Eisbären Bremerhaven

Bremerhaven stoppt Niederlagenserie mit Sieg gegen Göttingen

Lomax am 16.03.2008 um 22:08

Die Eisbären Bremerhaven sind in der Basketball-Bundesliga zurück in der Erfolgsspur. Nach vier Niederlagen in Folge setzten sich die Seestädter am Sonntag vor 3080 Zuschauern in der Stadthalle Bremerhaven mit 91:78 (39:35) gegen den Tabellennachbarn BG 74 Göttingen durch und machten im Kampf um die Playoff-Ränge Boden gut. Erfolgreichste Werfer in Reihen der Gastgeber waren Brian Brown (23 Punkte), Zygimantas Jonusas (16), Ivars Timermanis (15) und Matt Haryasz (18).

Die Eisbären hielten sich an die Marschroute von Trainer Sarunas Sakalauskas und übernahmen sofort die Initiative. Ein Dreier von Anthony Tolliver eröffnete das Spiel, nach drei Minuten und zwei energischen Korblegern von Kapitän Zygimantas Jonusas hieß es bereits 11:2 für die Gastgeber. Vom viel zitierten Göttinger "Guard-Terror" war zunächst nur wenig zu sehen. Die Gäste taten sich mit der variablen Verteidigung der Eisbären deutlich schwerer als umgekehrt. Nach einem technischen Foul gegen BG-Trainer John Patrick kurz vor der ersten Viertelpause verwandelte Anthony Tolliver die fälligen Freiwürfe sicher zum 20:10. Zwischenstand nach 10 Minuten: 21:12.

Auch das zweite Viertel begann aus Sicht der Eisbären vielversprechend. Brian Brown erhöhte von der Freiwurflinie auf 25:12, doch Göttingens Ben Jacobson konterte umgehend mit einem Dreier. Die deutliche Führung der Gastgeber hatte zunächst Bestand, weil Eisbären-Center Matt Haryasz mehrfach seine Größenvorteile unter dem Göttinger Brett ausnutzte. Dank zweier Dreier in Folge von Jeb Ivey und Jacobson tankten die "Veilchen" jedoch neues Selbstvertrauen. Nach zwei weiteren erfolgreichen Distanzwürfen von Ivey und Willie Jenkins stand es plötzlich nur noch 31:26. Während die Göttinger offensiv immer besser ins Rollen kamen und viele zweite Chancen in Punkte ummünzten, hatten die Eisbären beim Abschluss zunehmend Probleme. Der Hauptgrund für den knappen Pausenstand von nur noch 39:35.

Das Manko der Eisbären blieb auch nach der Halbzeit die miserable Trefferquote von der Dreierlinie. Von "draußen" ging über weite Strecken so gut wie nichts, Punkte fielen in dieser Phase hauptsächlich nach Schnellangriffen oder in Person von Matt Haryasz. Der Eisbären-Center hatte ebenso wie Zygi Jonusas großen Anteil daran, dass die Gastgeber Mitte des dritten Spielabschnitts wieder mit 10 Punkten vorn lagen. Jonusas hatte allerdings wie schon in Bamberg Foulprobleme und musste Anfang des Schlussviertels vom Feld. Nach 30 Minuten stand es 59:51.

Das Fehlen von Jonusas machte sich kaum bemerkbar. Stellvertreter Ivars Timermanis traf zu Beginn des Schlussabschnitts endlich seinen ersten Dreier und auch Brian Brown war aus der Distanz erfolgreich. Nach einem unsportlichen Foul gegen die Gäste nutzte Anthony Tolliver die Chance, um auf 72:60 zu erhöhen. Timermanis, der immer besser wurde, legte zum 74:60 nach. Doch die Eisbären verpassten es, den Sack endgültig zuzumachen. Plötzlich war Göttingen wieder auf 8 Zähler dran. Eisbären-Coach Sakalauskas zog 2'18 Minuten vor dem Ende mit einer Auszeit die Notbremse und hatte damit Erfolg. Im folgenden Angriff verwandelte Ivars Timermanis den vorentscheidenden Dreier zum 79:68. Der Rest war nur noch Formsache.

Punkteverteilung Eisbären: Brown 23, Funk 4, Jonusas 16, Lipke 4, Doornekamp 2, Timermanis 15, Haryasz 18, Tolliver 9

Beste Werfer Göttingen: Ivey 20, Brooks 18, Jacobson 16, Jenkins 14

Pressemitteilung: Eisbären Bremerhaven (Boris Butschkadoff)

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