Science City Jena

Gerät für Jena die BBL in Gefahr?

sid am 20.07.2007 um 19:07

Der Mittelstand steht zum Erstliga-Basketball in Jena – zu diesem Schluss kommt POM-Baskets Manager Steffen Hausdörfer nach seinen Erfahrungen der letzten anstrengenden Wochen. Viele Unternehmen der Region haben Steffen Hausdörfer bei seinen Bestrebungen, einen erstligatauglichen Etat für den frischgebackenen Aufsteiger der POM Baskets zu basteln, nicht im Stich gelassen. So ist dank vieler kleinerer und auch größerer Sponsorenbeiträge die Erste Basketball-Bundesliga in greifbare Nähe gerückt. „Allerdings“, so sagt Hausdörfer „reicht es noch nicht, um den großen Basketball-Himmel auch zu packen, ihn wirklich zu greifen."

Der Grund ist ein einfacher: Noch immer ist die Brust des neuen Trikots blitzblank, noch immer ist der Name der alte. „Wir haben fast 30 Unternehmen angeschrieben und angesprochen, doch niemand war bisher bereit, uns in der notwendigen Größenordnung zu unterstützen“, sagt Hausdörfer. Die ganz großen Unternehmen Thüringens und Ostdeutschlands haben die Chance, die sich hinter dem Unternehmen BBL verbirgt, scheinbar noch nicht erkannt. Denn: Die Baskets sind der einzige Basketball-Erstligist im Osten. „Das hat außer uns keiner zu bieten“, so Hausdörfer. Ließe man diese einmalige Chance verstreichen, käme es einem Armutszeugnis der hiesigen Wirtschaft gleich. Die BBL läuft mit 100 Live-Spielen über die TV-Sender, Radiostationen haben schon jetzt angekündigt, direkt aus Jena berichten zu wollen. Die Printmedien haben erklärt, ihre Berichterstattung noch umfangreicher gestalten zu wollen.

„Was wir hier sportlich aufgebaut haben, gerät durch mangelndes Interesse der Wirtschaft in Gefahr“, sagt Hausdörfer. Mit Eon hat sogar ein Sponsor angedacht, sich komplett zurückzuziehen. „Wo ist die Phantasie der Unternehmer, die junge Zielgruppe die wir unter anderem auch mit vielen Studenten der Stadt zu bieten zu haben, zu nutzen?“, fragt Hausdörfer. Doch die Jenaer Korbjäger wollen nicht aufgeben, die großen Sponsoren zu finden, die genau wie die Baskets selbst, die Region repräsentieren. Steffen Hausdörfer versucht es täglich weiter, den passenden Namens- und/oder Trikotsponsor zu finden. Bis zum 15. August hat er dafür Zeit. Die Uhr tickt – hoffentlich für die POM Baskets. „Jena ist ein Leuchtturm des Ostens, Jena ist eine Erfolgsstory – inzwischen auch im Basketball“, sagt Hausdörfer. Viel wurde in der Vergangenheit danach geschrieen – und jetzt, wo sich die Chance bietet, Teil der Erfolgsgeschichte zu werden, fehlt die Resonanz. Noch.

Pressemitteilung: POM Baskets Jena

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