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FÜNF: Einmal Hype und zurück

Pucki am 09.07.2007 um 20:31

Es waren aufregende Zeiten, als er 2002 von den Seattle SuperSonics gedraftet wurde. Heute geht es für Peter Fehse in Braunschweig ruhiger zu. Die Clubs der NBA schielten plötzlich noch aufmerksamer als sonst nach Europa, die Talentsucher der Vereine sammelten fleißig Vielfliegermeilen. Alle verfolgten sie ein Ziel: Der nächste Nowitzki musste her. Ein Spielerbeobachter der Sonics wurde schließlich in Halle fündig. In Seattle hatte man nach der Ära Schrempf noch gute Erinnerungen an variable Flügelspieler aus deutschen Landen. Und was dieser Jungspund ablieferte, ließ Potenzial bis unter die Hallendecke erkennen. 2,11 Meter groß, mit einem guten Schuss und Zug zum Korb – das klang verdächtig nach der Nummer 41 im Mavs-Trikot. Also wagte der Verein das Experiment und verpflichtete Peter Fehse vom SV Halle an 49. Stelle in der zweiten Runde der 2002er Draft. Das Nachwuchstalent sollte sich jedoch erst einmal in Europa weiterentwickeln.

Damit begann für den 19-Jährigen eine Odyssee, die ihn zu Benetton Treviso, dem Mitteldeutschen BC und den Skyliners aus Frankfurt führen sollte. Bei keinem dieser Vereine kam Fehse jedoch zu nennenswerten Einsätzen, wurde immer wieder durch verschiedene Verletzungen, vor allem am empfindlichen Sprunggelenk, gebremst. Seit 2004 steht Fehse nun in Braunschweig unter Vertrag, erst in der zweiten, inzwischen in der ersten Bundesliga. Doch noch immer ist der 24-Jährige nicht verletzungsfrei, wird dazu immer wieder von Asthmaanfällen geplagt. „Natürlich kotzt es mich tierisch an, wenn ich ausfalle. Das ist immer wieder ein Rückschritt“, ärgert sich Fehse. In der abgelaufenen Saison kam er auf nicht einmal acht Minuten Spielzeit pro Partie. Dass so keine beeindruckenden Statistiken möglich waren, überrascht kaum. Zwei Punkte und 1,8 Rebounds sicherte sich Fehse pro Spiel.

Den Traum von der NBA wird er wohl nicht mehr verwirklichen können. Sollte ihm aber endlich einmal eine gesunde Saison vergönnt sein, könnte Peter Fehse zumindest in der BBL zeigen, dass er wirklich dazugehört.


Schon zweimal wurde Fehse unter Vollnarkose auf Herzfehler hin untersucht. Zuvor waren bereits zwei Familienmitglieder an Herzversagen gestorben.




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