ProA

Drei Deutsche nach Chemnitz – Worenz bleibt

sid am 05.07.2008 um 19:20

Auf der Ligaversammlung am 30. Mai wurde es beschlossen: Zukünftig muss in der Pro-A jederzeit mindestens ein deutscher Spieler auf dem Feld stehen. Diese Tatsache stellt natürlich alle Zweitligisten vor eine neue Herausforderung in der Kaderzusammenstellung und die BV Chemnitz 99 hat reagiert. Mit Waldemar Buchmiller (Nördlingen), Rodney Scruggs (Schalke) und Ralph Schirmer (Weißenfels) können nun gleich drei einheimische Neuzugänge präsentiert werden. Entsprechend zufrieden ist Cheftrainer Torsten Loibl: „Ich bin sehr froh, dass es mit Waldemar, Rodney und Ralph geklappt hat. Deutsche Akteure sind momentan heiß begehrt und wir konnten trotzdem drei gestandene Zweitligaspieler verpflichten, die uns auf jeden Fall weiterhelfen werden.“

Waldemar Buchmiller darf mit 28 Jahren fast schon als alter Hase im Basketballgeschäft bezeichnet werden. Bereits 1999 kam er zu ersten Kurzeinsätzen in der BBL. Insgesamt bestritt der Shooting-Guard 73 Erstligaspiele für Ulm, Bonn und Gießen. Um über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus zu kommen, wechselte Buchmiller 2004 in die zweite Liga zu Braunschweig und wurde umgehend zum Leistungsträger. Die letzten beiden Jahre spielte der 1.95m große Flügel bei den VPV Giants Nördlingen, mit denen er in der abgelaufenen Saison als Pro-A-Meister den Aufstieg in die BBL feiern durfte. Dabei erkämpfte sich Buchmiller hinter den starken US-Guards der Rieser fast 20 Minuten Spielzeit pro Partie, in denen er durchschnittlich 6.6 Punkte und 2 Rebounds markierte. Loibl: „Waldemar ist sehr variabel als Shooting-Guard oder Small-Forward einsetzbar, kann aber im Notfall auch mal den Ball bringen. Seine größte Stärke ist sicherlich sein Distanzwurf.“ Dies belegte Buchmiller auch bei seinem letzten Auftritt in Chemnitz, als er von der Bank kommend mit zwei trockenen Dreiern zum Nördlinger Sieg und der damit einzigen Niederlage der NINERS in der Künze-Ära beitrug.

Mit Rodney Scruggs wechselt ein weiterer Spieler nach Chemnitz, der sich auch schon in der ersten Liga versuchte. „Ich kenne Rodney noch aus meiner früheren Zeit als Landesauswahltrainer. Er galt damals als einer der besten Spieler des 83er Jahrgangs und wurde auch in die Nachwuchsnationalmannschaften berufen. Jedoch kam sein Wechsel in die BBL mit 17 Jahren vielleicht etwas zu früh“, sagt Torsten Loibl. Nach elf BBL-Kurzeinsätzen in zwei Jahren für Giessen und Auftritten beim Kooperationspartner Lich wechselte Scruggs 2002 endgültig in die zweite Liga. Doch auch hier verliefen die ersten Jahre mit Stationen in Rhöndorf, Wolfenbüttel, Krefeld und schließlich wieder Rhöndorf sehr turbulent. Erst mit zunehmendem Alter kehrte bei Scruggs Ruhe ein und er verbrachte die letzten beiden Spielzeiten beim FC Schalke 04. Dort zählte er auch in der abgelaufenen Saison zur festen Rotation seines Teams, spielte im Schnitt über 21 Minuten und erzielte dabei 5.5 Punkte. Loibl: „Rodney ist ein guter Allrounder und kann beide Aufbaupositionen spielen. Außerdem ist er ein sehr emotionaler Spieler, der in bestimmten Phasen das nötige Feuer ins Spiel bringen kann. Ohnehin glaube ich, dass Rodney sein Potential bisher noch nicht ausgeschöpft hat. Deshalb traue ich ihm trotz seiner 25 Jahre noch eine Leistungssteigerung zu.“

