New Yorker Phantoms Braunschweig
Erster von zwei möglichen (Wochenend-)Siegen
Pucki am 05.04.2008 um 12:36
Zwei Spiele innerhalb von drei Tagen. Zuerst daheim gegen die Walter Tigers Tübingen, dann auswärts bei Rekordmeister Leverkusen. Die New Yorker Phantoms haben ein hartes Wochenend-Programm vor sich. Umso besser, dass sie den ersten Part mit einem 92:66-Sieg über Tübingen erfolgreich gestalten konnten. Gegen Ende der Freitagspartie konnten gar die Starter geschont werden, um für Sonntag frische Beine zu garantieren.
In den ersten Minuten suchten die Mannschaften wenig erfolgreich nach ihrem Rhythmus. Sowohl den Gästen, als auch den Phantoms wollte zunächst nicht viel gelingen (5:5, 3. Minute). Es war Tübingen zuerst vergönnt, mehrere Punkte hintereinander einzustreuen, wobei die Tigers von einigen Braunschweiger Ballverlusten profitierten (5:11, 5. Minute).Die Hausherren drehten den Spieß jedoch postwendend um und revanchierten sich mit einem 8:0-Lauf, der ihnen die Führung einbrachte (13:11, 8. Minute). Nur der stetig besser werdenden Reboundarbeit hatten es die Gastgeber zu verdanken, dass sie sich zum Viertelende etwas absetzen konnten (23:19).
Nach der kurzen Verschnaufpause machte Braunschweig weiter Druck und baute den Vorsprung aus. Bei Tübingen machte sich in dieser Phase deutlich das Fehlen von AJ Moye, aber besonders von dem im ersten Abschnitt erfrischend aufspielenden Jay Thomas bemerkbar (34:27, 15. Minute). Die Anzahl der Ballverluste war immer noch nicht nach dem Geschmack von Phantoms-Headcoach Emir Mutapcic, doch machten seine Schützlinge dieses Manko durch Teamdienlichkeit locker wett. Allein in den zehn Minuten vor der Halbzeitpause verteilten John Allen und Co. fünf Assists, wodurch die Differenz in den zweistelligen Bereich anwuchs (47:37).
Der Vorsprung stagnierte zunächst. Tübingen suchte durch Dreier von Patrick Sparks und Jermaine Anderson zwar den Anschluss, musste jedoch stets den passenden Braunschweiger Konter hinnehmen. (57:46, 26. Minute). Erst als die Tigers zum taktischen Defensiv-Mittel 3-2-Zone griffen änderte sich das Tempo des Spiels entscheidend – allerdings nicht zugunsten der Gäste. Die Ball-Raum-Deckung Tübingens erwies sich als extrem schlüpfrig. Die teils riesigen Lücken nutzte Kyle Visser am besten, der sich direkt am Brett ein ums andere Mal anbot und leichte Punkte markierte (70:53).
War die Stimmung zu diesem Zeitpunkt bei den gut 2.300 Zuschauern in der Volkswagen Halle ohnehin schon gut, so sollte sie sich mit der ersten Aktion des Schlussabschnitts stark in Richtung „brillant“ entwickeln. Denn Jonathan Levy testete einmal mehr die Höhenluft oberhalb von 3,05 und prügelte das Leder derart wuchtig durch die Reuse, dass sich Tigers-Coach Tolga Öngören zu einer Auszeit gezwungen sah. Doch auch diese vermochte den Spielfluss, geschweige denn den Spielwitz der Hausherren nicht im geringsten zu stören (77:53, 32. Minute). Mutapcic konnte seinen Bankspielern großzügigen Auslauf zustehen, was den Startern mit Blick auf das am Sonntag stattfindende Spiel bei den Bayer Giants Leverkusen sehr entgegen kam.
Die New Yorker Phantoms gewinnen mit 92:66 gegen die Walter Tigers Tübingen und bleiben damit weiterhin in Reichweite der Playoffs.
