Science City Jena

Jenaer Gala im Scala vor sonntäglicher BBL-Premiere

Lomax am 04.10.2007 um 20:51

Im Scala – dem Jenaer Panorama-Restaurant- über den Dächern der Saalestadt präsentierte sich Science City Jena heute letztmalig vor dem BBL-Start den Pressevertretern, wobei nicht weniger als 8 Fotografen in einem wahren Blitzlichtgewitter mit frischen Portraits und Teambildern der Thüringer Hightower ihre Speicher-Karten vollstopften.

Somit zeigte sich das neuformierte Team „just in time“ vor dem Saisoneröffnungsspiel gegen die DEUTSCHE BANK Skyliners in frisch beflockten Stadtwerke-Trikots der neuen Ausrüstermarke Reebok.

Nach knapp 50 Minuten echtem Paparazzi-Feeling folgte dann der Teil für die schreibende Zunft, die eigentliche Pressekonferenz, vor der anstehenden Premieren-Partie am Sonntag. Der jüngste Trainer in der Erstliga-Historie, Björn Harmsen (25), eröffnete mit seiner Gegneranalyse den Ausblick auf die schwere Partie beim Deutschen Meister von 2004.

Er zollte den Frankfurtern zwar den nötigen Respekt, vermied es aber hinsichtlich eines offenen Spiels vor Ehrfurcht zu erstarren. „Wir befinden uns derzeit auf dem höchsten Punkt der Vorbereitung. Alle sind für den ersten Auftritt in der BBL motiviert und heiß, dass es endlich losgeht“, zeigte sich Jenas Coach zuversichtlich. Anschließend folgte eine kurze Teambetrachtung der Hessen, „die sich auf einzelnen Positionen hervorragend und sehr variabel verstärkt haben. Wir haben uns sehr intensiv mit den Frankfurtern beschäftigt und die beiden letzten Spiele im Videoscouting analysiert.“ Bevor Manager Steffen Hausdörfer das Wort übernahm präsentierte Harmsen mit der geplanten Jenaer Startaufstellung: Shelton, Seggelke, McCaw, Moss und Basit eben jene Formation, die bereits in den letzten Vorbereitungswochen zum Tip-Off auf das Parkett geschickt wurde.

Auf die bisherigen Spiele der Jenaer Mannschaft angesprochen erläuterte Manager Hausdörfer, dass er „mit der Vorbereitung sehr zufrieden gewesen sei, einige Spieler aufgrund von Positionsumstellungen natürlich Probleme hatten, es letztendlich aber nichts zu bemängeln gäbe.“ Auf mögliche „Konkurrenz im BBL-Überlebenskampf“ angesprochen, sahen Manager und Trainer unisono die beiden Neulinge aus Göttingen und Jena sowie Giessen, Leverkusen, Ulm und Paderborn in einem Sechskampf, der über den Verbleib im Oberhaus entscheiden wird. „Es wird Mannschaften geben, die nicht funktionieren werden – egal wie viel Geld drin steckt“ war sich Harmsen über den ein oder anderen zusätzlichen Überraschungskandidaten im Kreis der Kellerkinder sicher.

DEUTSCHE BANK Skyliners vs. Science City Jena – Sonntag, 15 Uhr, Ballsporthalle
Während in der Stadt der Wissenschaft scheinbar alles nach Plan zu laufen scheint, plagt sich der Gegner mit personellen Unannehmlichkeiten. Hierbei wiegen die Verletzungen von Shooting Guard Jimmy McKinney (Abriss des linken Brustmuskels) und dem wohl mittlerweile wieder einssatzfähigen Ilian Evtimov (Außenbandriss des linken Sprunggelenks) sicher schwere als die Umsetzung der beiden Talente Alex King (zum MTV Kronberg) und Rudy Mbemba (Vertrag bis 2010 ruht).

Als Prunkstück der Hessen präsentiert sich ohne Zweifel die Flügelspielerposition, auf der sich neben Derrick Allen (letztjähriger BBL-Topscorer, Leverkusen) auch der im August von ALBA Berlin freigestellte Aniekan „Koko“ Archibong (bester BBL-Verteidiger 2005) wiederfindet. Zuletzt durch den enorm talentierten 24-jährigen Ilian Evtimov (VidiVici Bologna, ITA) ergänzt, ergibt sich im Frankfurter Kader die äußerst variable Option, den derzeit nur durch Griechenland-Rückkehrer Kirsten Zöllner besetzten Job des Centers mit Derrick Allen zu besetzen.

Nachdem Nino Garris im Sommer eine Option zum Verbleib in Mainhattan zog, verpflichtete Manager Gunnar Wöbke mit dem Deutsch-Ukrainer Maksym Shtein ein in Jena aus gemeinsamen Zweitligazeiten bereits bekanntes Gesicht. Das „einzig wahre Gesicht der Skyliners“ hingegen kehrte erst nach der Europameisterschaft in Spanien zurück. Nationalspieler Pascal Roller beendete sein Gastsspiel im italienischen Biella und zieht zukünftig wieder für die Hessen die Fäden im Spielaufbau. Unterstützt durch Slowenien-Legionär Jimmie Hunt und den talentierten Dominik Bahiense de Mello hofft man bei den Skyliners, den McKinney-Ausfall durch diese 3 Spieler abfedern zu können.

Die wichtigste, weil tonangebende Personalie hingegen folgte bereits zum Ende der letzte Saison, Trainer Murat Didin. Nach einer 2-jährigen Durststrecke unter den beiden Coaches Sunara und Barton kehrte das charismatische Schlitzohr aus der Türkei an den Main zurück und soll für ähnlich erfolgreiche Momente wie die während seines letzten Gastspiels sorgen.

Lomax

0 Kommentare

 

2 Mitglieder
68 Gäste online

Anmeldung

Benutzeranmeldung

Registrieren

Passwort vergessen?

Schönen-Dunk bei FacebookSchönen-Dunk bei TwitterSchönen-Dunk-Newsfeed BIG - Basketball in Germany
 

Werbung

Werbung