New Yorker Phantoms Braunschweig

Mit Blick nach vorn zum zurückliegenden Gegner

Pucki am 10.04.2008 um 20:05

Der Stand der Dinge ist folgender: Die New Yorker Phantoms haben zwei Zähler Rückstand auf einen Playoff-Platz. Auf diesem rangieren derzeit die Eisbären Bremerhaven. Den direkten Vergleich konnten sich die Braunschweiger in Hin- und Rückspiel leider nicht sichern, deshalb müssen sie in der Endabrechnung einen Sieg mehr auf dem Konto haben, um an den Norddeutschen vorbeizuziehen. Ein erster Schritt in diese Richtung kann am kommenden Wochenende getan werden, wenn die Phantoms bei der EnBW Ludwigsburg gastieren.

Die Mannschaft von Trainer Silvano Poropat befindet sich derzeit auf dem zwölften Tabellenplatz. Ursprünglich auf Playoff-Kurs sorgten zuletzt sechs Niederlagen in Serie dafür, dass die EnBW aus dem elitären Feld der ersten Acht herausfiel. Nichts desto trotz ist Ludwigsburg nicht auf die leichte Schulter zu nehmen – schon gar nicht in eigener Halle. Der Hauptgrund dafür ist die beachtliche Zahl an gefährlichen Backcourt-Akteuren. Das absolute Prunkstück der Ludwigsburger Guard-Riege ist Brandon Woudstra. Der im Sommer aus Leverkusen gekommene Schütze legt durchschnittlich 16,0 Punkte und 3,7 Assists pro Partie auf. Darüber hinaus greift er für einen Spieler seiner Größe (1,91m) beachtliche 4,5 RpS ab. Doch am gefährlichsten ist Woudstra nach wie vor, wenn er jenseits der Dreierlinie den Ball bekommt. Von dort netzt der 27-jährige 39,8 Prozent seiner Würfe ein. Das Woudstra’sche Gesamtpaket macht ihn zu einem heißen Kandidaten für die Wahl zum BBL-MVP. Doch könnte ihn eine unlängst erlittene Gesichtsverletzung im Rennen um die Stimmen zurückwerfen. Gegen Bremerhaven zog sich der Guard einen Jochbeinanbruch zu, weswegen er nach geglückter Operation nun mit einer eingesetzten Titanium-Platte aufläuft. Seine Treffsicherheit scheint darunter nur geringfügig gelitten zu haben – in den letzten zwei Spielen markierte Woudstra 14 und 15 Punkte.

Als immer wichtiger werdender Teil des Teams kristallisiert sich Heiko Schaffartzik (10,7 PpS, 1,7 ApS) heraus. Im Hinspiel gegen die Phantoms stand er erst das zweite Mal unter Coach Poropat auf dem Feld, hat das Team aber zuletzt offensiv getragen. Nach fünf der vergangenen sechs Partien ging der Aufbau als EnBW-Topscorer vom Feld. Seinen Saisonbestwert erzielte der Deutsche erst vor einer Woche mit 24 Zählern gegen Tübingen. Ebenfalls wird die Phantoms-Defense ein Auge auf Ronald Ross haben. Der 25-jährige blieb im Hinspiel mit neun Punkten offensiv unter seinen Möglichkeiten. Im Schnitt kommt er auf gute 14,0 Punkte, 4,0 Rebounds sowie 2,5 Assists pro Spiel.

Nach zwei Auswärtsniederlagen in Folge ist es für die Phantoms an der Zeit, in der Fremde Punkte einzufahren. Grund zum Optimismus bieten dabei der 86:75-Hinspielerfolg, sowie ein zuletzt starker Auftritt in Leverkusen. Um weiter im Playoff-Rennen eine Rolle spielen zu wollen, muss die Truppe von Emir Mutapcic auf Tuchfühlung mit Bremerhaven bleiben. Die Eisbären treffen an diesem Wochenende auf die Bayer Giants.

Samstag, 10.4.2008, 19:30 Uhr: EnBW Ludwigsburg - New Yorker Phantoms

Pressemitteilung: New Yorker Phantoms Braunschweig

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