BG Karlsruhe

Gezeitenwechsel: Mit jungen Wilden wieder zu Identifikation

Lomax am 07.03.2007 um 09:14

In einem unveröffentlichten Interview mit dem „Eisbär(en)“ hatte Matthias Dischler, Geschäftsführer der BG Karlsruhe geäußert: „Wir müssen wieder Identifikation mit den Herzen schaffen.“

Den ersten Schritt unternahm er gestern gemeinsam mit Gesellschaftern, als er bei dem Pressetermin um 17:30 Uhr in der Wildparkhalle vor die Öffentlichkeit trat und bekannte: "Ich als Geschäftsführer und wir als Unternehmen haben entscheidende Fehler gemacht. Wir haben uns das alles ganz anders vorgestellt."

Die weiteren Schritte ergeben sich von selbst aus der Erkenntnis dieser Fehler:

„Wir haben sicher eine falsche Auswahl an Spielern gehabt."

Diese Auswahl korrigiert sich zum Einen durch die privaten Rahmenbedingungen einiger Spieler: Joel Martin Jones Interessen sind nicht mehr auf die Belange der BG, sondern auf die der Puerto- Ricanischen Nationalmannschaft ausgelegt. Dementsprechend läuft er nicht mehr im Trikot der Karlsruher auf, sondern kehrt in die Heimat zurück, um sich seine persönliche Teilnahme an der Weltmeisterschaft zu sichern. Bereits in seiner Heimat befindet sich Alton Mason, der vor kurzem Vater seines vierten Kindes geworden ist. Es gilt als wahrscheinlich, dass der Point Guard sich angesichts der sportlichen Entwicklung der BG eher der Familie als der sportlichen Neuorientierung der BG widmen wird. Zum Anderen wird die Korrektur in Form von Einsatzzeiten seitens des Vereins vorgenommen:

"Die übrigen Spieler wollen und werden die Saison zu Ende spielen."

Zu einem Neuanfang mit Blick auf eine mögliche Teilnahme an der Pro A in der kommenden Saison gehört nun auch, dass gerade die jungen Spieler wie David McCray, Stefan Fahrad und Fabrice M`Balla vermehrt Spielzeit bekommen werden. Angesichts zweier Siege im bisherigen Spielbetrieb gibt es keinen Zweifel bei den Verantwortlichen, dass diese Spieler Vertrauen verdienen und sicher nicht weniger rechtfertigen werden, als es diejenigen, deren Einsatzzeiten entfallen werden, getan haben. Neben dem Aspekt der Zukunftsselektion soll diese Konsequenz dazu beitragen, dass das Karlsruher Publikum wieder eine Mannschaft sieht, die als Team mit dem ganzen Herzen für den Verein auftritt, und mit der man sich wieder identifizieren kann. Dass die Spieler schon jetzt einen ordentlichen Beitrag zu einer gemeinsamen Zukunft im Leistungssport leisten, zeigt sich auch abseits des Parketts: Die Spieler verzichten auf ein Monatsgehalt und helfen damit, die finanzielle Situation der BG zu entschärfen.

Diese Form der Willensbekundung ist ein nicht zu unterschätzendes Zeichen an die Gesellschafter der BG, die in einer Sitzung in der kommenden Woche angesichts der entstandenen finanziellen Löcher darüber entscheiden werden, ob und in welcher Form Profibasketball in Karlsruhe künftig gestaltet werden kann. Der Spielbetrieb für die Restsaison bleibt davon unberührt.

Pressemitteilung: BG Karlsruhe (Olav Sprenger)

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