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FIVE

FÜNF: Ex-Held der Arbeit

Pucki am 15.10.2007 um 19:42

Von nicht weniger als vier US-Amerikanern trennten sich die Brose Baskets 2006/07 vorzeitig. K’Zell Wesson blieb bis zum Ende und wurde Meister. Jetzt ist auch er weg. Playoffzeit in der BBL. Die Zeit, in der das Geld auf den Tisch gelegt werden muss. Vor allem, wenn das eigene Team Meister werden will. So wie Bamberg. Dumm, wenn schon nach dem Viertelfinale Centerurgestein Chris Ensminger, der zu diesem Zeitpunkt alle Playoffakteure bei den Rebounds anführt, verletzungsbedingt ausfällt. Gut, wenn dann einer bereitsteht, über den Bambergs Coach Dirk Bauermann sagt: „Er ist ein sehr physischer Spieler, der sowohl von außen als auch von innen punkten kann. Darüber hinaus ist er ein sehr guter Verteidiger. Wir sind sehr froh, dass uns die Verpflichtung dieses erfahrenen Spielers geglückt ist.“ Gemeint ist K’Zell Wesson.

Während der 2,02 Meter große US-Amerikaner in der regulären Saison solide, aber kaum Atembeschwerden verursachende 8,1 Punkte und 7,9 Rebounds abliefert, erreicht er in den Playoffs endgültig den „Ohne ihn wären wir hinten aufgeschmissen“-Status. Seinen 9,0 Zählern (bei einer Feldquote von 51,6 Prozent) stellt Wesson in den Finals gegen Quakenbrück monströse 11,3 Rebounds zur Seite. Außerdem hält er Dragons-Center Darius Hall bei 7,8 Punkten – 5,4 Zähler unter dessen Halbfinalschnitt! Und wer führt die BBL nach Beendigung der Meisterrunde bei den Rebounds an? Wesson mit 112 gegriffenen Abprallern. Das sind 31 mehr, als der Zweitplatzierte vorweisen kann …

K’Zell Wesson überzeugt durch eine Verteidigung, die von einer beeindruckenden Athletik sowie einem unbedingten Siegeswillen befeuert wird. Attribute, die das Herz Dirk Bauermanns quivern lassen. Vor allem deshalb, weil Wesson allen Grund gehabt hätte, es in der zweiten Saisonhälfte ruhiger angehen zu lassen. Der 30-Jährige verpasste sieben Hauptrundenpartien aufgrund eines Bandscheibenvorfalls.

Doch die Zukunft dieses Helden liegt dennoch nicht im Frankenland. Mit Center Luke Schenscher verpflichtete Bamberg einen hochkarätigen Nachfolger. In der Saison 2007/2008 wird Wesson bei AEK Athen unter Vertrag stehen.




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