ProA

Langens Rückblick auf die 2. Bundesliga-Süd

Lomax am 18.05.2007 um 11:36

Die Saison 2006/07 war bei den Basketball-Herren die letzte Saison in der 2. Bundesliga-Süd Ab 2007/08 geht es bundesweit eingleisig in den Divisionen ProA und ProB weiter.

Ein Blick nach hinten muß erlaubt sein für die 2. Liga-Süd. Sie gab es seit 1975. Und wenn ein Verein wie der TV Langen seit 1978 dabei war, nur unterbrochen von sechs spannenden Erstliga-Jahren, dann ist eine Bilanz gerechtfertigt.

Die zweigeteilte 2. Bundesliga passte ideal zum Konzept des TV Langen, der sich seit seiner Gründung neben seinem Breitensport-Programm als ein Verein des Leistungs-Basketball für die Jugend definiert hat. In dieser Liga konnte junge Spieler bis zum U22-Alter reifen, sich für größere Aufgaben empfehlen.

Das begann mit den TVL-Jungen der Jahrgänge 1957-1962, mit Jogi Barth, Rainer Greunke, Jochen Geiger, Peter Hering, Franz Schindler, Jens Oltrogge, setzte sich mit den Neumann-Zwillingen Klaus und Jürgen (Jahrgang 65), mit Volker Liedtke (66), später mit den deutschen Jugendmeistern von Coach Jogi Barth, allen voran Bernd Neumann (68) und Norbert Schiebelhut (67) fort.

Einige von ihnen spielten in den Jugend-Nationalmannschaften und Rainer Greunke spielte bei der Männer-WM 1986 für Deutschland. Mit den ersten von ihnen gelang dem TV Langen ein sagenhafter Durchmarsch von der Landesliga (1975) in die 2. Bundesliga (1978) und 1. Bundesliga (1981), und auch die jungen Langener Talente der nächsten Jahrgänge standen immer im Mittelpunkt der Arbeit des TVL. „Einer pro Jahrgang konnte es im Schnitt pro Jahr aus der TVL-Jugend in die 2. Bundesliga schaffen,“ das war die Erfahrung von Jugendtrainer Jogi Barth über viele Jahre.

Immer waren die jungen Spieler diejenigen, die für Langens Verantwortliche den Anstoß gaben, Bundesliga-Basketball zu organisieren. Ziel war und ist es, in der 2. Bundesliga junge Talente zu fördern. Deshalb war man in Langen nie traurig sondern eher stolz, wenn sich junge Spieler in die 1. Bundesliga und in die Nationalmannschaft der Männer entwickelten, wie einst Tim Nees (beim BC Darmstadt entdeckt) und viele Jahre später Johannes Herber, der vom SC Bergstraße kam. Beide wurden viele Jahre im BTI Langen gefördert..

Als sich die 2. Bundesliga selbst zur „Jungen Liga“ ernannte, passte sie noch besser als zuvor ins Langener Nachwuchskonzept. Es wurde der Einsatz von jungen Spielern (U22 und jünger) forciert, ausgezeichnet („Youngster des Monats“) und tabelliert („Die Junge Tabelle“). Der TV Langen stand in dieser jungen Tabelle in allen Jahren immer auf einem der vorderen Plätze, weil er einen hohen Anteil der Spielzeiten den jungen Spielern einräumte, ihnen Gelegenheit zum Sammeln von Spielerfahrung im Männerbereich gab. Auch in der letzten Saison setzte Coach Frenki Ignjatovic mit 45,5 Prozent der Spielzeit auf seine Youngster, wurden Dominik Bahiense de Mello und Sebastian Barth von der Liga zu „Youngstern des Monats“ gewählt, kamen mit diesen beiden sowie Max Weber und Philipp Schneider vier U22-Spieler, mit Patrick Taubert ein U20, mit Roland Wiertel, Kai Barth, Robin und Marian Benzing vier U19 zu Einsatzzeiten. Nimmt man das in Relation zum 4. Tabellenplatz insgesamt, dann hat der TV Langen sein Nachwuchs-Leistungssportkonzept ideal umgesetzt.

Dazu gehört natürlich mehr als ein „normaler“ Verein. So hat der TVL dieses guten Ergebnisse auch der Partnerschaft mit dem BTI Langen (seit 1985) und zusätzlich mit der Basketball-Academy Rhein-Main (seit 2000) zu verdanken, aber auch der Partnerschaft mit kooperierenden Vereinen, insbesondere den Deutsche Bank Skyliners und TV Dieburg sowie SC Bergstraße, bei dem auch die Benzing-Zwillinge für den Basketball begeistert wurden.

In der 2. Bundesliga-Süd ging es immer um spannenden Sport auf gutem Niveau und um tolle Stimmung in den Hallen. Bis zum Auftreten der Skyliners war der TV Langen viele Jahre lang die „Nr. 1 im Rhein-Main-Gebiet“. Man traf sich in Langen beim Basketball !

Hier gab es amerikanische Spieler (zunächst einen und später maximal zwei pro Team), die die Fans ins Herz schlossen. In Langen wurde Joe Whitney später sogar eingebürgert (mit Ebbelwoi „gedaaft“) und lebt noch immer gern in Langen.

Beim Rückblick in den Tabellen kann sich der TV Langen sehen lassen. BG Göttingen (insgesamt 828:682 Punkte nach 28 Jahren in der 2. Liga-Nord) und TV Langen (822:486 nach 23 Jahren in der 2. Liga-Süd; sechs Jahre 1. Liga schmälern das Punkte-Konto) gehen in die Geschichte der zweigleisigen 2. Bundesliga als erfolgreichste Vereine im Norden und im Süden ein.

Die Ergebnisse in dieser letzten Saison der 2. Bundesliga-Süd entsprechen der hervorragenden Leistung von Giraffen-Trainer Branislav Ignjatovic, der die Mischung aus jung und erfahren sehr gut zum Team zu formen verstand, der in Langen wieder echte Basketball-Begeisterung geweckt hat.

Die bundesweit eingleisige „2. Bundesliga, Division ProA und Division ProB“ wird es ab 2007/08 sein. Auch ab 2007 sollen bei den Bundesliga-Giraffen des TV Langen junge deutsche Spieler gefördert werden, damit sie sich in die 1. Liga und in die Nationalmannschaften empfehlen können. Es ist eine neue große Herausforderung für alle im TVL !

Pressemitteilung: TV Langen (Jochen Kühl)

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