Gastschreiber

New Yorker Phantoms Braunschweig

Oliver Braun in Braunschweig

Lomax am 18.04.2007 um 12:13

Oliver Braun ist 34 Jahre alt, unter Deutschlands Basketballfans kein unbeschriebenes Blatt und ab dem 1. Juni 2007 als sportlicher Geschäftsführer bei den New Yorker Phantoms tätig. Der 2,08m große, ehemalige Nationalmannschafts-Center heuert damit bereits ein zweites Mal in Braunschweig an – wechselt nun allerdings als „phänomenaler Sportdirektor“ vom Frontcourt ins Frontoffice. Das neue Bindeglied zwischen Team und GmbH gilt als Hoffnungsträger einer ganzen Region.

Die Vita des gebürtigen Hannoveraners liest sich lang und imposant. Oliver Braun startete seine Karriere bei der TK Hannover (92-93), bevor er über Ludwigsburg (93-94) und Berlin (94-95), das erste Mal bei der damaligen SG Braunschweig (95-98) anheuerte.

Nach seiner Zeit bei den Telekom Baskets Bonn (98-00) folgten Gastspiele bei Scaligera Verona, Brandt Hagen, Dafni Athen und den Artland Dragons aus Quakenbrück, bevor sich der ehemalige Korac-Cup-Gewinner nach einer Fußverletzung seinem Management- und Wirtschaftsstudium widmete und parallel dazu für die erdgas baskets Jena auf Korbjagd ging. Das letzte Kapitel seiner sportlich aktiven Karriere schließt er mit dieser Saison bei der BV TU Chemnitz 99.

In Zusammenarbeit mit Phantoms-Trainer „Mucki“ Mutapcic will Oliver Braun die Niedersachsen auf das nächste Level heben. Schoenen-Dunk sprach mit dem James Bond-Fan über seine persönliche Zukunft, die Ziele der New Yorker Phantoms und dem Leben nach dem Leistungssport.

Herr Braun, hinter ihnen liegt eine wechselhafte, von Ups and Downs gezeichnete, letztendlich aber hinsichtlich Ihrer Stationen und Erfolge eindrucksvolle Karriere. Wenn Sie Zwischenbilanz ziehen müssten, wie würde Ihr Fazit ausfallen?
Oliver Braun:Sportlich ein sehr eindruckvolle Zeit, die ich nicht missen möchte. Mir wurden Sachen zu Teil die anderen vielleicht verwehrt blieben, was mich durchaus in gewisser Hinsicht geprägt hat. Ich konnte viel lernen und hoffe dieses in meine zukünftige Arbeit mit einbeziehen zu können.

Für welche Bereiche der Braunschweiger sind Sie verantwortlich und wie kann man sich Ihren Tagesablauf vorstellen?
Oliver Braun:Ich werde eine Kombination aus sportlicher und wirtschaftlicher Manager sein. Wobei das Augenmerk vorerst auf der sportlichen Schiene liegen soll. Es gilt die Infrastruktur und Professionalität weiter zu entwickeln.
Einen festen Tagesablauf wird es nicht geben, da viele Dinge Ihren eigenen Zeitrahmen benötigen. Es wird eine Verbindung aus Organisation-, Personal-, Marketingmanagement.

Ihre Zwischenstationen bei namenhaften Clubs im In- und Ausland sowie das abgeschlossene Management- und Wirtschaftsstudium dürften sich in Ihrer zukünftigen Rolle als Sportdirektor doch sicher als sehr hilfreich erweisen ?
Oliver Braun:Ich denke, dass diese Zusammensetzung eine ideale Lösung ist und wie schon vorab gesagt die Erfahrung mir hilfreich sein sollte.

Welcher Vorteil ist Ihrer Meinung nach der größere. Die guten Verbindungen zur Basketball-Fachwelt oder das wirtschaftlich Know How im Geschäftsleben ?
Oliver Braun:Ist z.Z. schwierig zu sagen und wird sich wohl äquivalent entwickeln.

Unseren Informationen zufolge konnten die New Yorker Phantoms Braunschweig den Etat aufstocken. Welche Ziele sind aus Ihrer Sicht mit dem erhöhten Budget realisierbar ?
Oliver Braun:Die Infrastruktur weiter zu stärken, das Jugendkonzept mit deutschen Spielern fortzuführen und sportlich in „sicheres Fahrwasser“ ( Playoffs) zu kommen. Wobei beim letztgenannten noch andere Faktoren mit einbezogen werden müssen.

Wie lang läuft der Vertrag zwischen Ihnen und dem Verein und wo sehen Sie den Braunschweiger Basketball in 3 Jahren ?
Oliver Braun:Es ist ein mehrjähriger Vertrag in dem ich hoffentlich die Basketballszene in Braunschweig mit weiterentwickeln kann. Es soll einer der Vereine in Deutschland werden, die zu den top 8 gehören, was Professionalität, Umfeld, Team, etc. angeht. Hierzu ist allerdings viel Arbeit und natürlich eine Weiterentwicklung im Sponsorenbereich nötig.

Mit Oldenburg, Braunschweig, Quakenbrück, Bremerhaven und zukünftig Göttingen spielen 5 niedersächsische Teams in der BBL. Ist es hinsichtlich dieser geballten Anzahl an Erstligisten auf relativ kleinem Landstrich in Zeiten immer kleiner werdender Etats für das Sport-Sponsoring nicht unheimlich schwierig, potentielle Unterstützung zu akquirieren ?
Oliver Braun:Ich denke es ist generell schwierig zur heutigen Zeit einen Etat zu bekommen, der es ermöglicht in der BBL zu bestehen. Niedersachsen und dessen Wirtschaftsunternehmen sind nicht gerade für ihre Finanzstärke bekannt. Quakenbrück und Bremerhaven sind ein wenig separat zu betrachten, da sie sehr stark von einem regionalen Sponsor unterstützt werden.

Wir bedanken uns bei Oliver Braun für das Gespräch!

Das Interview führte Tom Prager, Schoenen Dunk e.V.

0 Kommentare

 

21 Mitglieder
499 Gäste online

Anmeldung

Benutzeranmeldung

Registrieren

Passwort vergessen?

Schönen-Dunk bei FacebookSchönen-Dunk bei TwitterSchönen-Dunk-Newsfeed BIG - Basketball in Germany

Offiziell

BBL

# T P Diff

ProA

# T P W/L

ProB

Nord

# T P W/L

Süd

# T P W/L

Alternativ

BBL

# T P W/L

ProA

# T P Diff

ProB

Nord

# T P Diff

Süd

# T P Diff
 

Werbung

Werbung