Gastschreiber
Science City Jena
Jenas Point Guard Al Elliott im Schoenen-Dunk-Gespräch
sid am 08.06.2007 um 14:02
Als Al Elliott Anfang Mai aus Jena zurück in die Heimat flog, wusste er nicht, ob er auch nächste Saison wieder für die POM Baskets spielen wird. Nach seiner Vertragsverlängerung für die Basketball-Bundesliga telefonierten wir mit dem 28-jährigen Point Guard, der sich derzeit bei seiner Familie in Washington (USA) befindet.
Haben Sie sich nach der langen Saison eine Pause vom Basketball gegönnt?
Genau das habe ich gemacht. Ich habe versucht zu entspannen und zu relaxen, nicht zu viel an Basketball zu denken.
Nur versucht?
Ich habe es nicht lange ausgehalten. An der Universität von Maryland spiele ich momentan zwei Mal in der Woche mit Freunden, aber nicht in einem Wettbewerb. Mit Krafttraining will ich mich außerdem fit halten. Aber ich gehe es ruhig an. Mein Körper braucht einfach eine längere Pause.
Wie verbringen Sie sonst die Zeit in Washington?
Natürlich bin ich viel mit Familie und Freunden zusammen, schließlich habe ich sie fast ein halbes Jahr nicht gesehen. Wie sehr man sie vermisst, merkt man eigentlich erst, wenn man wieder zuhause ist. Außerdem trainiere ich hier nebenbei Schulkinder im Basketball.
Was sagt die Familie zu Ihren sportlichen Erfolgen?
Sie sind alle ziemlich stolz auf mich und die Leistungen der letzten Saison. Meine Cousins haben meine Spiele in Jena meistens am Computer verfolgt, sie wussten also immer über alles Bescheid. Leider waren sie alle noch nie in Deutschland. Da ich in diesem Jahr Weihnachten wohl nicht nach Hause fliegen werde, kommen sie mich vielleicht besuchen.
Wie steht Ihr Umfeld dazu, dass Sie nach Europa gehen, um ihren Sport zu betreiben?
Einige verstehen es nicht. Sie sagen zu mir, dass ich doch in den USA viel besser spielen könnte, zudem nicht so weit weg von ihnen wäre. Aber ich fühle mich in Deutschland wohl. Deswegen war auch klar, dass ich nach dem Sommer wieder nach Jena gehen werde.
Nächste Saison dürfen Sie Ihr Können erstmals in der Bundesliga zeigen ...
Wenn ich ehrlich bin, kann ich es jetzt schon kaum noch warten. Ich warte schon so viele Jahre auf diese Gelegenheit und jetzt möchte ich allen beweisen, dass ich auf diesem Niveau spielen kann.
Worauf freuen Sie sich besonders?
Auf die großen Hallen, die starken Gegner. Einfach alles, was die BBL ausmacht.
Jena hat den nötigen BBL-Etat von einer Million bislang noch nicht gedeckt. Haben Sie Bedenken, dass der Aufstieg vielleicht an fehlendem Geld scheitern könnte?
Ich muss natürlich auch an diese Möglichkeit denken, aber momentan bin ich guter Dinge, dass auch alles klappt und wir eine gute Saison in der ersten Liga spielen werden.
Auf ihrer Position des Aufbauspielers wollen die POM baskets noch einen neuen Mann verpflichten...
Das ist auch gar nicht so schlimm. Die Saison ist lang und wir werden uns gegenseitig brauchen. Ich bin Sportler und will den Wettbewerb. Ich werde versuchen, gegen jeden zu bestehen.
Wissen Sie schon, wer Ihre neuen Teamkollegen werden?
Dafür bin ich zu weit von Jena entfernt. Ich weiß darüber wirklich nicht viel. Das ist auch nicht meine Aufgabe. Man wollte einen erfahrenen BBL-Spieler auf der Position des Centers verpflichten, dazu noch zwei weitere - mehr weiß ich derzeit auch nicht. Ich bin offen für jeden Spieler und werde ihm helfen, wo ich nur kann. Aber es wäre schön, wenn möglichst viele der Jungs aus dem letzten Jahr bleiben könnten.
Wann kommen Sie nach Jena zurück?