New Yorker Phantoms – Walter Tigers Tübingen 92:66 (23:19, 24:18, 23:16, 22:13)
New Yorker Phantoms:
Wright (15/3), Levy (13), Allen (14/1), Visser (9), Drevo (5/1), Jones (13/3), Cain (15), Schmidt, Khartchenkov, Coleman (7/1), Freese (1), Granz
Walter Tigers Tübingen:
Nixon (3/1), Modersitzki, Merriex (7/1), Thomas (5/1), Katic (12), Gorauskas (1), Perovic, Moye (1), Sparks (21/2), Hulett, Anderson (16/4)
Letzte Ausfahrt Leverkusen
Sonntag, 6.4.2008, 16:00 Uhr: Bayer Giants Leverkusen – New Yorker Phantoms
Sie sollten jeden einzelnen Kilometer der langen Anfahrt genießen. Immerhin ist es für die New Yorker Phantoms – so wie für 16 andere BBL-Teams ebenso – die letzte Fahrt dieser Art. Denn das Burg-Wächter-Castello ist nicht die Wilhelm-Dopatka-Halle, und es wird die traditionsträchtige Spielstätte des Rekordmeisters nie wirklich ersetzen können. So darf man es den Niedersachsen nicht verdenken, wenn am Sonntag auch ein Tick Wehmut bei ihrem Auftritt in rheinischen Gefilden mitschwingt.
Die „Riesen vom Rhein“ wussten bislang bei ihrer „Abschiedstournee“ mehr als zu überraschen und zu überzeugen. Die Mannschaft von Trainer Achim Kuczmann musste im vergangenen Sommer den Weggang von gleich drei Leistungsträgern verkraften. Derrick Allen zog es nach Frankfurt, Brandon Woudstra nach Ludwigsburg und John Goldsberry zu Vize-Meister Quakenbrück. Aber Kuczmann und Assistent Hansi Gnad haben gut rekrutiert und in der weiten Basketballwelt ein paar richtig gute Jungs gefunden, um die 40. Bayer-Saison zu etwas Besonderem werden zu lassen. Und wenn von der Saison 2007/08 die Rede ist, dann geht es auch fast nur um diese. Denn aufgrund ihres Engagements bei der Deutschen Nationalmannschaft stieß das Coaching-Duo erst kurz vor dem ersten Punktspiel zum Team und verliehen ihm den letzten Schliff. Das Ergebnis ist beeindruckend. Auf Tabellenplatz zwei rangierend sind die Playoffs schon lange gesichert, sogar auf ein weiteres Meisterschaftsbanner kann mit Recht geschielt werden. Der Hauptgarant für die jüngsten Erfolge ist die hohe Leistungsdichte innerhalb des Kaders. Alte, erfahrene Recken verrichten ebenso solide ihren Dienst, wie die etwas jüngeren Kerls. Zur altgedienten Riege gehört unter anderem Tyron McCoy, der ganz offensichtlich seine neun Leben noch lange nicht verbraucht hat und in der Farbenstadt einen zweiten Basketball-Frühling erlebt. Der geschmeidige Flügel bringt von der Bank nicht nur Ruhe ins Spiel, sondern ist nebenbei auch noch für 10,4 PpS, 3,9 RpS und 2,6 ApS gut. Auffällig ist, dass unter dem Bayer-Kreuz eine ganze Reihe guter Schützen agieren, die jeden Millimeter Freiraum dazu nutzen, um hochprozentig aus der Distanz ihre Würfe einzunetzen. Mit Brendan Winters (14,4 PpS, 40,8% Dreier), Zack Whiting (7,2 PpS, 43,8%) und Brant Bailey (11,9 PpS, 47,6%) haben die Bayer Giants eine breite Phalanx an Werfern, die stets die volle Aufmerksamkeit der Verteidigung erfordern.
