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FÜNF: „Big Country“ Bowler

Pucki am 13.02.2008 um 08:49

Auf dem Bonner Hardtberg wandelt eine Reinkarnation des ehemaligen NBA-Centers Bryant Reeves leichtfüßig über das Parkett. John Bowler sei fett, sagt Bonns Assistenztrainer Karsten Schul und fügt an, dass „ihr das ruhig so schreiben könnt“. Eine harte Aussage, aber aktuelle 115 Kilo verteilt auf 2,04 Meter lassen erstens wenig Spielraum für Interpretationen, und zweitens scheint Bowlers Gewicht sein Spiel bisher nicht negativ zu beeinflussen: 9,5 Punkte (51,1 FG%) und 5,7 Rebounds liefert der 23-Jährige in seiner zweiten Saison für die Baskets.

Bereits an der Eastern Michigan University waren seine physischen Eckdaten eher ein Markenzeichen als ein Hindernis. In seinem letzten Jahr erzielte er für die Eagles 20,1 Zähler und angelte sich 10,8 Abpraller im Schnitt. Mit dieser Performance wurde er von den Trainern in der Saison 2005/06 zum besten Center der „Mid American Conference“ gewählt. Trotz aller Kilos ist der Naturbursche Bowler dennoch beweglich und in seinen Bewegungen flüssig. Der Mann aus Chicago ist halt eines dieser Phänomene, die durch ihre gewaltigen Ausmaße anscheinend nicht behindert werden. Ansonsten eher ein ruhiger Typ, kann er in Korbnähe trotz seiner Statur eine enorme Schnelligkeit an den Tag legen. Deshalb sieht Fitness-Fanatiker Schul die Gewichtsfrage auch pragmatisch: „Meinetwegen kann er nach jeder Offseason mit zwei, drei Kilogramm mehr zurückkommen. Selbst mit seinem aktuellen Gewicht kann er mit jedem Center der Liga mithalten.“ Mit Ende zwanzig, so prophezeit Schul, werde es nicht mehr für den Profisport reichen, Bowler werde dann wohl etwas anderes finden müssen.

Bis dahin nutzt der Spaßvogel gegen die anderen Hungerhaken auf der Fünf weiter seinen verlängerten Rücken, um sich eine gute Position in der Zone zu erarbeiten, oder netzt aus der Halbdistanz erfolgreich seinen Jumper ein. Mitte Oktober lieferte er 19 Punkte gegen Jena, Anfang Dezember 13 Rebounds gegen Leverkusen. Da der Big Man zudem fast 75 Prozent von der Freiwurflinie versenkt, ist auch das übliche Hack-a-Center kein Mittel für die Gegner. Es läuft also offensichtlich alles rund für Bowler. „JB hat eben Spaß am Basketball und genauso viel Spaß am Futtern“, erklärt Schul. „Solange sein Körper das mitmacht, ist für uns alles in Ordnung.“


Bowler liebt die mexikanische Küche. Nur gut, dass es in Bonn und Umgebung keinen Taco Bell gibt, sonst müsste es wohl zusätzliche Konditionseinheiten für JB geben.



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