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FIVE

FÜNF: Masse mit Klasse

Pucki am 14.06.2007 um 22:48

Er ist weit davon entfernt, als Modellathlet durchzugehen. Trotzdem gilt Hagens Matthias Grothe als einer der besten deutschen Spieler in der zweiten Liga. Nein, mit 110 Kilogrammverteilt auf 200 Zentimeter Körpergröße wird Matthias Grothe in diesem Leben wohl keinen Weight-Watchers-Award mehr gewinnen. Doch das dürfte dem Flügelspieler herzlich egal sein, solange er mit Phönix Hagen schon bald sportliche Erfolge einfahren kann. In der abgelaufenen Saison dümpelte das Team noch im Niemandsland des gesicherten Mittelfeldes herum. Weder Auf- noch Abstieg waren am Ende ein wirkliches Thema. An Matthias Grothe lag dies jedoch sicher nicht.

Der 29-Jährige lieferte die soliden Zahlen, die ihn zum Liebling der Zuschauer in der Ischelandhalle gemacht haben. Seine Statistiken lagen zwar etwas unter den Werten der vergangenen Jahre, waren mit 18,2 Punkten und 5,5 Rebounds im Schnitt aber immer noch beachtlich. Als willkommenes Nebenprodukt teilte Grothe außerdem 3,6 direkte Korbvorlagen pro Partie aus. Hin und wieder neigt er außerdem zu spontanen Offensiv-Ausbrüchen. Besonders zu spüren bekam dies die Mannschaft vom SVD 49 Dortmund, der Grothe vor eigener Kulisse 40 Punkte servierte. Dazu schnappte sich der Teilzeit-Center acht Rebounds. Erfreulich auch die Art und Weise, in der Grothe die Punkte erzielt. Seine körperlichen Voraussetzungen prädestinieren ihn für ein eindimensionales Spiel in der Nähe des Korbes. Doch Grothe bringt neben der schieren Masse auch noch Augenmaß und eine gut geölte Wurfhand mit auf den Platz. Das Resultat: 47 Prozent Trefferquote aus dem Feld, über 37 Prozent bei den Dreiern, dazu ein hochprozentiger Schuss von der Freiwurflinie.

Für die nähere Zukunft hat Grothe große Pläne: „In zwei, drei Jahren möchte ich wieder erstklassig spielen, dafür werden wir als Mannschaft sorgen.“ Immerhin kennt Grothe das Erstligaparkett aus eigener Erfahrung, stand er doch vor seinem Engagement bei Phönix vier Jahre lang in Diensten von Brandt Hagen.


Grothe gibt den Kochkünsten seiner Frau Maja, selbst aktive Basketballerin, die Hauptschuld für seine beachtliche Leibesfülle.




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