Und genau über diese wollen die New Yorker Phantoms am Sonntag ins Spiel kommen. „Wir können es uns nicht erlauben, nur 20 Minuten gut zu verteidigen“, warnt Emir Mutapcic. „In Leverkusen erwartet uns eine schwere Partie, weswegen wir auf den Punkt genau konzentriert sein müssen.“ Der Phantoms-Coach weiß, dass seine Schützlinge nur wenig Zeit haben, um sich auf die Giants einzustellen. „Durch das Spiel am Freitag gegen Tübingen fehlen uns 24 Stunden Erholung“, so Mutapcic in Anlehnung an Leverkusens Pleite gegen Trier vom Donnerstag. „Jedoch konnten wir gegen Tübingen mit einer großen Rotation spielen, sodass noch genug Kraft für den Sonntag da sein sollte.“
Pressemitteilung: New Yorker Phantoms Braunschweig
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In den ersten Minuten suchten die Mannschaften wenig erfolgreich nach ihrem Rhythmus. Sowohl den Gästen, als auch den Phantoms wollte zunächst nicht viel gelingen (5:5, 3. Minute). Es war Tübingen zuerst vergönnt, mehrere Punkte hintereinander einzustreuen, wobei die Tigers von einigen Braunschweiger Ballverlusten profitierten (5:11, 5. Minute).Die Hausherren drehten den Spieß jedoch postwendend um und revanchierten sich mit einem 8:0-Lauf, der ihnen die Führung einbrachte (13:11, 8. Minute). Nur der stetig besser werdenden Reboundarbeit hatten es die Gastgeber zu verdanken, dass sie sich zum Viertelende etwas absetzen konnten (23:19).
Nach der kurzen Verschnaufpause machte Braunschweig weiter Druck und baute den Vorsprung aus. Bei Tübingen machte sich in dieser Phase deutlich das Fehlen von AJ Moye, aber besonders von dem im ersten Abschnitt erfrischend aufspielenden Jay Thomas bemerkbar (34:27, 15. Minute). Die Anzahl der Ballverluste war immer noch nicht nach dem Geschmack von Phantoms-Headcoach Emir Mutapcic, doch machten seine Schützlinge dieses Manko durch Teamdienlichkeit locker wett. Allein in den zehn Minuten vor der Halbzeitpause verteilten John Allen und Co. fünf Assists, wodurch die Differenz in den zweistelligen Bereich anwuchs (47:37).
Der Vorsprung stagnierte zunächst. Tübingen suchte durch Dreier von Patrick Sparks und Jermaine Anderson zwar den Anschluss, musste jedoch stets den passenden Braunschweiger Konter hinnehmen. (57:46, 26. Minute). Erst als die Tigers zum taktischen Defensiv-Mittel 3-2-Zone griffen änderte sich das Tempo des Spiels entscheidend – allerdings nicht zugunsten der Gäste. Die Ball-Raum-Deckung Tübingens erwies sich als extrem schlüpfrig. Die teils riesigen Lücken nutzte Kyle Visser am besten, der sich direkt am Brett ein ums andere Mal anbot und leichte Punkte markierte (70:53).
War die Stimmung zu diesem Zeitpunkt bei den gut 2.300 Zuschauern in der Volkswagen Halle ohnehin schon gut, so sollte sie sich mit der ersten Aktion des Schlussabschnitts stark in Richtung „brillant“ entwickeln. Denn Jonathan Levy testete einmal mehr die Höhenluft oberhalb von 3,05 und prügelte das Leder derart wuchtig durch die Reuse, dass sich Tigers-Coach Tolga Öngören zu einer Auszeit gezwungen sah. Doch auch diese vermochte den Spielfluss, geschweige denn den Spielwitz der Hausherren nicht im geringsten zu stören (77:53, 32. Minute). Mutapcic konnte seinen Bankspielern großzügigen Auslauf zustehen, was den Startern mit Blick auf das am Sonntag stattfindende Spiel bei den Bayer Giants Leverkusen sehr entgegen kam.
Die New Yorker Phantoms gewinnen mit 92:66 gegen die Walter Tigers Tübingen und bleiben damit weiterhin in Reichweite der Playoffs.
