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FIVE

FÜNF: Große Leistung bringt großes Geld …

Pucki am 24.09.2007 um 21:01

Jacobsen, Green, McElroy … Nein, nein und noch mal nein. Der MVP der BBL Playoffs 2007 war Filiberto Rivera! Und nun ist er weg … 17,3 Punkte, 7,3 Assists, 66,7 Prozent aus dem Feld, 64,3 Prozent von der Dreierlinie, 93,8 Prozent bei den Freiwürfen, 22,3 Effizienzpunkte pro Partie – das war Filiberto Rivera beim 3-0-Erfolg seiner Dragons aus Quakenbrück in der ersten Playoffrunde 2007 gegen Alba Berlin. Der pfeilschnelle Guard zerfleischt den Backcourt der Albatrosse. Abend für Abend kassieren die Hauptstädter durch Riveras Drives und Pässe mehr Körbe als Horst Schlämmer beim Abschlussball im Mädchenpensionat.

Auch im Fünf-Spiele-Krimi-Halbfinale gegen den (da noch amtierenden) Meister aus Köln ist Rivera heiß. 14,4 Zähler, 5,2 Vorlagen und 52,1 Prozent gibt er den Edel-Guards der Domstädter mit auf die Reise in den Sommerurlaub. Die Bühne ist also bereitet für einen großen Finalauftritt des in der regulären Saison eher durchschnittlich agierenden 25-jährigen Point Guards. Gegen die Bamberger Trutzburg will der 1,87-Meter-Mann sein Meisterstück abliefern, den noch abstrakten Titeltraum in ekstatische Wirklichkeit verwandeln. Es kommt anders …

Im Schlussabschnitt des ersten Spiels erleidet der Puerto Ricaner einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel. Ganz Basketballdeutschland außerhalb von Freak City zuckt vor dem Premiere-Decoder zusammen und leidet mit. An ein Weiterspielen ist nicht zu denken, auch fieberhafte tägliche Rehamaßnahmen bringen keinen Erfolg. Bamberg wird in einer tollen Serie Meister. Fernsehexperte und FÜNF-Kolumnist Stefan Koch erklärt Rivera kurze Zeit später zum „bis zu seinem Ausscheiden dominierenden Spieler der gesamten Playoffs“.
Schade, dass es eine Zugabe Riveras in der BBL in der kommenden Saison nicht geben wird. Große Leistungen locken große Clubs mit großem Geld. Mit Aufbau John Goldsberry von Bayer Leverkusen verpflichteten die Dragons bereits einen Nachfolger, nachdem Rivera dem Verein mitteilte, dass er in der kommenden Saison nicht mehr im Artland spielen wird.


Kein Absolvent der „University of Texas at El Paso“ spielte mehr Assists in einer Partie als Rivera (18) – auch nicht UTEP-Alumnus Tim Hardaway.



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