Dimplex Falke Nürnberg

Nürnberger Punkterekord beim Sieg in Trier

Lomax am 18.02.2007 um 09:14

97 Zähler scheinen die magische Grenze bei den diesjährigen Duellen zwischen den SELLBYTEL Baskets Nürnberg und TBB Trier zu sein. Sowohl im Hin- als auch im Rückspiel konnte das jeweilige Gästeteam diese Marke erreichen und sich die zwei Punkte sichern. 97:90 (52:42) setzten sich die Mittelfranken am Samstagabend vor knapp 3000 Zuschauern in der Arena Trier durch und stellten bei ihrem vierten Saisonsieg den bisherigen Nürnberger BBL-Rekord von 94 Punkten ein. Dieser datierte aus einem Heimspiel im Februar der Vorsaison, der Gegner hieß damals ebenfalls TBB Trier.

Vor allem aus der Distanz hatten die Falken ihr Visier an der Mosel hervorragend eingestellt, 13 Dreier prasselten bei insgesamt 23 Versuchen in den Korb der Gastgeber, Sotiris Gioulekas (5/7), Michael Lake (5/8), Justin Griffin (2/2) und Robert Dühring (1/1) waren vor allem in kritischen Phasen immer wieder von außen erfolgreich, während der im Hinspiel nicht zu bremsende Tommy Adams auf Trierer Seite sein Leistungstief der letzten Wochen nicht überwinden konnte. Dabei war der Start ins Spiel für Nürnberg mit einem schnellen 0:5-Rückstand konfrontiert mühsam gewesen, indem Tim Nees aber immer wieder die Initiative ergriff, seinem Widersacher Doornekamp schnell zwei Fouls anhängte und sechs Punkte in den ersten zwei Minuten beisteuerte, konnte man früh ausgleichen und mit einem 10:3-Schlussspurt nach dem ersten Viertel einen Vorsprung von 26:21 herausspielen. Nach 13 Minuten betrug die Führung sogar 13 Punkte (36:23). Trier konnte in der Folgezeit zwar einen Gang höher schalten, den großen Nürnbergern immer wieder Fouls anhängen und von der Freiwurflinie punkten, die Antwort der Gäste blieb jedoch selten aus, so dass das Polster kaum schrumpfte. Triers überragender Mann, Tate Decker, steuerte per Dreier die letzten Punkte vor dem Seitenwechsel bei (52:42).

Bis zur 27. Minute lief die Partie nach Wiederbeginn in den gewohnten Bahnen, als der überragende Spielmacher Dwayne Lee (insgesamt 10 Assists) aber eine Verschnaufpause auf der Bank benötigte, bliesen die Hausherren zur Attacke. Ein 11:3-Lauf machte das Spiel nach 30 Minuten wieder eng (65:67) und in der 33. Minute besorgte Marcus Taylor per Dreier nach langer Zeit wieder eine Trierer Führung (75:73). 80:75 lagen die Hausherren kurz darauf in Front, als James Gillingham mit dem fünften Foul vom Feld musste und Ryan DeMichael von der Freiwurflinie zweimal die Nerven behielt. Nun schlug die Stunde von Soto Gioulekas, der zuerst ein Offensivfoul von Gay – ebenfalls das fünfte – provozierte und anschließend mit zwei Dreiern die Partie wieder drehte. Letztmals ausgeglichen war das Spiel eine Minute vor dem Ende beim Stand von 88:88, Lakes Dreier im nächsten Angriff verfehlte seine Wirkung jedoch nicht, denn Lee konnte einen Block für sich verbuchen und Gioulekas besorgte mit dem 93:88 die Vorentscheidung, der Grieche war es dann auch, der am Ende den Ball bekam und die Freiwürfe sicher versenkte.

"Endlich hat unser Angriff so funktioniert, wie wir es uns vorstellen. Gioulekas und Lake bekamen die Bälle in guten Situationen, was sich in ihren überragenden Quoten widerspiegelt. Taylor und Decker waren bei Trier in großartiger Form und liefen teilweise heiß, aber trotz der 90 gegnerischen Punkte bin ich mit unserer Abwehrleistung prinzipiell sehr zufrieden", freute sich Stephan Harlander nach dem Spiel über einen wichtigen Teamerfolg. Corey Rouse und Ryan DeMichael leisteten neben wichtigen Korbaktionen am Brett als Abräumer Schwerstarbeit und sammelten zusammen die Hälfte der Nürnberger Rebounds ein, Justin Griffin erzielte seine Punkte ohne einen einzigen Fehlversuch, Robert Dühring und Sean Walker sorgten von der Bank für wichtige Körbe und Entlastung. Doppelt wertvoll machten diesen Erfolg die Heimniederlagen der direkten Tabellennachbarn aus Giessen (66:72 gegen Bonn) und Karlsruhe (82:95 gegen Leverkusen), für die Nürnberger gilt es aber, aus diesem Erfolgserlebnis weitere Motivation zu schöpfen und am kommenden Sonntag (17 Uhr) im Heimspiel gegen Frankfurt an die starke Vorstellung anzuknüpfen.

Trier: Decker (25), Taylor (20), Horace (13), Gay (9), Gillingham (7), Adams (7), Almanson (6), Scott (3), Doornekamp, Musch.
Nürnberg: Gioulekas (27), Lake (19), Rouse (17), Nees (11), Griffin (8), DeMichael (5), Lee (4), Dühring (3), Walker (3).

Pressemitteilung: SELLBYTEL Baskets Nürnberg (Felix Pflaum)

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