Eisbären Bremerhaven

Guard-Terror im Eisbärenkäfig

Lomax am 14.03.2008 um 16:38

Am kommenden Sonntag (17 Uhr, Stadthalle Bremerhaven und live bei BBL.TV) starten die Eisbären Bremerhaven den nächsten Anlauf, um in der Basketball-Bundesliga (BBL) zurück in die Erfolgsspur zu finden. Nach zuletzt vier Niederlagen treffen die Seestädter im heimischen Eisbärenkäfig auf Tabellennachbar BG 74 Göttingen. Keine leichte Aufgabe, denn die "Veilchen" kommen mit der Empfehlung von drei Siegen in Folge an die Wesermündung und haben den Gastgebern mit ihrem "Guard-Terror" schon im Hinspiel zugesetzt. Eisbären-Trainer Sarunas Sakalauskas ist dennoch optimistisch, dass der Knoten am Sonntag platzt.

"Wir haben in den vergangenen Tagen viel mit den Spielern gesprochen und ausgiebig Videoanalyse betrieben. Jeder ist gewillt, an seinen Fehlern zu arbeiten und es in Zukunft besser zu machen. Unser größtes Problem derzeit ist die mangelnde Konstanz. Daran müssen wir arbeiten", weiß Sakalauskas. Personell kann der Litauer gegen Göttingen voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen. Abgesehen von einigen kleineren Wehwehchen infolge der englischen Wochen sind alle Spieler fit.

"Die BG spielt wie ein typischer Aufsteiger. Die Euphorie im Team und auch im Göttinger Umfeld ist riesengroß. Die positiven Ergebnisse in der BBL sorgen dafür, dass die Spieler mit viel Selbstvertrauen zur Sache gehen. Gegen eine so aggressive Mannschaft wie Göttingen spielt die Verteidigung eine große Rolle. Wichtig wird sein, dass wir von Beginn an die Initiative übernehmen und Göttingen unter Druck setzen", so Sakalauskas.

Der Begriff "Guard-Terror" ist den Eisbären Bremerhaven spätestens seit dem 21. Januar 2008 geläufig. Denn an diesem Tag wurden die Sakalauskas-Schützlinge von den Göttingern nach einer zwischenzeitlichen 17-Punkte-Führung im Schlussviertel geradezu überrannt und verloren noch mit 73:81. Den überfallartigen Attacken der "Veilchen" fiel zuletzt auch der TBB Trier zum Opfer. Die Moselstädter kassierten in der Göttinger Lokhalle eine 70:79-Niederlage nach Verlängerung und müssen weiter um den Klassenerhalt bangen. Die Südniedersachsen hingegen haben mit dem Abstieg wohl nichts mehr zu tun und rangieren mit 20 Pluspunkten unmittelbar hinter den Eisbären auf Tabellenplatz 12.

Im Hinspiel lief ein Göttinger zu besonders großer Form auf: Scharfschütze Jeb Ivey. 23 Punkte markierte der BG-Topscorer gegen die Eisbären, versenkte eiskalt fünf Dreier. Ähnlich effektiv wie Ivey spielt auch Darren Brooks, der gegen Trier zum wiederholten Male bester Göttinger Werfer war. Den Spielaufbau der "Veilchen" übernimmt in der Regel Kapitän Dwayne Kirkley, der zuletzt jedoch pausieren musste. Für ihn sprangen Jeb Ivey und Neuzugang Ben Jacobson in die Bresche. Ein ebenfalls konstanter Scorer ist Forward Willie Jenkins, der pro Spiel auf 13 Zähler und 7 Rebounds kommt. Die Arbeit unter den Brettern lastet hauptsächlich auf den Schultern von Center David Monds, der je nach Bedarf von Power Forward Jahmar Thorpe, Jason Boone, Routinier Selim Mulic und dem bulligen Michael Schröder unterstützt wird.

Pressemitteilung: Eisbären Bremerhaven (Boris Butschkadoff)

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