New Yorker Phantoms – Walter Tigers Tübingen 92:66 (23:19, 24:18, 23:16, 22:13)
New Yorker Phantoms:
Wright (15/3), Levy (13), Allen (14/1), Visser (9), Drevo (5/1), Jones (13/3), Cain (15), Schmidt, Khartchenkov, Coleman (7/1), Freese (1), Granz
Walter Tigers Tübingen:
Nixon (3/1), Modersitzki, Merriex (7/1), Thomas (5/1), Katic (12), Gorauskas (1), Perovic, Moye (1), Sparks (21/2), Hulett, Anderson (16/4)
Letzte Ausfahrt Leverkusen
Sonntag, 6.4.2008, 16:00 Uhr: Bayer Giants Leverkusen – New Yorker Phantoms
Sie sollten jeden einzelnen Kilometer der langen Anfahrt genießen. Immerhin ist es für die New Yorker Phantoms – so wie für 16 andere BBL-Teams ebenso – die letzte Fahrt dieser Art. Denn das Burg-Wächter-Castello ist nicht die Wilhelm-Dopatka-Halle, und es wird die traditionsträchtige Spielstätte des Rekordmeisters nie wirklich ersetzen können. So darf man es den Niedersachsen nicht verdenken, wenn am Sonntag auch ein Tick Wehmut bei ihrem Auftritt in rheinischen Gefilden mitschwingt.
Die „Riesen vom Rhein“ wussten bislang bei ihrer „Abschiedstournee“ mehr als zu überraschen und zu überzeugen. Die Mannschaft von Trainer Achim Kuczmann musste im vergangenen Sommer den Weggang von gleich drei Leistungsträgern verkraften. Derrick Allen zog es nach Frankfurt, Brandon Woudstra nach Ludwigsburg und John Goldsberry zu Vize-Meister Quakenbrück. Aber Kuczmann und Assistent Hansi Gnad haben gut rekrutiert und in der weiten Basketballwelt ein paar richtig gute Jungs gefunden, um die 40. Bayer-Saison zu etwas Besonderem werden zu lassen. Und wenn von der Saison 2007/08 die Rede ist, dann geht es auch fast nur um diese. Denn aufgrund ihres Engagements bei der Deutschen Nationalmannschaft stieß das Coaching-Duo erst kurz vor dem ersten Punktspiel zum Team und verliehen ihm den letzten Schliff. Das Ergebnis ist beeindruckend. Auf Tabellenplatz zwei rangierend sind die Playoffs schon lange gesichert, sogar auf ein weiteres Meisterschaftsbanner kann mit Recht geschielt werden. Der Hauptgarant für die jüngsten Erfolge ist die hohe Leistungsdichte innerhalb des Kaders. Alte, erfahrene Recken verrichten ebenso solide ihren Dienst, wie die etwas jüngeren Kerls. Zur altgedienten Riege gehört unter anderem Tyron McCoy, der ganz offensichtlich seine neun Leben noch lange nicht verbraucht hat und in der Farbenstadt einen zweiten Basketball-Frühling erlebt. Der geschmeidige Flügel bringt von der Bank nicht nur Ruhe ins Spiel, sondern ist nebenbei auch noch für 10,4 PpS, 3,9 RpS und 2,6 ApS gut. Auffällig ist, dass unter dem Bayer-Kreuz eine ganze Reihe guter Schützen agieren, die jeden Millimeter Freiraum dazu nutzen, um hochprozentig aus der Distanz ihre Würfe einzunetzen. Mit Brendan Winters (14,4 PpS, 40,8% Dreier), Zack Whiting (7,2 PpS, 43,8%) und Brant Bailey (11,9 PpS, 47,6%) haben die Bayer Giants eine breite Phalanx an Werfern, die stets die volle Aufmerksamkeit der Verteidigung erfordern.
Und genau über diese wollen die New Yorker Phantoms am Sonntag ins Spiel kommen. „Wir können es uns nicht erlauben, nur 20 Minuten gut zu verteidigen“, warnt Emir Mutapcic. „In Leverkusen erwartet uns eine schwere Partie, weswegen wir auf den Punkt genau konzentriert sein müssen.“ Der Phantoms-Coach weiß, dass seine Schützlinge nur wenig Zeit haben, um sich auf die Giants einzustellen. „Durch das Spiel am Freitag gegen Tübingen fehlen uns 24 Stunden Erholung“, so Mutapcic in Anlehnung an Leverkusens Pleite gegen Trier vom Donnerstag. „Jedoch konnten wir gegen Tübingen mit einer großen Rotation spielen, sodass noch genug Kraft für den Sonntag da sein sollte.“
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