Gastschreiber
Science City Jena
Science City reloaded
Lomax am 16.10.2007 um 15:16
Ganz nach dem Motto „No Elliott, no Moss, no additional loss!“ steht Science City Jena am Donnerstag Abend ab 19 Uhr vor der nächsten Bewährungsprobe. Im zweiten Heimspiel der Saison empfängt der zwischenzeitlich personell dezimierte Bundesligist die New Yorker Phantoms aus Braunschweig. Somit trifft die aktuelle Stadt der Wissenschaft Braunschweig auf die zukünftige Jena.
Nachdem über Hintergründe, Sinn oder Unsinn der Trennung von Adrian Moss und Al Elliott wohl ausreichend debattiert wurde, muss der Aufsteiger schleunigst zum Tagesgeschäft zurückfinden, um in der Tabelle nicht den Anschluss an die vor ihnen liegenden Mannschaften zu verlieren. Momentan als Tabellenletzter, überraschenderweise punktgleich mit Ex-Meister Köln, schauen die Thüringer in Richtung rettendes Ufer, welches ab Platz 16 beginnt. In der Hoffnung die Talsohle nach 3 Niederlagen und den Querelen der letzten Tage durchschritten zu haben, muss die positive Grundeinstellung der knappen Niederlage in Tübingen herhalten, um gegen die Phantoms bestehen zu können. Nachdem die Aufgaben der kommenden Wochen (in Ludwigsburg, gegen Vizemeister Quakenbrück und in Giessen) auch nicht wirklich nicht einfacher werden, stehen Harmsen und Co. vor einem Neuanfang, Science City reloaded quasi.
Das die Mannschaft dagegenhalten kann, sofern sie sich über ihr Teamspiel definiert, zeigten knappe Phasen des Spiels in Schwaben. Seit Dienstag ergänzt durch Combo-Guard Brendan Plavich (Charlotte 49ers, zuletzt Kansas Cagerz) und in Erwartung eines adäquaten Bullen unterm Korb, wird das Team um den zuletzt hervorragend aufgelegten Kapitän Ali Seggelke alles versuchen, um die ersten Pluspunkte einzufahren. Das dies gegen Braunschweig nicht leicht werden dürfte, erklärt sich nach einem Blick auf den Kader der Niedersachsen.
Die Phantoms bringen gleich zwei alte Bekannte mit an die Saale. Jenas jahrelanger Publikumsliebling, Kapitän und Ex-Center Oliver Braun – nunmehr Sportdirektor der Gäste – und Backup-Kraftprotz Tony Granz können sich in der alten Heimat auf einen herzlichen Empfang freuen, auch wenn ihnen in Reihen des Gegners während der anstehenden 40 Minuten nichts geschenkt werden dürfte.
Das von Emir Mutapcic gecoachte, kurioserweise erstmals vorwiegend amerikanisch ausgerichtete Team hat in der Off-Season gut hingelangt, sich im Gegensatz zu den Vorjahren sowohl gut als auch tief verstärkt und strebt diese Saison nach den Playoffs. Für den combolastigen Backcourt verpflichtete Braunschweig mit Domonic Jones (BG Karlsruhe) und Jonathan Levy (ratiopharm Ulm) zwei bereits ligaerprobte Guards. Der dritte, für die Rotation eigentlich als Ergänzung gedachte Steven Wright (Univ. N. Kentucky, NCAA2), staubte hinter Levy (32) allerdings bisher die meisten Durchschnittsminuten ab (28).
Auf dem kleinen Flügel ersetzten die Niedersachsen den nach Giessen abgewanderten Tory Walker mit John Allen (Ex-Seton Hall Pirates). Allen, zuletzt in Israel bei Maccabi Ramat Gan unter Vertrag, gilt neben seinen hochprozentigen Scorer-Fähigkeiten als variabler und spielstarker Leader und Ballverteiler, der sein Team perfekt im Spiel halten kann. Die Domäne der Phantoms hingegen bildet ein großer, ausgewogener und starker Frontcourt. Der nur knapp an der NBA vorbeigeschrammte Wake Forest-Center Kyle Visser erhält unterm Korb Verstärkung von Andre Drevo (zuletzt Nanterre Pro B, FRA), Anthony Coleman (Bakersfield Jam, NBDL) und Stand by- Peter Fehse-Ersatz Jason Cain (Vertrag bis Dezember).
Dahinter stapelt sich ein ganzes Arsenal „junger Wilder“, die angeführt von den beiden A2- Nationalspielern Flavio Stückemann und Jannik Freese auch auf die U20-Auswahlakteuere Nikita Khartchenkov und Tony Granz sowie die Treffsicherheit eines Jorge Schmidt vertrauen. Wie schwer es allerdings selbst als Auswahlspieler unter einem Auswahltrainer (Mutapcic betreut die U20) ist, sich in die feste Rotation hineinzuspielen, belegen die bisher äußerst mageren Minuten der Youngster.
