New Yorker Phantoms Braunschweig

Gemeinschaftlich eine weiße (Heim-)Weste wahren

Lomax am 22.02.2008 um 09:55

Im Basketball wird nicht selten davon gesprochen, gleich zu Beginn einer Partie ein „Statement“ abzugeben. Ein Zeichen zu setzen, damit der Gegner weiß, was ihn in den kommenden 40 Netto-Minuten erwartet. So lange wollen die New Yorker Phantoms am kommenden Samstag gar nicht erst warten, wenn Science City Jena in der Volkswagen Halle gastiert. Denn schon vor Spielbeginn soll dem Aufsteiger visuell klargemacht werden, dass die Niedersachsen in der Rückrunde daheim keine Punkte hergeben wollen. „Wir bilden eine Gemeinschaft“, so lautet das Saison-Motto der Phantoms. Und gemeinschaftlich werden die Zuschauer die weiße Rückseite der auf den Sitzen bereitliegenden Fanklatschen in die Höhe recken – weiß, wie „weiße Weste“!

Beim Hinspiel Mitte Oktober setzte sich die Mutapcic-Truppe in einer knappen Partie letztlich mit 62:56 durch. Zu dieser Zeit schon gar nicht mehr im Kader Jenas: Adam Moss. Der kantige Center wurde nach nur zwei Spieltagen aus disziplinarischen Gründen entlassen. Seine Lücke, die aus einem potentiellen allabendlichen Double-Double bestand, füllt seither der Anfang November verpflichtete Mark Davis bestens aus. Die Hinzunahme machte sich direkt bemerkbar, als Jena im zweiten Spiel mit dem 2,01m-Brecher gegen Göttingen gewann. Seither ist jedoch erst ein weiterer Sieg hinzugekommen, und so liegt Jena vor dem 21. Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz der Basketball Bundesliga. Vor nicht einmal zwei Wochen trennte sich der Club von Aufstiegs-Coach Björn Harmsen. Sein Nachfolger rekrutiert sich aus dem Kader selbst und agierte bis vor kurzem noch als Edel-Forward: Sean McCaw. Zwar bringt er wegen diverser Jahre Spielpraxis auf hohem Niveau viel Erfahrung und eine gewisse Stressresistenz mit sich, doch werden auf der anderen Seite nicht nur seine 6,6 Punkte und 5,0 Rebounds pro Partie fehlen, sondern auch ein Akteur, der durchschnittlich 25 Minuten auf dem Feld abgespult und viele Dinge getan hat, die nicht in der Statistik auftauchen. Nun werden Davis (14,1 PpS, 7,4 RpS), Allstar Alexander Seggelke (11,2 PpS, 3,8 RpS) und Aufbau Lavelle Felton (11,7 PpS, 3,7 ApS) noch mehr Verantwortung tragen müssen, als sie es bislang ohnehin bereits taten.

Für die Hausherren ist es kein zweites Aufeinandertreffen mit einer bekannten Mannschaft. Zu sehr, zu oft hat sich das Jenenser Personalkarussell seit Saisonbeginn gedreht. „Dies ist eine gefährliche Mannschaft, die durch den Trainerwechsel eine andere Mentalität mitbringen wird“, warnt Emir Mutapcic. „Jena’s Qualität am Tabellenplatz festzumachen wäre unvorsichtig.“ Dies wird der Phantoms-Coach seinen Spielern mit Nachdruck einbläuen. „Wir müssen endlich wieder über 40 Minuten vernünftige Defense spielen und die Schlüsselspieler Jenas kontrollieren.“ Dies gelte besonders für Point Guard Felton, welcher „mit viel Druck dazu gebracht werden soll, dass der Rhythmus gestört wird“ (Mutapcic).

Braunschweig geht mit seinem kompletten Kader in die Partie. Kapitän Domonic Jones, der gegen Bremerhaven noch aufgrund einer Fußverletzung pausieren musste, steht seit Mitte der Woche voll im Training und wird gegen Jena zum Einsatz kommen.

Samstag, 23.2.2008, 19:00 Uhr: New Yorker Phantoms – Science City Jena

Pressemitteilung: New Yorker Phantoms (Jörg Bähren)

0 Kommentare

 

3 Mitglieder
42 Gäste online

Anmeldung

Benutzeranmeldung

Registrieren

Passwort vergessen?

Schönen-Dunk bei FacebookSchönen-Dunk bei TwitterSchönen-Dunk-Newsfeed BIG - Basketball in Germany
 

Werbung

Werbung