwei Minuten vor Ende gaben die Ludwigsburger auf, Trainer Stafford machte für seine zweite Garnitur Platz, holte, sichtlich enttäuscht, seine Hoffnungsträger vom Feld. Für Nördlingen hatte bis dahin das Schaulaufen vor feiernden Fans schon längst begonnen. Frecher und krönender Abschluss zugleich der Dreier von Nördlingens Nachwuchsspieler Josef Eichler zum 75:56 Endstand.
Sicherlich war es für die Ludwigsburger eine undankbare Aufgabe als erstes gegen den Aufsteiger ran zu müssen. Sicherlich war es auch die Halle und das Drumherum, was für einen Erstligisten gewöhnungsbedürftig ist. Trotzdem: was die Giants Nördlingen am Samstag ihren Helfern und Zuschauern zeigten, war allererste Sahne und ließ die Mühen im Vorfeld dieser Saison bei allen vergessen. Und bereitete den Günterts einen schönen Urlaubsstart…
Pressemitteilung: Giants Noerdlingen (Thomas Lambertz)
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