New Yorker Phantoms Braunschweig

Keine Power am Maspernplatz

Lomax am 26.10.2007 um 12:20

Am Ende jubelten die Paderborn Baskets. Zu Recht, immerhin hatten die Hausherren den ersten Saisonsieg eingefahren – auch wenn sie zum Schluss noch mal zittern mussten. Denn die New Yorker Phantoms waren nach einer verschlafenen ersten Hälfte zurück ins Spiel gekommen und hatten sich mit einer guten kämpferischen Leistung wieder ins Geschäft gebracht. Für den großen Wurf indes reichte es nicht. Braunschweig verliert bei den Westfalen mit 59:67 und hat nun anderthalb Wochen Zeit, um sich nach sechs Spielen in 19 Tagen vollständig zu erholen.


Vor 2.400 Zuschauern in der Sporthalle am Maspernplatz erwischten die Gäste den besseren Start. Andrew Drevo traf beinahe nach Belieben und sorgte mit sieben schnellen Punkte fast im Alleingang für die Führung seines Teams (7:9, 4. Minute). Paderborn ließ sich nicht beirren und konterte seinerseits über einen Innenspieler. Greg Jenkins wurde am Brett gesucht, gefunden und avancierte mit 12 Zählern im ersten Viertel zum ausschlaggebenden Faktor, sodass die Baskets die Führung übernahmen (24:18).


Gegen die gut aufgestellte Paderborner Zone konnten die Phantoms kein passendes Mittel finden. Würfe von Außen oder aus der Mitteldistanz fanden nur selten den Weg durch den Ring. Stattdessen landete der Ball zumeist in den Händen der Gastgeber, die schnell von Verteidigung auf Angriff umschalteten und leichte Punkte einfuhren. Dabei überzeugte Tim Black nicht in der Rolle des Vollstreckers, sondern vielmehr als Vorbereiter. Seine fünf verteilten Assists bis zur Halbzeit trugen ihren Teil zur deutlichen Führung der von Doug Spradley trainierten Truppe bei (41:26).


Erst nach dem Seitenwechsel fanden die Phantoms ansatzweise ihren Rhythmus und brachten sich über die Verteidigung wieder ins Spiel. Deutlich aggressiver gingen sie offensiv wie defensiv zum Rebound. Da in der Transition einige gute Chancen mit Aussicht auf Erfolg jedoch ungenutzt blieben, wollte die magische Zehn-Punkte-Differenzmarke nur knapp fallen (52:43).


Dennoch, die Vorteile waren nun auf Seiten der Gäste. Zähler um Zähler holten sie auf und hatten den Führungswechsel so gut wie in der Hand (58:54, 36. Minute). Paderborn jedoch hielt bravourös dagegen und schaltete in der eigenen Hälfte merklich einen Gang höher. Drei Minuten blieb Braunschweig ohne Korberfolg – die Vorentscheidung (64:54, 39. Minute). Die New Yorker Phantoms verlieren bei den Paderborn Baskets mit 59:67 und kassieren damit ihre zweite Saisonniederlage.


Nach der Partie zeigte sich Emir Mutapcic ernüchtert ob der vergebenen Chancen in der ersten Halbzeit. „Da hat uns eindeutig die Aggressivität gefehlt“, so der Phantoms-Coach. „Wir waren in vielen Belangen zu langsam und haben Paderborn einfache Punkte am Brett gestattet.“ Dennoch wusste er die Leistungssteigerung nach der Pause anzuerkennen. Mutapcic: „Die Mannschaft hat in dieser Phase große Moral bewiesen – das hat noch mal viel Kraft gekostet. Leider haben wir kein probates Mittel gegen die Zone gefunden und konnten offensiv generell zu wenig von unserer Verteidigung profitieren.“

Paderborn Baskets - New Yorker Phantoms 67:59 (24:18, 17:8, 11:17, 15:16)

New Yorker Phantoms:
Wright (7/1), Levy (13/1), Allen (9/1), Visser (9), Drevo (15/3), Jones (6), Cain, Coleman

Paderborn Baskets:
Edwin (12/2), Black (11), Mohammed (4), Nolte (11), McDaniel (8), Peavy (3), Gajda, Jenkins (18)

Pressemitteilung: New Yorker Phantoms (Jörg Bähren)

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