Gastschreiber
FIVE
FÜNF: Schulkameraden
Pucki am 22.03.2007 um 23:24
Sportler an US-Unis kriegen gute Noten nachgeworfen, nach dem Training geht es zur nächstbesten Party – und den Mädels fallen die Klamotten ab, wenn die Spieler sie nur scharf angucken. Alles nur Klischees. Drei Jungs aus Deutschland erleben an der Universität in Buffalo die Realität des College-Basketball.
Yassin Idbihi, Christian Schmidt und Vadim Fedotov heißen die drei Auswanderer im Team der Buffalo Bulls. Die drei kennen sich von der gemeinsamen Zeit im Internat Schloss Hagerhof bei Bonn und bei den Rhöndorf Dragons.
Yassin Idbihi wagt nach dem Abitur 2003 den Sprung über den Atlantik. Er schreibt Unis an, schickt Videos. In Buffalo ist man von dem 2,08-Meter-Mann angetan und rekrutiert ihn. Der in Marokko geborene Forward überzeugt und wird schon im ersten Jahr Top-Rebounder des Teams. Da sie von dem Import aus Bratwurstland beeindruckt sind, schicken die Bulls Scouts nach Europa. Bei einem Spiel der Rhöndorfer fallen ihnen zwei große Spieler mit guten Skills auf: Center Vadim Fedotov (2,06 Meter) und Forward Christian Schmidt (2,03 Meter). Kurz darauf haben auch sie ihr Zimmer auf dem Campus.
Vom lockeren Studentenleben bekommen die drei Deutschen aber wenig mit. Für Sportler gilt „Bibo statt Party“: „Wir müssen mindestens sechs Stunden pro Woche in der Bibliothek lernen und einen guten Notendurchschnitt haben, um spielen zu dürfen“, berichtet „International-Business“-Studi Fedotov. "Aber der Stoff ist kaum schwerer als am Gymnasium", findet der Münchner. Nur nach Auswärtstrips muss gebüffelt werden, um das Verpasste aufzuholen.
Zeit zum Zocken bleibt aber genug, auch wenn der Trainingsumfang während des Semesters begrenzt ist. Dafür wird in den Ferien richtig zugelangt. „In den letzten Winterferien haben wir an manchen Tagen vier bis fünf Stunden am Stück trainiert“, erzählt Fedotov. Für Yassin Idbihi könnte sich das bald auszahlen: Einige NBA-Teams, unter anderem die Toronto Raptors, interessieren sich für den Bulls-Topscorer (15,9 PPG, 8,9 RPG). „Er hat gute Chancen, zu Pre-Draft-Camps eingeladen zu werden“, erklärt Fedotov. Neben den vielen falschen Klischees gibt es also eine Wahrheit: Eine gute College-Karriere ist die Eintrittskarte zur NBA.
Vadim Fedotov, Yassin Idbihi und Christian Schmidt verloren mit ihren Buffalo Bulls im Januar fünf Spiele in Folge. Idbihi war maßgeblich am Ende der Serie beteiligt und erzielte gegen Northern Illinois mit 26 Punkten eine neue Karriere-Bestleistung.

FIVE - Basketball for Live
www.fivemag.de
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Yassin Idbihi, Christian Schmidt und Vadim Fedotov heißen die drei Auswanderer im Team der Buffalo Bulls. Die drei kennen sich von der gemeinsamen Zeit im Internat Schloss Hagerhof bei Bonn und bei den Rhöndorf Dragons.
Yassin Idbihi wagt nach dem Abitur 2003 den Sprung über den Atlantik. Er schreibt Unis an, schickt Videos. In Buffalo ist man von dem 2,08-Meter-Mann angetan und rekrutiert ihn. Der in Marokko geborene Forward überzeugt und wird schon im ersten Jahr Top-Rebounder des Teams. Da sie von dem Import aus Bratwurstland beeindruckt sind, schicken die Bulls Scouts nach Europa. Bei einem Spiel der Rhöndorfer fallen ihnen zwei große Spieler mit guten Skills auf: Center Vadim Fedotov (2,06 Meter) und Forward Christian Schmidt (2,03 Meter). Kurz darauf haben auch sie ihr Zimmer auf dem Campus.
Vom lockeren Studentenleben bekommen die drei Deutschen aber wenig mit. Für Sportler gilt „Bibo statt Party“: „Wir müssen mindestens sechs Stunden pro Woche in der Bibliothek lernen und einen guten Notendurchschnitt haben, um spielen zu dürfen“, berichtet „International-Business“-Studi Fedotov. "Aber der Stoff ist kaum schwerer als am Gymnasium", findet der Münchner. Nur nach Auswärtstrips muss gebüffelt werden, um das Verpasste aufzuholen.
Zeit zum Zocken bleibt aber genug, auch wenn der Trainingsumfang während des Semesters begrenzt ist. Dafür wird in den Ferien richtig zugelangt. „In den letzten Winterferien haben wir an manchen Tagen vier bis fünf Stunden am Stück trainiert“, erzählt Fedotov. Für Yassin Idbihi könnte sich das bald auszahlen: Einige NBA-Teams, unter anderem die Toronto Raptors, interessieren sich für den Bulls-Topscorer (15,9 PPG, 8,9 RPG). „Er hat gute Chancen, zu Pre-Draft-Camps eingeladen zu werden“, erklärt Fedotov. Neben den vielen falschen Klischees gibt es also eine Wahrheit: Eine gute College-Karriere ist die Eintrittskarte zur NBA.
Vadim Fedotov, Yassin Idbihi und Christian Schmidt verloren mit ihren Buffalo Bulls im Januar fünf Spiele in Folge. Idbihi war maßgeblich am Ende der Serie beteiligt und erzielte gegen Northern Illinois mit 26 Punkten eine neue Karriere-Bestleistung.

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