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FÜNF: Der Freizeitsportler

Pucki am 03.04.2007 um 22:31

Einst war er der talentierteste Scorer unter den deutschen Guards, heute ist er Fitnesstrainer … und legt nebenbei 40 Punkte pro Spiel auf – in der Regionalliga. Wir können uns nicht daran erinnern, ob Cecil Egwuatu als Jüngling schwer zu kontrollieren war – und es interessiert uns auch nicht. Fakt ist: Mit 19 Jahren schenkte er Brandt Hagen 30 Punkte in einem Spiel ein. Das war am 23. Oktober 1999. Darauf angesprochen, ist Cecils Lächeln fast durchs Telefon zu hören. „Natürlich erinnere ich mich“, sagt der 27-Jährige. „Da war ich heiß.“

Eigentlich sollte so ein Zocker heute im besten Basketballalter im Nationalteam auflaufen. Stattdessen legt der 1,82 Meter große Combo-Guard für seinen Heimatverein SC Rist Wedel in der Regionalliga Nord 40,3 Punkte im Schnitt auf. Was falsch lief? Keine Ahnung, aber wer ihn sagen hört, dass er besser als Mithat Demirel gewesen sei und dass es auch heute kein Problem sei, 30 Punkte im Schnitt in der zweiten Liga zu liefern, kann sich vorstellen, dass so ein selbstbewusster junger Mann nicht überall auf Gegenliebe stieß. Wessen Schuld auch immer, das Ergebnis war ein Wanderleben. BCJ Hamburg, Weißenfels, Bamberg und zuletzt Trier (2002/03), dazu kamen Engagements in Spanien, Frankreich, Finnland und Österreich. Fast immer scorte er zweistellig. Dennoch kam nie ein Anruf von einem Bundestrainer.

Dann machte sich Egwuatu in Hamburg als persönlicher Fitnesstrainer selbstständig, absolviert gerade nebenbei die Ausbildung zum Heilpädagogen. Weil die Kohle fließt, ist die Profikarriere trotz vieler Angebote auf Eis gelegt. Sein Trainer Ingo Freyer hat keine Probleme mit ihm und ist sich sicher, dass Egwuatu noch Bundesliga spielen könnte. „In der Regionalliga gibt es keinen Gegner, der ihn stoppen kann“, sagt der frühere Nationalspieler.

Und trotz seiner Fitness-Karriere macht ihm Basketball immer noch so viel Spaß wie früher. Vielleicht geht ja in den nächsten Jahren noch mal was mit Hamburg als BBL-Standort. Dann wäre er gerne dabei. Eine Bereicherung wäre er in jedem Fall. Ansonsten bleibt ihm ja immer noch die Erinnerung an den Tag in Hagen.


Unter www.personaltraining-hamburg.com kann man Cecil Egwuatu als Trainer buchen.




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