Dimplex Falke Nürnberg
Kurze Serie reißt in Ulm
sid am 04.03.2007 um 10:37
Der Ulmer Kuhberg bleibt ein undankbares Pflaster für Nürnberger Teams, auch beim ersten BBL-Duell im Schwabenland gab es für die SELLBYTEL Baskets vor 3100 Zuschauern in der ausverkauften Arena nichts zu holen. 86:58 (32:28) siegte ratiopharm Ulm und dürfte sich damit aller Abstiegssorgen entledigt haben, die Mittelfranken hingegen erlitten durch die Niederlage und den gleichzeitigen Erfolg des Tabellennachbarn aus Giessen einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt.
Wer bereits das Hinspiel zwischen beiden Teams im Oktober verfolgt hatte, erlebte am Samstagabend ein Déjà-vu. Die SELLBYTEL Baskets starteten selbstbewusst und mit viel Rückenwind in die Partie und lagen nach vier Minuten mit 7:4 in Front, als den Ulmern dank einer Ganzfeldpresse zwei schnelle Ballgewinne mit anschließenden einfachen Punkten gelangen und die erste Nürnberger Auszeit fällig war. Auf 15:10 konnten die Gäste noch einmal leicht davonziehen, aus einer eigenen Auszeit heraus legte Ulm jedoch einen 10:0-Lauf aufs Parkett und führte nach dem ersten Viertel mit 20:16. Dasselbe Defizit nahmen die SELLBYTEL Baskets auch mit in die Halbzeitpause, weil einerseits die eigene Abwehr gut stand und die ohne ihren Topscorer Levy spielenden Ulmer "frustrierte", wie Coach Mike Taylor nach dem Spiel analysierte, andererseits im Angriff jedoch zu hektisch und überhastet abgeschlossen und die Reboundarbeit vernachlässigt wurde.
Bis zur 23. Minute deuteten alle Anzeichen auf eine enge Partie hin, Jeff Gibbs' Dreier – der erste für Ulm im ganzen Spiel – zum 39:33 schien dann allerdings die leider nur allzu gut bekannten Blockademechanismen der Nürnberger Spieler wieder in Gang zu setzen, dieser Distanzwurf läutete eine 21:5-Serie der Gastgeber ein, die auch über zwei Nürnberger Auszeiten hinweg anhielt. Orientierungslos, frustriert und teilweise versteinert schleppten sich die Nürnberger übers Feld, scheiterten vorne mit halbherzigen Würfen und luden die Ulmer, die man im Setplay bis dato halbwegs im Griff hatte, dazu ein, ihre Transition-Offense und das Fastbreakspiel auf Touren zu bringen. Die Schwaben liefen heiß, markierten im dritten Viertel 30 Zähler, Nürnberg verkrampfte und nach 30 Minuten waren die Sieghoffnungen bei 44:62 in weite Ferne gerückt. Die Hausherren hatten nämlich nun richtig Spaß am Spiel gefunden, sie erfreuten die Zuschauer mit spektakulären Szenen en masse, während die Nürnberger Spieler völlig von der Rolle waren und die Demontage scheinbar wehrlos über sich ergehen ließen. Jeff Gibbs, der 20 seiner 26 Zähler in der zweiten Halbzeit erzielte, durfte zweimal nach Alley-Hoop-Anspielen stopfen und ebenfalls per Dunking setzte Florian Möbius schließlich den Schlusspunkt, ehe die Sirene die Nürnberger erlöste.
"Ulm war heute heiß und hatte sich nach der letzten Niederlage viel vorgenommen", zollte Stephan Harlander dem Gegner nach der Partie Respekt, zeigte sich jedoch verstimmt über den Auftritt seiner Schützlinge. "Wir hatten im Vorfeld dieser Partie mehrere gute Partien und sogar zwei Siege in Serie, dennoch fehlte der Mannschaft in kritischen Phasen wieder die nötige Ruhe und Stabilität, um im Spiel zu bleiben. Wir haben Absprachen vergessen, den Gegner durch unsere Fehler aufgebaut und sind selbst immer mehr verkrampft. Leider schleppt sich das schon durch die gesamte Saison, aber wir haben erst jüngst bewiesen, dass wir uns nicht hängen lassen, von daher werden wir die Woche über wieder hart arbeiten und daheim gegen Oldenburg alles daran setzen, wieder erfolgreich zu sein."
Ulm: Gibbs (26), Rowland (12), Shtein (11), Wysocki (10), Erege (6), Lucas (6), Young (6), Sprünken (4), Grosse (3), Möbius (2).