Bis jetzt hat mir noch keiner ein Flugticket nach Deutschland gekauft. (lacht) Aber Mitte Juli werde ich nach jetzigem Stand wieder in Jena sein und dort trainieren. Zunächst werde ich mein Knie weiter stabilisieren, bevor es dann am 6. August mit der Mannschaft losgeht.
Gespräch: Thomas Wolfer, Schoenen-Dunk e.V.
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Haben Sie sich nach der langen Saison eine Pause vom Basketball gegönnt?
Genau das habe ich gemacht. Ich habe versucht zu entspannen und zu relaxen, nicht zu viel an Basketball zu denken.
Nur versucht?
Ich habe es nicht lange ausgehalten. An der Universität von Maryland spiele ich momentan zwei Mal in der Woche mit Freunden, aber nicht in einem Wettbewerb. Mit Krafttraining will ich mich außerdem fit halten. Aber ich gehe es ruhig an. Mein Körper braucht einfach eine längere Pause.
Wie verbringen Sie sonst die Zeit in Washington?
Natürlich bin ich viel mit Familie und Freunden zusammen, schließlich habe ich sie fast ein halbes Jahr nicht gesehen. Wie sehr man sie vermisst, merkt man eigentlich erst, wenn man wieder zuhause ist. Außerdem trainiere ich hier nebenbei Schulkinder im Basketball.
Was sagt die Familie zu Ihren sportlichen Erfolgen?
Sie sind alle ziemlich stolz auf mich und die Leistungen der letzten Saison. Meine Cousins haben meine Spiele in Jena meistens am Computer verfolgt, sie wussten also immer über alles Bescheid. Leider waren sie alle noch nie in Deutschland. Da ich in diesem Jahr Weihnachten wohl nicht nach Hause fliegen werde, kommen sie mich vielleicht besuchen.
Wie steht Ihr Umfeld dazu, dass Sie nach Europa gehen, um ihren Sport zu betreiben?
Einige verstehen es nicht. Sie sagen zu mir, dass ich doch in den USA viel besser spielen könnte, zudem nicht so weit weg von ihnen wäre. Aber ich fühle mich in Deutschland wohl. Deswegen war auch klar, dass ich nach dem Sommer wieder nach Jena gehen werde.
Nächste Saison dürfen Sie Ihr Können erstmals in der Bundesliga zeigen ...
Wenn ich ehrlich bin, kann ich es jetzt schon kaum noch warten. Ich warte schon so viele Jahre auf diese Gelegenheit und jetzt möchte ich allen beweisen, dass ich auf diesem Niveau spielen kann.
Worauf freuen Sie sich besonders?
Auf die großen Hallen, die starken Gegner. Einfach alles, was die BBL ausmacht.
Jena hat den nötigen BBL-Etat von einer Million bislang noch nicht gedeckt. Haben Sie Bedenken, dass der Aufstieg vielleicht an fehlendem Geld scheitern könnte?
Ich muss natürlich auch an diese Möglichkeit denken, aber momentan bin ich guter Dinge, dass auch alles klappt und wir eine gute Saison in der ersten Liga spielen werden.
Auf ihrer Position des Aufbauspielers wollen die POM baskets noch einen neuen Mann verpflichten...
Das ist auch gar nicht so schlimm. Die Saison ist lang und wir werden uns gegenseitig brauchen. Ich bin Sportler und will den Wettbewerb. Ich werde versuchen, gegen jeden zu bestehen.
Wissen Sie schon, wer Ihre neuen Teamkollegen werden?
Dafür bin ich zu weit von Jena entfernt. Ich weiß darüber wirklich nicht viel. Das ist auch nicht meine Aufgabe. Man wollte einen erfahrenen BBL-Spieler auf der Position des Centers verpflichten, dazu noch zwei weitere - mehr weiß ich derzeit auch nicht. Ich bin offen für jeden Spieler und werde ihm helfen, wo ich nur kann. Aber es wäre schön, wenn möglichst viele der Jungs aus dem letzten Jahr bleiben könnten.
Wann kommen Sie nach Jena zurück?
Bis jetzt hat mir noch keiner ein Flugticket nach Deutschland gekauft. (lacht) Aber Mitte Juli werde ich nach jetzigem Stand wieder in Jena sein und dort trainieren. Zunächst werde ich mein Knie weiter stabilisieren, bevor es dann am 6. August mit der Mannschaft losgeht.
Gespräch: Thomas Wolfer, Schoenen-Dunk e.V.
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