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FIVE

FÜNF: Luxus links draußen

Pucki am 16.01.2008 um 10:45

Einen Profi wie Mark Dickel als Ersatzaufbau auf der Bank zu haben, würde jeden Trainer ruhiger schlafen lassen. Machen wir uns nichts vor: Von seiner Reputation her ist der neuseeländische Nationalspieler eigentlich zu gut, um in der Bundesliga nur für knapp 18 Minuten von der Bank zu kommen. Dafür reicht ein kurzer Blick auf Mark Dickels Vita. Nach ersten Erfolgen in der Heimat wechselte er 1996 für vier Jahre zum traditionsreichen Basketballprogramm der University of Nevada Las Vegas (UNLV). An der Seite von Shawn Marion führte er die Runnin' Rebels zwei Mal ins NCAA-Turnier und war als Senior mit 9,0 Assists im Schnitt bester Vorbereiter der Division 1. Danach war er 2002 australischer Meister mit den Victoria Titans, führte 2004/05 die türkische Liga bei den Assists an (8,0) und kann so renommierte Arbeitgeber wie Fenerbahce Istanbul, BC Oostende, Anwil Wloclawek und Maroussi Athen vorweisen. Seine Höhepunkte sind aber die Olympischen Spiele (Sydney und Athen) sowie die Weltmeisterschaften (Indianapolis und Japan) mit den Tall Blacks, bei denen er zumeist als Starter auf der Eins gesetzt war. Der Mann hat also mehr internationale Erfahrung als mancher BBL-Kader zusammen.

Der 1,87 Meter große Combo-Guard ist ein energischer Verteidiger, der vorne selbstlos agiert, aber kein überragender Scorer ist und weder den schönsten noch den sichersten Dreier der Welt hat. Klingt bekannt? Stimmt, denn ein Scouting Report über Steffen Hamann könnte ähnlich klingen. Das wurde auch kritisiert, als die Verpflichtung bekannt wurde. Warum einen 31-Jährigen holen, der den gleichen Stiefel wie der jüngere Starter spielt? Und Dickels magere 3,0 Punkte und 2,3 Assists im Schnitt in der Bundesliga unterstreichen diese These auch. Wer so argumentiert, übersieht aber die Tatsache, dass Dickel eine bessere Übersicht als Hamann hat und dabei helfen kann, den offenen Mann zu finden, wenn die Bamberger Offense mal wieder stockt. Und selbst wenn er nicht spielt, können die Zuschauer zumindest genießen, wie er angespannt hinter der Bank auf und ab tigert, um seine Energie abzubauen.


Wegen eines positiven Cannabistests war Dickel bei der WM 2006 für die Hälfte der sechs Spiele Neuseelands gesperrt.



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