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FIVE

FÜNF: Mr. Universell

Pucki am 23.05.2007 um 00:56

Basketballern werden gerne Attribute von Gebrauchsgegenständen zugeschrieben. Man denke an die Mikrowelle oder den Traktor. Terryl Woolery lässt sich am ehesten mit einem Schweizer Armeemesser vergleichen. Schließlich ist der Publikumsliebling immer am Start, wenn er gebraucht wird. Zudem ist er ungemein variabel und hat in jeder Situation die passende Antwort parat. Sollten noch Zweifel an der Vielseitigkeit des Flügelspielers bestanden haben, pulverisierte Woolery diese im Saisonspiel seiner Wolfenbüttel Dukes gegen den TuS Lichterfelde. 18 Punkte, 10 Rebounds, 11 Assists und 10 Steals legte der US-Amerikaner auf – ein lupenreines Quadruple-Double. „Damit hätte ich nie gerechnet, ich werde dieses Spiel nie vergessen. Am wichtigsten ist aber, dass die Punkte und Rebounds wichtig für unseren Sieg waren“, gab sich Woolery nach der Partie auf eurobasket.com bescheiden.

Schon während seiner Uni-Laufbahn mimte Woolery überzeugend das „Swiss-Army-Knife“. Noch immer hält er an der California State Polytechnic University den Rekord für die meisten Steals in einer Saison. Dazu erzielte er für die Broncos über zwei Spielzeiten die meisten Punkte und führte sein Team in Sachen Rebounds an. Nach einer Tingeltour durch die unterklassigen Ligen der USA, die ihn zu so illustren Vereinen wie den Inglewood Cobras oder den Des Moines Heat führte, landete Woolery schließlich im beschaulichen Wolfenbüttel.
Dort sind seine Allround-Qualitäten hochgeschätzt. „Terryl kann praktisch auf jeder Position spielen. Er kann den Ball bringen, von außen werfen und gegen große Spieler verteidigen“, fasst Dukes-Coach Halil Coskun zusammen.

Auch die Junge Liga hat die Stärken des 30-Jährigen erkannt und kürte Woolery zum Spieler des Monats Dezember. Zuvor hatte er seine vom Verletzungspech gebeutelte Mannschaft mit einem Triple-Double zum Sieg gegen die Düsseldorf Magic gewuchtet. Mit den Spitzenplätzen hatten die Dukes in dieser Saison zwar als Zwölfter nichts zu tun, aber zumindest mussten die Zuschauer in Wolfenbüttel dank ihrem springenden Klappmesser auch nicht das Abstiegsgespenst fürchten.


Woolery bezeichnet sich selbst nicht als Taschenmesser, sondern lieber als Klebstoff, der das Wolfenbütteler Mannschaftsgefüge zusammenhält.



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