BG Karlsruhe

Das Wie des Verlierens

Lomax am 12.03.2007 um 09:00

Alton Mason in den U.S.A., Joel Martin Jones zurück in Puerto Rico, Stefan Svitek verletzt, zwei BG Spieler, die sich unter der Woche mit einem Magen-Darm- Virus plagen mussten: Die Erwartungshaltung nach der Niederlage in Giessen an den verbleibenden Kader der BG dürften im Publikum nicht allzu hoch gewesen sein.

Doch was die 2.100 Zuschauer geboten bekamen, war trotz einer weiteren Niederlage mit dem 63:75 ( 22:20, 14:14, 13:19, 14:22) gegen die Eisbären Bremerhaven erfreulicher, als viele andere Niederlagen der vorhergegangenen Wochen. Erez Bittman hatte sich für die starting five mit Domonic Jones, David McCray, Stefan Fahrad, Andreas Hornig und Peter Cipriano entschieden, und diese neue Formation musste erst einmal zwei herbe Dämpfer wegstecken, als Nick Jacobson in den ersten zwei Minuten gleich zwei Dreier erfolgreich traf. Ein Freiwurf von Peter Cipriano zum zwischenzeitlichen 1:3 hatte dafür gesorgt, dass der Karlsruher Anhang sich nach 1:20 Minuten setzen konnte. Ein 4:0- Lauf durch Stefan Fahrad und Domonic Jones brachte die Gastgeber dann ins Spiel, und Dr. Sakalauskas bat nach 3:30 Minuten seine Spieler zu einer Auszeit. Diese konnten im Anschluss daran dank Adam Chubb ihren Vorsprung kurzfristig auf drei Punkte erhöhen, doch dann kam die Zeit der „jungen Wilden“. Erst sorgte Andreas Hornig mit einer schönen Aktion für den 7:8- Anschluss, dann zog McCray ein Offensivfoul von Brian Jones. Den Ballbesitz verwertete Domonic Jones mit einem Dreier zur ersten Führung von 10:8. Bremerhaven leistete sich im Gegenzug einen Schrittfehler und Stefan Fahrad nutzte dies eiskalt zum 12:8. Die nächste gute Offensivaktion gehörte David McCray mit einem drei- Punkte- Spiel zum 15:10. Nur wenig später glänzte er erneut mit einem Steal und seinem Korberfolg zum 17:12. Bremerhaven nahm das Spiel danach ernster, und schenkte der BG einen 0:5- Lauf zum 17:17-Ausgleich ein. Dass die BG trotzdem noch die ersten zehn Minuten mit einer 22:20- Führung beenden konnte, lag an einer gelungenen Aktion durch Sheiku Kabba kurz vor der Sirene.

Dieser Spielabschnitt hatte eines deutlich gezeigt: Die Mannschaft war gewillt zu kämpfen und sich als Einheit zu präsentieren. Stefan Fahrad war zu diesem Zeitpunkt bester Rebounder auf dem Parkett, David McCray hatte drei Steals gelandet und Domonic Jones hatte schon acht Punkte gesammelt. Selbst im zweiten Viertel wurde der gute Eindruck nicht zerstört: Domonic Jones gefiel mit zwei Assists, Fabrice M`Balla nutzte seine fast fünf Minuten Einsatzzeit zu drei Rebounds, Ryan Bond verwandelte seine Freiwürfe traumwandlerisch sicher, David McCray sorgte für emotionale Freudenausbrüche im Anhang bei seinem Dreier zum 29:24, und das gesamte Team erkämpfte sich ein ausgeglichenes Viertel mit 14:14 zum Halbzeitstand von 36:34. Es war eine Halbzeit, die den Headcoach der Gäste später zu Komplimenten in der Pressekonferenz animierte: „Ich kann Karlsruhe nur loben, die Mannschaft hat sehr, sehr gut gespielt. Sie haben Selbstvertrauen gezeigt und eine interessante Defense und Offense gespielt. Karlsruhe hat eine gute Leistung gezeigt, war aber nicht konstant und das ist eine Kopfsache.“

