TSK Würzburg

Keith Gray ist neuer Headcoach bei den X-RAYS

Stefan am 05.07.2002 um 17:01

Bei den Würzburger Bundesliga-Basketballern haben die Weichenstellungen für die kommende Saison begonnen. Heute nachmittag wurde Keith Gray im Rahmen einer Pressekonferenz in der neuen X-RAYS-Geschäftsstelle als neuer Headcoach der X-RAYS vorgestellt. Der 39jährige, der in den vergangenen vier Jahren bei HERZOGtel Trier spielte und im März nach einer schweren Verletzung seine aktive Karriere beendete, erhält zunächst einen Vertrag über ein Jahr. Er wird am 01. August seine Arbeit aufnehmen „Wir wollten wieder zurück auf die amerikanische Linie“, erläuterte Malisch die Verpflichtung des 39-jährigen Keith Gray, der im März nach einer schweren Verletzung seine Karriere als Spieler beendete. Es habe sich herausgestellt, dass „die harte litauische Art“ von Mindaugas Lukosius weder bei Amerikanern noch bei deutschen Spielern zum Erfolg führe, sagte der X-RAYS-Manager.

Außerdem „wollten wir jemanden holen, der selbst lange Jahre auf höchstem Niveau gespielt hat und das an unsere Spieler weitergeben kann“, so Malisch, der auch nicht verschwieg, dass bei der Entscheidung für den als Trainer noch unerfahrenen Gray auch finanzielle Gründe eine Rolle gespielt haben: „Da hat er Abstriche gemacht, weil er die Chance haben will, zu coachen.“

Mit dem 39-Jährigen soll sich vor allem die Akzeptanz des Trainers bei den Spielern verbessern: „Sowohl Pit Stahl als auch Lukosius hatten in der vergangenen Saison einen schweren Stand. Die Verpflichtung von Keith ist ein gewisser Schnitt, auch im Sinne der Spieler.“ Die Zusammenarbeit zwischen den X-RAYS und dem 39-Jährigen ist zunächst auf ein Jahr befristet, danach haben beide Seiten die Option, den Vertrag zu verlängern.

„Ich möchte mich beim Verein für die Gelegenheit bedanken, innerhalb der Bundesliga vom Spielfeld direkt auf die Trainerbank zu wechseln“, sagte Keith Gray. „Ich werde vom ersten Tag an hart daran arbeiten, Basketball in Würzburg voranzubringen. Ich weiß, dass ich nach 15 Jahren als Basketball-Profi meinen Teil dazu beitragen kann. Jetzt müssen wir erst einmal eine Mannschaft zusammenstellen, dann sehen wir weiter.“ Das Wichtigste, so der 39-Jährige weiter, sei die Kommunikation zwischen Trainer und Spielern: „Die Beziehung eines Spielers mit seinem Coach muss fast so eng sein wie mit seiner Frau.“

Als nächsten Schritt nach der Verpflichtung des Cheftrainers „werden wir jetzt sukzessive mit den Spielern sprechen. Am 30. Juni sind alle Verträge ausgelaufen, momentan haben wir keinen einzigen Spieler unter Vertrag“, erläuterte X-RAYS-Organisationsleiter Robert Konrad. Wichtigste Voraussetzung für die Weiter- oder Neuverpflichtung eines Spielers: „Es muss finanziell machbar sein“, sagte Wolfgang Malisch. „Die Spieler müssen jetzt realistischere Positionen beziehen, die Gehaltsspirale kann nicht weiter nach oben gehen. Ich möchte jedem Spieler so viel geben wie ich kann, aber wir können nicht mehr bezahlen als wir haben.“ Das gilt nicht nur für Würzburg, sondern für die gesamte Liga, jeder Verein müsse derzeit finanzielle Abstriche machen.

Probleme, eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen, sieht Malisch dennoch nicht: „Der Spielermarkt ist derzeit riesig, wir werden keine Schwierigkeiten haben, eine Mannschaft zusammenzustellen. Es soll aber ein Team werden, das den Klassenerhalt schaffen kann und vielleicht auch wieder die Playoffs erreicht.“ Als Kandidaten für eine Weiterverpflichtung nannte Malisch Robert Garrett und Demond Greene, auch zu Brian Myers und Eric Poole bestehen weiter gute Kontakte.

Dass Keith Gray in der kommenden Saison selbst noch einmal die Basketballschuhe für die X-RAYS schnürt, hat der 39-Jährige am Freitag kategorisch ausgeschlossen: „Ich habe in meinem Leben genug Basketball für drei oder vier Leute gespielt, ich will nicht weitermachen, bis mein Körper auseinanderfällt. Ich habe mich schon im letzten Jahr überreden lassen weiterzumachen und habe mir deshalb zum zweiten Mal eine schwere Verletzung zugezogen. Ich werde höchstens noch Basketball spielen, um meine Linie zu halten.“

Keith Gray, geboren 1963 in Flint/Michigan (verheiratet, zwei Söhne), spielte zunächst vier Jahre in der amerikanischen College-Liga NCAA bei der University of Detroit (1982 – 1985), bevor er seine Profikarriere in der amerikanischen Profiliga CBA (Continental Basketball Association) und auf den Philippinen startete. Von 1987 bis 1991 spielte er beim TSV Hagen und in Ludwigsburg in der deutschen Bundesliga. Es folgten Engagements beim TUS Herten, in Tübingen, beim TSK uniVersa Bamberg (1994 – 1996), in Italien und Griechenland, bevor Gray zu Beginn der Saison 1998/99 zu HERZOGtel Trier wechselte. Mit den Moselstädtern gewann er 2001 den Deutschen Pokal.

PW

Presseinfo: s.Oliver Würzburg

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