Regionalliga

Duell der Aufsteiger

sid am 18.01.2008 um 08:28

Nachdem sowohl das für den 6.Januar angesetzte Auswärtsspiel in Herten als auch das für den 12.1. vorgesehene Gastspiel in Ehingen aufgrund von fehlenden Hallenzeiten verschoben werden mussten, startet der RSV Eintracht Stahnsdorf / Teltow / Kleinmachnow als letzte Mannschaft der 2. Bundesliga erst am Samstag um 19:15 Uhr gegen die hapa Ansbach Piranhas in eigener Halle in die Rückrunde. Allerdings gab es für die Mannschaft von Trainer Vladimir Pastushenko vor der Rekordkulisse von 545 Zuschauern am 9.Januar im BBL-Pokal gegen Erstligist EWE Baskets Oldenburg die Möglichkeit im Spielrhythmus zu bleiben. Alle Besucher dieses Highlightspiels erhalten unter Vorlage ihrer Eintrittskarte am Sonnabend gegen Ansbach diesmal ermäßigten Eintritt von nur drei Euro.

Gegen die Mittelfranken aus Ansbach möchte der RSV Eintracht dabei insbesondere an die Defensivleistung des Pokalspiels anknüpfen als man nur 81 Punkte zuließ, um damit die Basis für das erste Erfolgserlebnis im Jahre 2008 zu legen. Mario Lück wird nach seinem Muskelfaseriss aller Voraussicht auch weiterhin fehlen. Zudem ist der Einsatz von Sebastian Schmohl, der sich am Knöchel verletzt hat, noch fraglich. Ansonsten stehen Coach Vladimir Pastushenko vermutlich alle Spieler zur Verfügung. Um den erhofften sechsten Sieg in Folge davon zu tragen, ist allerdings in der Offensive eine deutliche Steigerung gegenüber dem Pokalspiel von Nöten, als nur magere 30% der Feldwurfversuche das erwünschte Ziel fanden.

Im Hinspiel ergatterte der RSV durch das überzeugende 117:92 in Ansbach seine ersten Zweitligapunkte überhaupt. „Wir haben dort super getroffen, hatten aber Glück die Ansbacher gerade in ihrer wohl schwächsten Phase erwischt zu haben. Danach haben sie sich verstärkt und deutlich verbessert.“, warnt Pastushenko, vor eventuell aufkommender Voreingenommenheit durch das hohen Hinspielergebnisses. Die Verantwortlichen der Piranhas haben auf den schlechten Saisonstart nämlich reagiert und personell nachgebessert. Neben dem auffälligsten Spieler der Mittelfranken, dem Ukrainer Konstyantin Furman, der seine Mannschaft in Punkten (18,6 Punkte pro Spiel), Rebounds (8,4 RpS), Blocks (1,1 BpS) sowie für einen Center etwas überraschend auch bei den erfolgreichen Dreipunktewürfen (25) anführt, ist seit dem fünften Spieltag nämlich auch der Amerikaner Derrick Harris an Bord, der erstaunlich ähnliche Werte aufweisen kann (16,6 PpS, 6,6, RpS und 23 verwandelte Dreier). Des weiteren sollten sich die RSV-Akteure vor den flinken Händen von Goran Petrovic vorsehen, der den Ligarekordwert von 2,9 Ballgewinnen pro Spiel vorweisen kann.

Ebenso wie der RSV sind die hapa Ansbach Piranhas in der letzten Saison im Übrigen als Meister ihrer Regionalliga in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Allerdings können die Mittelfranken um ihren Coach Dean Jenko, der wenn Not am Manne ist auch als Spielertrainer gelegentlich eingreift, schon auf eine Vergangenheit in dieser Spielklasse zurückblicken. Klare Zielstellung der Piranhas ist der Klassenerhalt und mit ihren derzeit 10:22 Punkten rangieren sie auch auf dem zwölften und damit ersten Nichtabstiegsplatz.

Mit einem Sieg gegen die Piranhas könnte der ohnehin schon recht beruhigende Vorsprung auf den ersten Nichtabstiegsplatz weiter ausgebaut werden und das ursprüngliche Saisonziel Klassenerhalt erstaunlich früh erreicht werden. Auch die Liga erkennt den Stellenwert dieser Partie für beide Mannschaften und erklärte es zum Spiel der Woche.

Pressemitteilung: RSV Eintracht Stahnsdorf (Marcus Boljahn)

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