Nürnberg: Gioulekas (17), DeMichael (11), Lee (9), Rouse (7), Griffin (7), Lake (6), Meinel (1), Dühring, Göhring, Nees, Walker.
Pressemitteilung: SELLBYTEL Baskets Nürnberg (Felix Pflaum)
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Wer bereits das Hinspiel zwischen beiden Teams im Oktober verfolgt hatte, erlebte am Samstagabend ein Déjà-vu. Die SELLBYTEL Baskets starteten selbstbewusst und mit viel Rückenwind in die Partie und lagen nach vier Minuten mit 7:4 in Front, als den Ulmern dank einer Ganzfeldpresse zwei schnelle Ballgewinne mit anschließenden einfachen Punkten gelangen und die erste Nürnberger Auszeit fällig war. Auf 15:10 konnten die Gäste noch einmal leicht davonziehen, aus einer eigenen Auszeit heraus legte Ulm jedoch einen 10:0-Lauf aufs Parkett und führte nach dem ersten Viertel mit 20:16. Dasselbe Defizit nahmen die SELLBYTEL Baskets auch mit in die Halbzeitpause, weil einerseits die eigene Abwehr gut stand und die ohne ihren Topscorer Levy spielenden Ulmer "frustrierte", wie Coach Mike Taylor nach dem Spiel analysierte, andererseits im Angriff jedoch zu hektisch und überhastet abgeschlossen und die Reboundarbeit vernachlässigt wurde.
Bis zur 23. Minute deuteten alle Anzeichen auf eine enge Partie hin, Jeff Gibbs' Dreier – der erste für Ulm im ganzen Spiel – zum 39:33 schien dann allerdings die leider nur allzu gut bekannten Blockademechanismen der Nürnberger Spieler wieder in Gang zu setzen, dieser Distanzwurf läutete eine 21:5-Serie der Gastgeber ein, die auch über zwei Nürnberger Auszeiten hinweg anhielt. Orientierungslos, frustriert und teilweise versteinert schleppten sich die Nürnberger übers Feld, scheiterten vorne mit halbherzigen Würfen und luden die Ulmer, die man im Setplay bis dato halbwegs im Griff hatte, dazu ein, ihre Transition-Offense und das Fastbreakspiel auf Touren zu bringen. Die Schwaben liefen heiß, markierten im dritten Viertel 30 Zähler, Nürnberg verkrampfte und nach 30 Minuten waren die Sieghoffnungen bei 44:62 in weite Ferne gerückt. Die Hausherren hatten nämlich nun richtig Spaß am Spiel gefunden, sie erfreuten die Zuschauer mit spektakulären Szenen en masse, während die Nürnberger Spieler völlig von der Rolle waren und die Demontage scheinbar wehrlos über sich ergehen ließen. Jeff Gibbs, der 20 seiner 26 Zähler in der zweiten Halbzeit erzielte, durfte zweimal nach Alley-Hoop-Anspielen stopfen und ebenfalls per Dunking setzte Florian Möbius schließlich den Schlusspunkt, ehe die Sirene die Nürnberger erlöste.
"Ulm war heute heiß und hatte sich nach der letzten Niederlage viel vorgenommen", zollte Stephan Harlander dem Gegner nach der Partie Respekt, zeigte sich jedoch verstimmt über den Auftritt seiner Schützlinge. "Wir hatten im Vorfeld dieser Partie mehrere gute Partien und sogar zwei Siege in Serie, dennoch fehlte der Mannschaft in kritischen Phasen wieder die nötige Ruhe und Stabilität, um im Spiel zu bleiben. Wir haben Absprachen vergessen, den Gegner durch unsere Fehler aufgebaut und sind selbst immer mehr verkrampft. Leider schleppt sich das schon durch die gesamte Saison, aber wir haben erst jüngst bewiesen, dass wir uns nicht hängen lassen, von daher werden wir die Woche über wieder hart arbeiten und daheim gegen Oldenburg alles daran setzen, wieder erfolgreich zu sein."
Ulm: Gibbs (26), Rowland (12), Shtein (11), Wysocki (10), Erege (6), Lucas (6), Young (6), Sprünken (4), Grosse (3), Möbius (2).
Nürnberg: Gioulekas (17), DeMichael (11), Lee (9), Rouse (7), Griffin (7), Lake (6), Meinel (1), Dühring, Göhring, Nees, Walker.
Pressemitteilung: SELLBYTEL Baskets Nürnberg (Felix Pflaum)
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