Andreas Hornig bewies im dritten Viertel einen klaren und aufgeräumten Kopf: Drei seiner insgesamt fünf zum Teil sensationellen Blocks an diesem Abend gelangen im nach der Halbzeitpause. Sein Kollege Peter Cipriano gefiel lange durch viele Rebounds und unter dem eigenen Korb schenkte man den Gästen nichts, was Brian Jones schmerzhaft bei seinem Punkterfolg zum 40:38 zu spüren bekam. Er steckte dies allerdings auch gut mit einem erfolgreichen Freiwurf zum 40:39 weg. Begünstigt durch einen Turnover von Kabba beim Stand von 40:40, zogen die Gäste dann schnell auf 40:46 davon, ehe Jones, Fahrad und Ryan Bond das Ergebnis wieder zum 47:47 egalisieren konnten. Danach reichten die Reserven dann nicht mehr, und die Eisbären aus dem Norden konnten sich vor dem letzten Viertel wieder auf vier Punkte zum 49:53 absetzen. Im letzten Viertel wendete sich dann das Blatt endgültig zugunsten der Gäste, die mit einem 0:4-Lauf nicht nur erfolgreich, sondern mit einem Alley-Hoop durch Chubb auch spektakulär starteten. Lediglich BG-Kapitän Ryan Bond konnte in dieser Phase mit einer 100%igen Freiwurfquote und Punkten aus dem Feld glänzen. Fünf Minuten vor Ende der Partie nahm Bittman noch einmal eine Auszeit beim Stand von 53:63. Doch so sehr sich seine Spieler auch bemühten,- gegen nun äußerst effektiv spielende Bremerhavener war kein Kraut gewachsen. Zwei von drei Versuchen aus der Distanz konnten Brian Jones und Rosnowski verwandeln und jeder einzelne Spieler des gesamten Gästeteams konnte rebounden. Zum Ende der Partie konnte Peter Cipriano noch einmal mit vier Punkten auf sich aufmerksam machen, an der Niederlage änderte dies allerdings nichts mehr. Dafür änderte diese Niederlage so einiges: Wann in dieser Spielzeit hatte man das Team der BG so offensichtlich engagiert kämpfen gesehen? Wann hatte David McCray mal 34:54, Peter Cipriano 32:23, Stefan Fahrad 25:03 und Fabrice M`Balla 14:55 Minuten Einsatzzeit bekommen? Es war das erste Mal, dass die Spieler auf Einzelvorstellung vor einer Partie verzichtet hatten und geschlossen als Mannschaft auf das Parkett gekommen waren. So wie sie anschließend gespielt hatten, war dies mehr als nur eine Geste.

Wer Siege braucht, um glücklich sein zu können, durfte sich an diesem Abend über eine andere gute Nachricht freuen: Mit 93:83 schlug das NBBL-Team der BG in den Play-Offs das Team des MTV Kronberg und erreichte damit das Achtelfinale! Überragender Spieler war dabei Michael Baumer, der schon zu Zweitligazeiten der BG in den Pausen mit seinen Dreiern für Unterhaltung gesorgt hatte. Am Sonntag, dem 18.03. um 14:00 Uhr darf nun der BG – Nachwuchs gegen den TV Langen in der Wildparkhalle seine Erfolgsgeschichte weiter schreiben.

Für die BG trafen: D. Jones 18/1, McCray 11/1, Cipriano 9, Bond 8, Fahrad 7/1, Kabba 5/1, M`Balla 3, Hornig 2

Punkte der Eisbären Bremerhaven: Guinn 15/1, Jacobson 14/3, Danielius 10, Rosnowski 10/2, Jones 10,/1, Chubb 9, Jonusas 5, Miller 2

Pressemitteilung: BG Karlsruhe (Olav Sprenger)

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