Eisbären Bremerhaven

Eisbären ringen die BasCats nieder

Lomax am 19.03.2008 um 22:53

Basketball-Bundesligist Eisbären Bremerhaven hat zum zweiten Mal in Folge das Ticket zum Top-Four in Hamburg gelöst. In einem heiß umkämpften Pokal-Achtelfinale in der Rundturnhalle setzten sich die Bremerhavener mit 80:73 (43:38) gegen den Nordrivalen Cuxhaven BasCats durch. Überragender Akteur in Reihen der Gäste war Center Matt Haryasz, der auf 29 Punkte und 13 Rebounds kam. Ebenfalls zweistellig punkteten Anthony Tolliver (16 Punkte/12 Rebounds), Tony Bobbitt (11) und Zygimantas Jonusas (10).

In der restlos ausverkauften Cuxhavener Rundturnhalle prallten zwei vollkommen unterschiedliche Basketball-Philosophien aufeinander. Während die Gastgeber auf ihr gewohntes "Run and Gun"-Spiel setzten, suchten die Eisbären geduldig den Abschluss und versuchten ihre Größenvorteile auszuspielen. Allerdings hatten die Gäste zunächst Probleme, sich auf das unorthodoxe Cuxhavener Offensiv-Spiel einzustellen. Erst gegen Ende des Auftaktviertels kamen Zygimantas Jonusas & Co besser in Tritt und übernahmen beim Stand von 20:22 erstmals die Führung. Nach 10 Minuten hatten die BasCats die Nase knapp vorn (25:24).

Vor allem der quirlige Danny Gibson bereite den Eisbären Kopfschmerzen. Der Cuxhavener Aufbauspieler punktete zunächst nach Belieben. Vier Punkte in Folge von Jonusas und Matt Haryasz zum 32:35 veranlassten BasCats-Coach Vilmantas Matkevicius nach 15 Minuten zu seiner ersten Auszeit. Die Spielunterbrechung hatte den gewünschten Erfolg, denn die Gastgeber konterten zum 36:35. Bei den Eisbären, die von Beginn an viel durch wechselten, häuften sich in dieser Phase die Fehlwürfe und Ballverluste. Allerdings konnten die BasCats daraus kaum Kapital schlagen. Die Eisbären hingegen machten es besser und erhöhten mit einem Dunking von Matt Haryasz eiskalt zum Pausenstand von 38:43.

Die heimischen Katzen bissen sich in der aggressiven Eisbären-Verteidigung zunehmend fest. Ein 9:2-Lauf, abgeschlossen durch den agilen Haryasz brachte die Gäste erstmals mit 10 Punkten in Führung (42:52), doch die selbstbewussten BasCats ließen sich davon nicht beeindrucken. 6 Zähler in Folge von Jean Francois gestalteten das Spiel umgehend wieder offen. Kurz vor Viertelende vergab Marlon Pompey die große Chance, die Gastgeber an der Freiwurflinie wieder auf zwei Zähler heranzubringen. Doch auch die Eisbären zeigten Schwächen von der Linie. Die Bestrafung folgte prompt: Ein Dreier von Monta McGhee mit der Pausensirene zum 56:57 heizte die Stimmung in der Halle zusätzlich an.

Es kam wie es kommen musste: Das Pokal-Viertelfinale entwickelte sich zu einem echten Basketball-Krimi. Nach 34 Minuten und einem zwischenzeitlichen Lauf der BasCats hatten plötzlich die Eisbären wieder die besseren Aussichten. Vor allem Matt Haryasz war von den Cuxhavenern nie zu stoppen. Drei Freiwürfe von Kapitän Jonusas sorgten für das 63:68, doch McGhee konterte mit einem unglaublichen Dreier zum 67:58. Für die Vorentscheidung sorgte Tony Bobbitt mit einem eiskalten Dreier zum 69:75 eineinhalb Minuten vor dem Ende. Die BasCats mussten nun versuchen, die Uhr zu stoppen. Doch die Eisbären gaben sich an der Linie keine Blöße mehr.

Punkteverteilung Eisbären: Brown 3, Funk 4, Jonusas 10, Doornekamp 1, Timermanis 6, Haryasz 29, Bobbitt 11, Tolliver 16

Beste Werfer Cuxhaven: Gibson 22, McGhee 21, Francois 14, Trice 12

Pressemitteilung: Eisbären Bremerhaven (Boris Butschkadoff)

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