Artland Dragons

Dragons glauben an ihre Chance

Lomax am 18.05.2007 um 15:04

In wenigen Tagen starten die Play-off-Viertelfinals der Basketball Bundesliga. Mittendrin sind auch die Artland Dragons, die sich als Achter der Hauptrunde mit dem Meisterschaftsfavoriten ALBA Berlin in mindestens drei Spielen messen werden. Teil eins der anspruchsvollen Aufgabe erwartet die Fleming-Truppe bereits am kommenden Sonntag, 20. Mai um 17 Uhr in der Max-Schmeling-Halle.

Obwohl die Dragons in den zwei Spielzeiten zuvor nicht über das Play-off-Viertelfinale hinaus gekommen sind und es nun beim dritten Anlauf mit dem hohen Favoriten aus der Hauptstadt zu tun bekommen, geben sich die Quakenbrücker betont selbstbewusst: „Dass wir beide Hauptrundenspiele gegen ALBA verloren haben, zählt nicht mehr: In den Play-offs fangen alle Teams bei Null an“, gibt Dragons-Assistenztrainer Ralf Rehberger Ausblick auf die Play-off-Serie. „Berlin ist vielleicht die athletischste Mannschaft der Liga, die es liebt physisch und aggressiv zu verteidigen, sowie das Spiel sehr schnell zu machen, dennoch glauben wir an unsere Chance.“

Auf die Artland Dragons kommt entsprechend viel Arbeit zu, wenn man die Albatrosse besiegen will. Die Mannschaft von Headcoach Henrik Rödl schloss souverän die Hauptrunde als Tabellenerster ab und ist ihres Zeichens die zweitbeste Dreier-Mannschaft der Liga. Dabei glaubt Rehberger, dass den Quakenbrückern die Außenseiterrolle durchaus helfen kann: „Berlin hat den Druck, unbedingt gewinnen zu müssen, um der hohen Erwartungshaltung gerecht zu werden. Uns muss bewusst sein, dass ALBA entsprechend aggressiv starten wird, um das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Je länger wir im Spiel bleiben, desto eher können wir die Siegchance wahren.“

Dass die Albatrosse die Spiele aber auch gerade in den Endphasen für sich entscheiden können, liegt unter anderem an der tiefen Bank und Leistungsdichte der Spreestädter. Ob Topscorer Julius Jenkins (15,1 ppg, 2,3 apg, 1,3 spg, 40% Dreierquote) oder William Avery (10,6 ppg, 3,7 apg, 32% Dreierquote) als abgezockte und clevere Guards mit der Fähigkeit wichtige Würfe zu treffen oder die athletische Riege der „Big Men“: Auf jeden Spieler müssen die Dragons aufpassen, um die Siegchancen nicht leichtfertig zu verspielen.

Dabei hat Rödl mit Chris Owens (13,8 ppg, 6,5 rpg, 38% Dreierquote) einen der vielseitigsten Forwards der Liga und mit Modellathlet Sharrod Ford (11,5 ppg, 6,9 rpg, 2,3 bpg) einen der besten Shotblocker der Liga in seinen Reihen. Auch die übrigen Spieler prägen das ALBA-Spiel und machen die Hauptstädter einmal mehr zu einem der heißesten Meisterschaftsanwärter. Koko Archibong (6,4 ppg, 3,9 rpg), Rouben Boumtje-Boumtje (6,7 ppg, 5,1 rpg), Johannes Herber (4,2 ppg, 2,1 rpg), sowie Rekonvaleszent Demond Greene (7,5 ppg, 41% Dreierquote) gelten als engagierte und harte Verteidiger, die auch im Angriff dem Spiel ihren Stempel aufdrücken können und auch werden, wenn es die Situation erfordert.

Während der neuseeländische Scharfschütze Kirk Penney (9,4 ppg, 38% Dreierquote) nach überstandener Knieverletzung wohl bereits am Sonntag gegen die Dragons zum Einsatz kommen könnte, müssen die Berliner vorraussichtlich noch zwei Wochen auf den verletzten Serben Nenad Canak (4,9 ppg, 40% Dreierquote) als weiteren gefährlichen Distanzwerfer verzichten. Ob die Youngster Nicolai Simon und Philip Zwiener nach guten Eindrücken in den Hauptrundenspielen auch in den Play-offs zum Zuge kommen, werden die ersten Spiele zeigen.

Alles in allem verfügt Henrik Rödl und sein Trainerstab über eine der ausgeglichensten und stärksten Mannschaften der Liga, die nicht zu Unrecht als Tabellenerster in die Play-off-Runde geht. Auch wenn die Dragons auf dem Papier als Außenseiter gelten, wollen sie den Favoriten überraschen: „Wir müssen aus den Fehlern der Hauptrundenspiele gegen ALBA gelernt haben, was bedeutet, dass wir keine leichten Punkte mehr zulassen dürfen.

Wir sind angehalten, uns in den Begegnungen mit Berlin verstärkt auf die defensive Reboundarbeit zu konzentrieren und das Spieltempo zu bestimmen. Wenn es uns darüber hinaus noch gelingt, auf den Ball aufzupassen, also die Anzahl der Ballverluste zu minimieren, dann werden wir die Spiele lange Zeit offen halten und womöglich die Siegchance wahren.“

Pressemitteilung: Artland Dragons

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