Aufgrund einer Verletzung müssen die Phantoms auf den in Jena äußerst beliebte Hallenser und bei jedem bisherigen Gastspiel unter lauten "Seattle, Seattle" Rufen gefeierten Peter Fehse verzichten. Der sympathische Draft Pick geht mit den Braunschweigern in seine 4. Saison, ist aber derzeit leider noch nicht einsatzbereit ...
Lomax
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Nachdem über Hintergründe, Sinn oder Unsinn der Trennung von Adrian Moss und Al Elliott wohl ausreichend debattiert wurde, muss der Aufsteiger schleunigst zum Tagesgeschäft zurückfinden, um in der Tabelle nicht den Anschluss an die vor ihnen liegenden Mannschaften zu verlieren. Momentan als Tabellenletzter, überraschenderweise punktgleich mit Ex-Meister Köln, schauen die Thüringer in Richtung rettendes Ufer, welches ab Platz 16 beginnt. In der Hoffnung die Talsohle nach 3 Niederlagen und den Querelen der letzten Tage durchschritten zu haben, muss die positive Grundeinstellung der knappen Niederlage in Tübingen herhalten, um gegen die Phantoms bestehen zu können. Nachdem die Aufgaben der kommenden Wochen (in Ludwigsburg, gegen Vizemeister Quakenbrück und in Giessen) auch nicht wirklich nicht einfacher werden, stehen Harmsen und Co. vor einem Neuanfang, Science City reloaded quasi.
Das die Mannschaft dagegenhalten kann, sofern sie sich über ihr Teamspiel definiert, zeigten knappe Phasen des Spiels in Schwaben. Seit Dienstag ergänzt durch Combo-Guard Brendan Plavich (Charlotte 49ers, zuletzt Kansas Cagerz) und in Erwartung eines adäquaten Bullen unterm Korb, wird das Team um den zuletzt hervorragend aufgelegten Kapitän Ali Seggelke alles versuchen, um die ersten Pluspunkte einzufahren. Das dies gegen Braunschweig nicht leicht werden dürfte, erklärt sich nach einem Blick auf den Kader der Niedersachsen.
Die Phantoms bringen gleich zwei alte Bekannte mit an die Saale. Jenas jahrelanger Publikumsliebling, Kapitän und Ex-Center Oliver Braun – nunmehr Sportdirektor der Gäste – und Backup-Kraftprotz Tony Granz können sich in der alten Heimat auf einen herzlichen Empfang freuen, auch wenn ihnen in Reihen des Gegners während der anstehenden 40 Minuten nichts geschenkt werden dürfte.
Das von Emir Mutapcic gecoachte, kurioserweise erstmals vorwiegend amerikanisch ausgerichtete Team hat in der Off-Season gut hingelangt, sich im Gegensatz zu den Vorjahren sowohl gut als auch tief verstärkt und strebt diese Saison nach den Playoffs. Für den combolastigen Backcourt verpflichtete Braunschweig mit Domonic Jones (BG Karlsruhe) und Jonathan Levy (ratiopharm Ulm) zwei bereits ligaerprobte Guards. Der dritte, für die Rotation eigentlich als Ergänzung gedachte Steven Wright (Univ. N. Kentucky, NCAA2), staubte hinter Levy (32) allerdings bisher die meisten Durchschnittsminuten ab (28).
Auf dem kleinen Flügel ersetzten die Niedersachsen den nach Giessen abgewanderten Tory Walker mit John Allen (Ex-Seton Hall Pirates). Allen, zuletzt in Israel bei Maccabi Ramat Gan unter Vertrag, gilt neben seinen hochprozentigen Scorer-Fähigkeiten als variabler und spielstarker Leader und Ballverteiler, der sein Team perfekt im Spiel halten kann. Die Domäne der Phantoms hingegen bildet ein großer, ausgewogener und starker Frontcourt. Der nur knapp an der NBA vorbeigeschrammte Wake Forest-Center Kyle Visser erhält unterm Korb Verstärkung von Andre Drevo (zuletzt Nanterre Pro B, FRA), Anthony Coleman (Bakersfield Jam, NBDL) und Stand by- Peter Fehse-Ersatz Jason Cain (Vertrag bis Dezember).
Dahinter stapelt sich ein ganzes Arsenal „junger Wilder“, die angeführt von den beiden A2- Nationalspielern Flavio Stückemann und Jannik Freese auch auf die U20-Auswahlakteuere Nikita Khartchenkov und Tony Granz sowie die Treffsicherheit eines Jorge Schmidt vertrauen. Wie schwer es allerdings selbst als Auswahlspieler unter einem Auswahltrainer (Mutapcic betreut die U20) ist, sich in die feste Rotation hineinzuspielen, belegen die bisher äußerst mageren Minuten der Youngster.
Aufgrund einer Verletzung müssen die Phantoms auf den in Jena äußerst beliebte Hallenser und bei jedem bisherigen Gastspiel unter lauten "Seattle, Seattle" Rufen gefeierten Peter Fehse verzichten. Der sympathische Draft Pick geht mit den Braunschweigern in seine 4. Saison, ist aber derzeit leider noch nicht einsatzbereit ...
Lomax
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