Eisbären Bremerhaven

Showdown in der Kuhberg-„Hölle“

Pucki am 03.04.2008 um 15:48

Den Eisbären Bremerhaven steht der erste von zwei Doppelspieltagen im Endspurt in der Basketball-Bundesliga (BBL) ins Haus. Nach dem hart erkämpften Heimsieg gegen die Köln 99ers am vergangenen Wochenende müssen die Seestädter am Freitag (19 Uhr, Kuhberghalle) zunächst beim Tabellenelften ratiopharm Ulm antreten. Keine 48 Stunden später ist der abstiegsbedrohte TBB Trier in Bremerhaven zu Gast (Sonntag, 16 Uhr, Stadthalle).

Während das Heimspiel gegen die im Kampf um den Klassenerhalt zum Siegen verdammten Moselstädter zwar unangenehm ist, von der Papierform her aber unter die Kategorie „Pflichtaufgabe“ fällt, ist die Partie auf dem Ulmer Kuhberg ein ganz heißes Eisen. Beide Mannschaften trennen im Kampf um die begehrten Playoff-Ränge nur zwei Minuspunkte. Mit einem Sieg könnten die Schwaben die derzeit achtplatzierten Bremerhavener in der Tabelle überflügeln. Beste Voraussetzungen für ein spannendes Basketball-Spiel.

Vier Siege in Folge konnten die Truppe von Trainer Michael Taylor zuletzt einfahren. Darunter der 94:90-Paukenschlag bei Tabellenführer ALBA Berlin. Nach einer kleinen Durststrecke zu Beginn der Rückrunde ist die heimische Kuhberghalle wieder zur eisernen Ulmer Festung geworden. Das verdeutlichen die klaren Heimsiege gegen die Playoff-Anwärter aus Leverkusen (105:87) und Köln (84:61). Die offensivstarken Gastgeber - Ulm erzielt mit durchschnittlich 83,6 Zählern die meisten Punkte in der BBL - profitieren die Süddeutschen vor allem von ihrer tief besetzten Starting Five.

Mit Center Brian Lucas, Shooting Guard E.J Gallup und den beiden „Twin Towers“ Konrad Wysocki und Jeff Gibbs punkten vier Akteure regelmäßig zweistellig. Diesem Quartett kaum nach stehen Spielmacher Dru Joyce und Flügelspieler Romeo Travis, in der Regel die erste Option von der Bank. Neben ihrem Hunger auf Körbe zeichnet die Ulmer ein ungemein gutes Händchen für die Rebounds aus. Auch hier sind die Taylor-Schützlinge Ligaspitze. Großen Anteil daran hat das Duo Gibbs/Wysocki. Die beiden Forwards sichern durchschnittlich knapp 20 Abpraller pro Partie, davon fast sieben unter dem offensiven Brett. Die lange Eisbären-Garde um Matt Haryasz und Anthony Tolliver muss sich also besonders warm anziehen.

Die Verteidigung dürfte morgen eine entscheidende Rolle spielen. Sollte es den Eisbären nicht gelingen, die Ulmer Offensivkraft einzudämmen, wird es vermutlich schwer mit einem Erfolg. An Motivation wird es den Gästen nicht mangeln, alle Eisbären-Spieler wissen um die Bedeutung der Partie. Denn mit einem Sieg könnten die Seestädter einen unmittelbaren Konkurrenten vorerst auf Distanz halten. Zudem wäre ein Erfolg in Ulm ein weiterer Schritt in Richtung Playoff-Teilnahme.

Pressemitteilung: Eisbären Bremerhaven

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