Gegenüber Buchmiller und Scruggs darf man Ralph Schirmer getrost noch als junges Talent bezeichnen. Im September wird der 2.03m-Riese gerade mal 22 Jahre alt. Nichtsdestotrotz kann der Centerspieler schon auf 28 Zweitligaeinsätze für den Mitteldeutschen BC zurück blicken. Dabei schaffte Schirmer in der vergangenen Saison den Sprung in die Rotation der Weißenfelser. In 20 Partien durfte er durchschnittlich fast 10 Minuten auf das Feld und kam dabei auf 3.4 Punkte und 1.6 Rebounds. Diese Leistung ist umso beachtlicher, wenn man bedenkt, dass er beim MBC mit Spielern wie Thompson, Buse, Buss und Cardenas um Einsatzzeit kämpfte. In Chemnitz soll Schirmer nun den nächsten Schritt machen und auf beiden großen Positionen Entlastung von der Bank bringen. „Ralph hat eine neue Hearusforderung gesucht und er soll bei uns zum festen Bestandteil des Teams werden. Außerdem hat er in seinem Alter noch viel Entwicklungspotential“, ist Torsten Loibl vom dritten deutschen Neuzugang der NINERS überzeugt.

Während bisher also fünf neue Spieler verpflichtet wurden, konnte man sich nun auch mit Andreas Worenz auf eine Vertragsverlängerung einigen. Der sympathische Österreicher geht somit bereits in seine fünfte Spielzeit bei den NINERS und ist inzwischen dienstältester BV-Akteur. In der abgelaufenen Saison galt Worenz als konstantester Spieler und hatte sich vom sicheren Werfer zum gefährlichen Distanzschützen weiterentwickelt. Darüber hinaus macht sich der 1.97m-Mann seit Jahren mit leidenschaftlicher Defensive bei den Fans beliebt. Loibl: „Ich bin sehr froh, dass sich Andi letztlich für uns und gegen andere lukrative Angebote entschieden hat. Er ist somit der einzige Spieler, der uns aus dem letztjährigen Stammkader erhalten bleiben. Alle anderen Leistungsträger haben den Verein inzwischen verlassen.“ Lediglich Patrick Rülke könnte erneut zum Kreis jener Nachwuchsspieler gehören, die in Zukunft den Kader der ersten Mannschaft ergänzen werden.

Sechs Spieler sind zu diesem Zeitpunkt und vor allem unter diesen Voraussetzungen schon eine beachtliche Anzahl. Dennoch stehen in den nächsten Wochen weitere Neuverpflichtungen an. „Im Idealfall ist das Team bis zum Trainingsauftakt am 1. August komplett. Es wäre aber auch kein Beinbruch, wenn ein, zwei Positionen erst später besetzt werden“, blickt Loibl voraus und vermeidet jede Panik. Schließlich beginnt die Saison der NINERS erst am Freitag, den 3. Oktober, mit einem Heimspiel gegen LTi Lich. Inzwischen steht der komplette Spielplan bis auf die Anwurfzeiten der Partien in Heidelberg und Essen fest. Weil in Zukunft auch die Volleyballdamen der Fighting Kangaroos die Richard-Hartmann-Halle als Spielstätte nutzen werden, kann die BV Chemnitz 99 nur noch 10 von 15 Heimspielen am traditionellen Samstagabend austragen. Abgesehen vom Auftakt gegen Lich werden die anderen vier betroffenen Partien gegen Weißenfels, Heidelberg, Kirchheim und Bayreuth jeweils am Sonntag ausgetragen. Anbei finden Sie einen kompletten Spielplan der NINERS für die Saison 2008/09.

Pressemitteilung: BV Chemnitz 99 (Matthias Pattloch)

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