Science City Jena

„Bayreuth war der Schlüssel“ - Interview mit Gregor Linke

Lomax am 24.04.2007 um 22:22

Nach dem Sieg der POM baskets Jena über Chemnitz und der damit vorzeitig errungenen 2.Liga-Meisterschaft können die Thüringer voller Selbstvertrauen und etwas entspannter auf die Partie am Kaiserslauterer Kaiserberg schauen. Wir trafen uns vor dem letzten Saisonspiel mit POM baskets-Flügelspieler Gregor Linke, nach Ur-Gestein Mischa Zlotowski mittlerweile dienstältester Akteur in Reihen der Saalestädter, zum ungezwungenen Gespräch.

Wie sieht Gregor Linkes Gefühlswelt mit dem Abstand von 2 Tagen nach dem geschafften sportlichen Aufstieg aus?
Ich bin sehr stolz auf das, was wir als Team dieses Jahr erreicht haben. Es war ein krasses Spiel, die Kulisse war sehr beeindruckend und die Meisterfeier am Abend nach dem Derby logischerweise erst am frühen Morgen zu Ende. Die Meisterschaft mit Jena ist ein supergeiles Erlebnis. Ich werde aber sicher noch ein paar Tage brauchen um das alles richtig wirken zu lassen und zu verarbeiten.

Gab es Gratulanten anderer Vereine nach der Meisterschaft?
Ja, Oliver Braun und die Chemnitzer Mannschaft haben natürlich gleich vor Ort gratuliert. Selbst von Ronnie Taylor kamen die besten Wünsche aus Kaiserslautern. Auch aus meiner Heimat Köln trudeln nun langsam die Glückwünsche ein. Da warten sicher noch Einige auf das Entscheidungsspiel in Lautern und haben noch nicht registriert, dass wir es bereits geschafft haben.

Was war für Dich das Schlüsselerlebnis der Saison? Wann hast Du daran geglaubt, dass es wirklich mit der Meisterschaft klappen könnte?
Das Bayreuth-Spiel in der Oberfrankenhalle war meiner Meinung nach der ausschlaggebende Punkt. Wenn du 20 Punkte zurückliegst, aufholst und siehst, wie das Team eine solch offensivstarke Bayreuther Mannschaft mit so einem Comeback am Ende bei 56 Punkten hält, realisiert man, dass der Aufstieg ein realistisches Ziel ist. Wir, die Spieler und der Coaching Staff, haben so hart trainiert und darauf hingearbeitet. Nach der Partie in Bayreuth hatten es alle kapiert, dass wir es schaffen können.

Du bist nach Mischa Zlotowski der dienstälteste Spieler im Jenaer Kader. Deine Statistiken sanken bei den Punkten, erhöhten sich parallel dazu bei den Rebounds. Liegt das an Deiner neuen Position als 3er oder hängt es mit Jenas Spiel zusammen?
Ein bisschen von beidem. Sicher sind Statistiken immer Positionsabhängig, allerdings eben auch durch unsere Spielweise bedingt. Zudem habe ich in dieser Saison recht wenig Freiwürfe bekommen. Eine Mischung dieser 3 Komponenten ist wohl der ausschlaggebende Grund.

Man hat Dir in den bisherigen 29 Spielen tatsächlich nur 39 Freiwürfe zugesprochen, für einen Spieler wie Dich eine recht dürftige Ausbeute. Warum darfst Du so selten an die Linie?
Zunächst werden Fouls bei 3ern sehr selten gepfiffen. Durch die häufig auftretende körperliche Überlegenheit auf dem kleinen Flügel ist es für die Schiedsrichter zudem sehr schwer, die Fouls zu erkennen und dann auch zu ahnden.

Wer war in dieser Saison der für Dich unangenehmste Gegenspieler?
Ich selber, oder besser mein eigener Kopf. Zumindest an Tagen, an denen ich selbst mit meiner Leistung unzufrieden war oder über nicht getroffene Würfe lamentiert habe.

Du bist 5 Jahre älter als Dein Trainer Björn Harmsen. War das vor und in der Saison ein Problem?
Vor der Saison war das sicher eine eigenartige Situation. Das legt sich aber relativ schnell, wenn man sieht, wie akribisch und professionell der Coach arbeitet. Von den Älteren musste sich keiner mehr profilieren, daher hat die Mischung sehr gut gepasst. Zudem ist es wichtig, wenn du merkst, dass dein Trainer Ahnung vom Basketball hat. Björn lebt für seine Philosophie und setzt diese auch über die gesamte Saison um.

Wie viele Jahre wird Gregor Linke noch Basketball spielen?
Solang die Knochen halten werde ich meiner Leidenschaft Basketball nachgehen. Eine Altersgrenze hab ich mir nicht gesetzt. Wie lange es letztendlich reicht wird die Zukunft zeigen.

Wie sieht deine Vertragssituation aus?
Ende Mai läuft mein Vertrag aus, danach werden wir verhandeln. Jena ist die erste Option, schließlich will man sich für die harte Arbeit der Saison und den Aufstieg auch belohnen. Wir müssen jetzt aber erst mal sehen, mit welcher sportlichen Ausrichtung die POM baskets in die kommende Saison gehen.

Was kommt nach dem Basketball?
Daran wird gerade gefeilt. Ich absolviere mein BWL-Bachelor und danach werde ich weitersehen. Es gibt da sicher einige interessante Optionen, ob es nun der Weg von Oli Braun als Sportdirektor ist, oder ich ins Geschäft meiner Eltern einsteige.(Geschenkartikel Linke - Stahlwaren & Souvenirs – Am Hof 28 – beim Kölner Dom). Schau mer mal ....

Tom Prager, Schoenen Dunk e.V.

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